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Prien verteidigt Kürzungen bei Familienleistungen
Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) hat die geplanten Kürzungen bei Familienleistungen gegen Kritik verteidigt. Die Bundesregierung wolle in dem Bereich "finanzpolitische Verantwortung mit kluger Zukunftsgestaltung" verbinden, sagte Prien am Donnerstag in der Bundestagsdebatte über ihren Etat. Insofern sehe sie sich auch an die Sparvorgaben gebunden, die das Kabinett beschlossen habe. "Aber ich sage ebenso offen, auch mich schmerzen geplante Kürzungen bei den Familienleistungen."
Schlechte Pisa-Ergebnisse: Prien fordert Alterslimit für Social Media
Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) sieht nach den schlechten deutschen Ergebnissen bei der Pisa-Bildungsstudie Handlungsbedarf im Umgang mit Sozialen Medien. Im Inforadio des RBB sprach sich Prien am Mittwoch für eine Altersbeschränkung für Social Media aus. Sie sei überzeugt, dass die Pisa-Ergebnisse auch damit zu tun hätten: "Dass die Kinder sich nicht mehr konzentrieren können, dass sie keine Ausdauer mehr haben, dass sie auch nicht mehr in der Lage sind, sinnentnehmend zu lesen, hat etwas mit Social Media und Bildschirmzeit zu tun."
Negativrekorde für Deutschland in Pisa-Studie - Rufe nach mehr Chancengerechtigkeit
Nach neuen Negativrekorden bei den Leistungen deutscher Schüler in der jüngsten Pisa-Studie sind Rufe nach mehr Chancengerechtigkeit laut geworden. Es sei "nicht hinnehmbar", dass "die soziale Schere weiter aufgeht und sich nicht schließt", räumte Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) am Dienstag in Berlin ein. Arbeitgeber forderten eine "gezielte Unterstützung für Schulen mit besonders großen Herausforderungen". Die Grünen drangen ähnlich wie die Linke auf eine "echte Bildungsoffensive".
Pisa-Studie: Kinderhilfswerk fordert stärkeren Fokus auf Bildungsgerechtigkeit
Nach der Veröffentlichung der jüngsten Pisa-Ergebnisse hat das Deutsche Kinderhilfswerk einen stärkeren Fokus auf das Thema Bildungsgerechtigkeit verlangt. "In Deutschland hängen Bildungs- und Teilhabechancen weiterhin in erschreckend hohem Maße von der sozialen Herkunft ab", betonte der Bundesgeschäftsführer des Hilfswerks, Holger Hofmann, am Dienstag. "Das ist seit vielen Jahren bekannt, ohne dass wirksam entgegengesteuert wird."
Pisa-Studie: Deutschland schneidet schlechter ab als je zuvor
Deutschlands Schülerinnen und Schüler rutschen im internationalen Vergleich immer weiter ab: Die Ergebnisse von 15-Jährigen in Mathematik, Lesekompetenz und Naturwissenschaften waren "die niedrigsten, die je gemessen wurden", wie es in der am Dienstag von der OECD in Paris veröffentlichten Pisa-Studie heißt. Mit diesem Ergebnis rangiert Deutschland in allen drei Bereichen nahe am Durchschnitt aller rund 90 getesteten Länder. An der Spitze des internationalen Bildungsvergleichs liegen erneut Singapur und vier chinesische Regionen.
Bildungsfinanzierung: SPD will hohe Erbschaften und Vermögen anzapfen
Zur Bekanntgabe der neuen Pisa-Bildungsstudie fordert die SPD einen höheren Beitrag Vermögender zur Bildungsfinanzierung. "Was für Schule, Ausbildung und Studium gilt, muss auch für den ersten Bildungsort gelten: Der Zugang darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen", heißt es in einem Präsidiumsbeschluss, welcher der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ, Dienstagsausgabe) vorliegt. Am Dienstagvormittag wurde die neue Pisa-Studie zum Bildungsstand von Jugendlichen in mehr als 90 Ländern veröffentlicht, derzufolge Deutschland schlechter abschneidet als je zuvor.
Learnis: Ein neues internationales Netzwerk für transformative Bildung entsteht
Drei Unternehmensgruppen aus Italien, Spanien und den Vereinigten Staaten schließen sich zu einer neuen Unternehmensnetzwerkstruktur zusammen, gestützt auf eine seit 20 Jahren gemeinsame Methode, die unter einer Dachmarke zusammenläuft – Learnis, Your transformative education.
Schwere Vorwürfe: Waldorfschule in Dachsberg in Baden-Württemberg bleibt vorläufig zu
Nach Vorwürfen wegen mutmaßlich schlechter Aufsicht, fehlender Fächer und falscher Zeugnisse bleibt die Waldorfschule im baden-württembergischen Dachsberg zunächst geschlossen. Diese Entscheidung des Regierungspräsidiums Freiburg wurde nach Angaben vom Donnerstag im Eilverfahren vom dortigen Verwaltungsgericht bestätigt. Die Behörde hatte die Genehmigung für den Betrieb der Privatschule zu Ende Juli widerrufen, sie bekommt seit August auch keine staatlichen Zuschüsse mehr.
Wiederholte Fehlalarme und Gewaltvorwürfe beschäftigen Schulzentrum in Ludwigshafen
Am Schulzentrum in Ludwigshafen-Mundenheim häufen sich Feuerwehreinsätze und Polizeiverfahren. 2026 wurden bislang 16 Einsätze registriert, davon 13 wegen Fehlalarmen der Brandmeldeanlage.
Berlin plant einheitliche Regeln für Gewalt, Krisen und Schulschwänzen
Die Berliner Bildungsverwaltung will mit einem 13-Punkte-Plan verbindlichere Regeln für Gewalt, Konflikte und wiederholtes Fernbleiben vom Unterricht schaffen. Schulen sollen bei vergleichbaren Vorfällen künftig nach einheitlichen Verfahren handeln.
Sport und Kunst beliebteste Schulfächer - Chemie und Physik laut Umfrage hinten
Sport, Kunst und Englisch sind laut einer Befragung unter Schülerinnen und Schülern die beliebtesten Schulfächer in Deutschland. Chemie und Physik schneiden bei ihnen dagegen am schlechtesten ab, wie eine am Donnerstag veröffentlichte Studie der Universität Osnabrück zeigt. Auch als Fächergruppe schneiden naturwissenschaftliche Fächer demnach insgesamt schlechter ab als Sprachen, Gesellschaftswissenschaften, Sport sowie Künste.
Kabinett befasst sich mit Einkommensteuer und Kita
Das Bundeskabinett soll am Mittwoch (10.00 Uhr) die von der Regierung geplante Einkommensteuerreform auf den Weg bringen. Vorgesehen sind laut Angaben aus dem Finanzressort Entlastungen vorwiegend für Menschen mit kleineren und mittleren Einkommen sowie für Familien im Umfang von rund zehn Milliarden Euro. Zur Gegenfinanzierung soll laut dem Gesetzentwurf von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) vor allem eine Erhöhung der Reichensteuer beitragen.
Feuerwehrschule in Bad Köstritz öffnet Übungsanlagen für Besucher
Die Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule in Bad Köstritz zeigt bei einem Tag der offenen Tür Einsatzübungen, Fahrzeuge und Schulungsräume.
Stuttgart plant autofreie Schulzone und zeitweise gesperrte Schulstraßen
Stuttgart will gefährliche Situationen durch sogenannte Elterntaxis verringern. Vor drei Schulen sind eine dauerhafte Schulzone beziehungsweise zeitweise Straßensperrungen geplant.
Werteverlust und Sonderschulquote belasten thurgauische Schulen
Am Freitag, dem 7. August, lud der Kanton Thurgau zur vierten Sommermedienfahrt in die Schule Erlen ein. Wie bereits in den Vorjahren informierten die Hauptverantwortlichen für den Schulbetrieb über das anstehende Schuljahr und standen Medienschaffenden Rede und Antwort. Obwohl rund 33'700 Kinder und Jugendliche am Montag in den Unterricht starteten, dominieren gesellschaftliche Herausforderungen die Debatte. Neben dem allgemeinen Werteverlust sorgt vor allem das starke Wachstum der Sonderschulquote für erheblichen Druck auf das Bildungssystem. Die Verantwortlichen betonen, dass die Schule nicht alle defizitären Entwicklungen der Gesellschaft auffangen könne und Eltern eine zentrale Verantwortung bei der Erziehung tragen.
Fall Arday: US-Botschafter in Belgien kritisiert Suspendierung von US-Forscher
Der US-Botschafter in Belgien, Bill White, hat die Suspendierung des US-Forschers Nathan Cofnas kritisiert, der die Plagiatsvorwürfe gegen den tot aufgefundenen Cambridge-Professor Jason Arday erhoben hatte. Washington werde jede mögliche Beziehung zu der Universität im belgischen Gent überprüfen, schrieb White am Freitag im Onlinedienst X. "Unehrliche, korrupte Institutionen, die sich an Sündenbockverhalten beteiligen oder dieses belohnen, sind für uns keine wünschenswerten Partner", schrieb White.
Frauen machen häufiger höhere Schulabschlüsse als Männer
Frauen schließen die Schule häufiger mit einem höheren Abschluss ab als Männer. 2024 machten rund 258.300 Menschen an allgemeinbildenden Schulen ihr Abitur, wovon 55 Prozent Frauen waren, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Je geringer der formale Schulabschluss ist, desto stärker kehrt sich das Geschlechterverhältnis um.
Generative KI in der Weiterbildung: Masterarbeit zeigt neue Rolle von Lehrenden auf
Warum der erfolgreiche Einsatz von KI nicht bei guten Prompts beginnt, sondern bei pädagogischem Urteilsvermögen und Haltung
Nach Tod von Professor: Cambridge-Rektor verurteilt "rassistischen Wahn"
Nach dem Tod des britischen Professors Jason Arday hat Cambridge-Rektor Chris Smith einen "rassistischen Wahn" im Zusammenhang mit Plagiatsvorwürfen verurteilt. Zwar müsse jeder Vorwurf eines Plagiats "gründlich untersucht" werden, sagte der Rektor der Universität am Montag im Interview mit dem Sender BBC. Zugleich weigere er sich, "an einem rassistischen Wahn um einen bestimmten Akademiker teilzunehmen", fügte er hinzu, ohne Arday namentlich zu nennen.
"Mobbing-Kampagne": Nach Vorwürfen zurückgetretener Cambridge-Professor tot aufgefunden
Rund eine Woche nach seinem Rücktritt inmitten von Plagiatsvorwürfen ist der britische Cambridge-Professor Jason Arday tot aufgefunden worden. Angehörige und Kollegen des 41-Jährigen sprachen am Samstag von einer "Mobbing-Kampagne" gegen Arday, der vor drei Jahren der jüngste schwarze Professor der britischen Elite-Universität geworden war. Premierminister Andy Burnham beklagte Ardays Tod als "Tragödie in vielerlei Hinsicht".
Nach Jugendprotesten: Indiens Premier verspricht Gratis-Nachhilfe und KI-Kurse
Nach massiven Protesten gegen Mängel im indischen Bildungssystem hat Regierungschef Narendra Modi kostenlose Online-Nachhilfestunden und ein Ausbildungsprogramm für Künstliche Intelligenz (KI) für junge Menschen angekündigt. Seine Regierung werde kostenlose Vorbereitungskurse auf mehrere "umkämpfte Prüfungen" anbieten, sagte Modi in seiner Ansprache zum indischen Unabhängigkeitstag. "Wir haben die digitale öffentliche Infrastruktur, und wie haben sehr fähige Lehrer", fügte er hinzu.
Linke kritisiert Bafög-Reform: "Ignoranz gegenüber Lebensrealität an Hochschulen"
Die Linke hat die geplante Bafög-Reform scharf kritisiert. Der Gesetzentwurf dazu offenbare inhaltlich "eine erschreckende Ignoranz gegenüber der Lebensrealität an unseren Hochschulen", sagte die Linken-Bildungspolitikerin Nicole Gohlke der Nachrichtenagentur AFP. "Wer die ohnehin unzureichende Wohnkostenpauschale erst auf 2027 und den vollen Grundbedarf sogar erst auf das Jahr 2029 verschiebt, betreibt Sparen auf Raten auf dem Rücken der Studierenden."
Kompass für die Grundschule
Studienkreis verschenkt Ratgeber für Eltern von Grundschulkindern
Durchgesickerte Prüfungsaufgaben: Indische Abgeordnete stimmen für härtere Strafen
Nach Protesten der sogenannten Kakerlaken-Bewegung (CJP) gegen Missstände im indischen Bildungssystem hat das Unterhaus des Parlaments härteren Strafen für das Durchstechen von Prüfungsaufgaben zugestimmt. Die Abgeordneten beschlossen die Gesetzesänderung am Mittwoch in Neu Delhi, sie geht nun ins Oberhaus. Die Proteste hatten zuvor bereits den Bildungsminister zum Rücktritt gebracht.
Nordrhein-Westfalen: Lehrerin scheitert vor Gericht mit Versetzung nach Ostfriesland
Eine Grundschullehrerin aus Recklinghausen in Nordrhein-Westfalen darf vorerst nicht an eine Schule in Niedersachsen wechseln. Das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht (OVG) wies ihren Eilantrag am Mittwoch zurück, wie das Gericht in Münster mitteilte. Die Lehrerin hatte demnach 2024 ein Haus im ostfriesischen Küstenort Greetsiel gekauft und ihren Hauptwohnsitz dorthin verlegt. Das Land verweigerte der Lehrerin aber einen Schulwechsel wegen Personalmangels an Grundschulen in Recklinghausen.
Keine Fortschritte bei Verhandlungen zwischen Demonstranten und indischer Regierung
Eine zweite Verhandlungsrunde zwischen der indischen Regierung und Vertretern der sogenannten Kakerlaken-Bewegung ist am Freitag ergebnislos zu Ende gegangen. Die Vertreter der Bewegung hätten der Regierung klar gemacht, dass "nur der Rücktritt von Bildungsminister Dharmendra Pradhan akzeptabel wäre", sagte ein Sprecher der Gruppe, Ashutosh Ranka. Darauf sei die Regierung aber nicht eingegangen.
ChampKidz by Xenia Hügel für Bildungsarbeit ausgezeichnet
Nationale Auszeichnung – Bildung für nachhaltige Entwicklung
Die Fields-Medaillen 2026 gehen an vier der weltweit führenden Mathematiker
Die Auszeichnung, die auch als Nobelpreis der Mathematik bezeichnet wird, würdigt herausragende Leistungen - sowie das Versprechen zukünftiger Leistungen - von Mathematikern unter 40 Jahren.
Befragung: Nahezu Hälfte von deutschen Studierenden nutzt täglich KI-Tools
Künstliche Intelligenz (KI) wird von 46,5 Prozent aller Studierenden in Deutschland täglich genutzt. Etwa 80 Prozent verwenden KI-Tools zudem mindestens einmal in der Woche, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Befragung des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) in Gütersloh hervorgeht. Grundlage der Auswertung waren laut CHE 28.000 Studierende der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften.
Zahl von Habilitationen in Deutschland 2025 leicht gestiegen
Die Zahl der Habilitationen an deutschen Hochschulen ist im vergangenen Jahr leicht gestiegen. Insgesamt schlossen 1571 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler das Verfahren erfolgreich ab, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Dies waren 0,4 Prozent mehr als 2024 mit 1564 Habilitationen. Die Habilitation ist ein akademischer Qualifikationsnachweis für eine besondere Befähigung für Lehre und Forschung in einem Fachbereich.
KI-Kompetenz wird zur Pflicht: Neue Anforderungen im digitalen Arbeitsmarkt
Die aktuelle Arbeitsmarktsituation trifft auf wachsende Anforderungen an den kompetenten Einsatz künstlicher Intelligenz. Der EU AI Act rückt KI-Kompetenzen stärker in den Fokus und erhöht den Weiterbildungsbedarf bei Beschäftigten, Arbeitssuchenden und Unternehmen. Berufliche Qualifizierung wird damit zu einem zentralen Faktor, um Qualifikationslücken zu schließen, Beschäftigungsfähigkeit zu sichern und die digitale Transformation aktiv zu gestalten.
Indische Kakerlaken-Bewegung will weiter gegen Bildungssystem protestieren
Nach heftigen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften bei Protesten gegen das indische Bildungssystem will die sogenannte Kakerlaken-Bewegung ihre Aktionen fortsetzen. "Sie wollen unseren Kampfgeist brechen. Lasst Euch nicht zum Schweigen bringen", rief der Gründer der Bewegung, Abhijeet Dipke, am Dienstag den Protestierenden zu. Hunderte von ihnen hielten sich weiter in einem Protestlager in Neu Delhi auf. Am Vortag waren bei Zusammenstößen mindestens 180 Menschen verletzt worden.