-
Davidstern aus NS-Gedenkort in Chemnitz gestohlen und Schautafel beschädigt
-
Besuch bei Unesco: Papst Leo XIV. warnt vor Risiken der KI
-
Scharfe Kritik an Stopp von Stolpersteinen in sächsischem Heidenau
-
Trump nennt Gipfel mit Xi "produktiv" und sieht Konsens bei "Superintelligenz"
-
17 Cent weniger Steuern pro Liter: Neuer Tankrabatt kommt zum 1. Oktober
-
Tankrabatt kommt zum 1. Oktober: Gesetz passiert Parlament
-
CDU-Politiker Reddig warnt vor verwässerter Rentenreform - und droht mit Nein
-
Langjähriger ZDF-Rechtsexperte Bernhard Töpper gestorben
-
Formel 1: Russell holt Pole in Baku - Antonelli nur 16.
-
Friedensorganisation: Bundesregierung konterkariert Ziel einer atomwaffenfreien Welt
-
Haus von Bruder angezündet: Lange Haftstrafe für Mann aus Niedersachsen bestätigt
-
Rummenigge hat nicht für Eberls Vertragsverlängerung gestimmt
-
Mehr als hunderttausend Studierende warten auf Wohnheimplätze in Deutschland
-
Nach US-Sanktionsdrohungen: Flughafen im irakischen Nadschaf stoppt alle Iran-Flüge
-
Zverevs Chancen steigen: Sinner sagt für Peking ab
-
Bundestag macht Weg für erneuten Tankrabatt frei
-
Zentralratspräsident Schuster für Prüfung der Beobachtung der Berliner Linken
-
Betrug mit Netz für Handwerksdienstleistungen: Bewährungsstrafe für Mann in Bayern
-
Papst Leo XIV. beginnt Frankreichbesuch mit Warnung vor "Wettrüsten"
-
Karlsruhe befasst sich mit Ausschluss von Abgeordnetem aus AfD-Bundestagsfraktion
-
Papst Leo XIV. warnt in Frankreich vor "Wettrüsten"
-
US-Regierung unterstützt Musk im Streit mit der EU über Millionenstrafe gegen X
-
Selenskyj: Trump gibt grünes Licht für Herstellung von Patriot-Raketen in Ukraine
-
Papst bedankt sich bei Macron und Bauleuten für Wiederaufbau von Notre-Dame
-
Kreml: EU-Sanktionen gegen Journalistin Fedorova sind "rechtswidrig"
-
Niedersachsen: AfD wählt Fraktionschef Wichmann zu Spitzenkandidat für Landtagswahl
-
Seniorin aus Frust erstochen: Lebenslage Haft für 56-Jährigen in Aachen
-
19-Jähriger soll im Saarland Frau erstochen haben - Festnahme
-
Pfefferspray in Schule in Berlin versprüht: Unterrichtsausschluss rechtens
-
Ausfall der Lenkung droht: VW und Audi rufen knapp eine Million Pkw in die Werkstätten
-
Unfälle mit E-Scootern: Künftig haften bei Unfällen auch Vermieter
-
Selenskyj: Trump gibt Ukraine Erlaubnis für Herstellung von Patriot-Abwehrraketen
-
Studie: Deutsche Konzerne im europäischen Vergleich führend - beim Stellenabbau
-
Antragsloses Kindergeld kommt: Bundesrat gibt grünes Licht
-
Bundestag beschließt Polizeireform - im zweiten Anlauf
-
Papst Leo XIV. zu Besuch in Frankreich eingetroffen
-
Havertz und Musiala reisen ab - Klopp nominiert nach
-
Selenskyj: Trump gibt Ukraine Erlaubnis für Herstellung von Patriot-Abfangraketen
-
Iran legt den USA Vorschlag zur Öffnung der Straße von Hormus binnen einer Woche vor
-
Europas Top-Ligen greifen in FIFA-Machtkampf ein
-
VW und Audi müssen knapp eine Million Autos in Deutschland zurückrufen
-
Sachsen:45-Jähriger soll Hörgeschädigte mit falschen Anlagen betrogen haben - Anklage
-
Schwesig: Tankrabatt allein reicht nicht - Debatte im Bundesrat
-
Krankenkasse DAK erfasst 30 Prozent mehr neue Fälle von Abrechnungsbetrug
-
Pomp für Chinas Präsidenten: Trump empfängt Xi zu Staatsbankett im Weißen Haus
-
Bundestag berät erstmals über Frühstartrente - Klingbeil: Signal für Gerechtigkeit
-
Schlag gegen Cyberkriminelle: Mehr als 9000 betrügerische Rufnummern abgeschaltet
-
Britischer Weltumwanderer hängt nach 50.000 Kilometern am Ärmelkanal fest
-
Gedenkort nach CSD-Anschlag: Regenbogenbank in Berliner Tiergarten erneut beschädigt
-
Wadephul berät bei Besuch in Kanada über vertiefte Zusammenarbeit
Rechtsanwalt von mutmaßlichem Zugangreifer kritisiert Justizbehörden
Nach dem tödlichen Messerangriff in einem Regionalzug in Schleswig-Holstein hat der Verteidiger des mutmaßlichen Täters die Justizbehörden für dessen kurz zuvor erfolgte Haftentlassung kritisiert. Es wäre "besser gewesen, man hätte ihn auf die Entlassung vorbereiten können", sagte Rechtsanwalt Björn Seelbach dem Magazin "Der Spiegel". Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) kritisierte gegenüber dem Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) vom Freitag derweil Sicherheitslücken an Bahnhöfen und verwies dabei auf fehlendes Personal bei der Bundespolizei.
Seelbach zeigte sich im "Spiegel" von der Entscheidung der Justiz überrascht, seinen Mandaten wenige Tage vor der Tat aus einer Untersuchungshaft wegen eines früheren Körperverletzungsdelikts zu entlassen. Da der 33-Jährige staatenlose Palästinenser vor seiner Inhaftierung in Hamburg obdachlos gewesen sei, "stand er jetzt auf der Straße", sagte er. Sein Mandant habe keine Angehörigen in Deutschland.
Der 33-Jährige hatte am Mittwoch in einem Regionalzug auf der Fahrt von Kiel nach Hamburg auf Passagiere eingestochen haben. Eine 17-Jährige und ein 19-Jähriger starben, zwei Menschen wurden lebensgefährlich und drei weitere schwer verletzt. Der mutmaßliche Täter wurde inzwischen in Untersuchungshaft genommen. Ihm werden laut Staatsanwaltschaft zweifacher heimtückischer Mord und mehrfacher versuchter Totschlag zur Last gelegt.
Die Motive des Verdächtigen waren nach Angaben der Ermittlungsbehörden weiterhin offen, Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund gab es demnach aber nicht. Seelbach kündigte im "Spiegel" an, dass sein Mandant vorerst nicht aussagen werde. Er mache von seinem Schweigerecht Gebrauch.
Der Mann hielt sich nach Behördenangaben seit 2014 legal in Deutschland auf fiel bereits wiederholt durch Gewalt- und andere Straftaten auf. Zuletzt saß er in Hamburg für etwa ein Jahr in Untersuchungshaft, aus der in der vergangenen Woche entlassen wurde. Hintergrund war demnach eine noch nicht rechtskräftige Verurteilung durch ein Amtsgericht wegen gefährlicher Körperverletzung. Seinem Anwalt zufolge kam der Mann aus dem Gazastreifen.
Einige Stunden vor der Tat am Mittwochnachmittag erschien der mutmaßliche Täter laut Behörden an einem Informationsschalter der Stadtverwaltung in Kiel. Er war 2021 für mehrere Monate in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt gemeldet, die dortige Ausländerbehörde ist demnach seitdem für ihn zuständig. Er hatte keinen Termin, Auffälligkeiten soll es nicht gegeben haben. Den letzten Kontakt zuvor hatte es demnach im Januar 2022 gegeben.
Die GdP verwies in der Debatte um Schlussfolgerungen aus dem Verbrechen auf fehlende Sicherheitskräfte und fehlende Technik. "Die Bundespolizei ist an den Bahnhöfen zu schwach aufgestellt. Es fehlt an 3000 Stellen", sagte Vizechef Andreas Roßkopf dem RND. Auch bei der Deutschen Bahn selbst fehlten Sicherheitskräfte. Auch dort müsse "aufgestockt" werden.
Roßkopf forderte zudem eine bessere Überwachung von Bahnhöfen durch Kameras und angemessene Beleuchtung, um Gefahrenpunkte rechtzeitig erkennen zu können. "Dann kann man schon im Vorfeld Kräfte hinschicken." Bahnhöfe dürften nicht "zu Angsträumen" werden, sagte der Gewerkschaftsvertreter.
P.Costa--AMWN