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Bewaffnete greifen Sicherheitskräfte in Malis Hauptstadt Bamako an
In Mali haben Bewaffnete einen Angriff auf die Sicherheitskräfte des von einer Militärjunta regierten westafrikanischen Landes verübt. Bei dem Angriff am Dienstagmorgen hätten die Angreifer "mindestens einen Stützpunkt der Militärpolizei" in der Hauptstadt Bamako überfallen, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus Polizeikreisen. Augenzeugen berichteten von Schüssen und Explosionen; der Flughafen in Bamako stellte vorerst den Flugbetrieb ein.
Am Vormittag teilte die Armee mit, dass die Lage wieder unter Kontrolle sei. Bei dem Angriff habe "eine Gruppe von Terroristen" versucht, in eine Polizeischule einzudringen, hieß es.
In Mali hatte es in den vergangenen zwei Jahren zwei Militärputsche gegeben. Zunächst stürzten im August 2020 Militärs unter Führung von Oberst Assimi Goita den damaligen Staatschef Ibrahim Boubacar. Im Mai 2021 setzte Goita dann die zivile Spitze einer Übergangsregierung ab und ernannte sich selbst zum Übergangspräsidenten. Beide Umstürze wurden international scharf kritisiert und die Verantwortlichen sanktioniert.
Zugleich sind in Mali mehrere bewaffnete Gruppen aktiv, darunter auch Dschihadisten mit mutmaßlichen Verbindungen zur Miliz Islamischer Staat (IS) oder zum islamistischen Terrornetzwerk Al-Kaida. Die Hauptstadt Bamako war davon bislang allerdings nicht betroffen.
Y.Nakamura--AMWN