-
"Unerträgliche politische Demagogie": Steinmeier sieht Gefährdung der Demokratie
-
Flydubai-Copilot plante nach Erkenntnissen von Ermittlern "Terrorakt"
-
Tag der Deutschen Einheit: Bovenschulte fordert Abwehr von Demokratie-Gegnern
-
Trump lobt Freigabe europäischer Ölreserven - Keine Drohung mit Diesel-Exportstopp mehr
-
Verstappen holt Pole Position in Malaysia - Mercedes "ratlos"
-
Formel 1: Verstappen holt die Pole Position in Malaysia
-
Zverev auf dem Weg zur Nummer eins: Sinner sagt für Shanghai ab
-
Grüne kritisieren Freigabe von Ölreserven als "politische Dummheit"
-
Schülerproteste in Frankreich: Mehr als 5000 Festnahmen seit Montag
-
Emiratische Behörden: Flydubai-Copilot plante "Terrorakt"
-
Türkei: Schiedsrichter-Chef in Untersuchungshaft
-
Parlamentswahl in Lettland hat begonnen
-
"Kalender ist bestätigt": Formel 1 will Finale in Abu Dhabi
-
Antonelli gewinnt Qualifying-Generalprobe
-
NHL: Peterka mit Siegtor, Seider mit Fehlstart
-
Supercup als "Belohnung": Suhl will nächsten Titel
-
Rückspiel in Griechenland: Wie viel ändert Klopp?
-
"Erster Rückschlag" - doch Zidane ist "sehr zufrieden"
-
"Darin ist Klopp ein Meister": Wirtz und El Mala schwärmen
-
G7 geben Rohöl- und Diesel-Reserven frei - Trump schließt Diesel-Exportstopp aus
-
Palast: Charles III. wird sich auf Karibikreise "dunkelsten Tagen" der Kolonialherrschaft stellen
-
Lettland wählt neues Parlament unter Druck russischer Bedrohung
-
Festakt mit Steinmeier und Merz zum Tag der Deutschen Einheit in Bremen
-
Argentinien bietet Ausländern im Gegenzug für Investitionen Staatsbürgerschaft an
-
Ostbeauftragte Kaiser: Zeit ist reif für Bundespräsidentin aus Ostdeutschland
-
Kritik an brasilianischer Justiz wegen Einmischung in TV-Debatte vor Präsidentschaftswahl
-
Wiedersehen mit Italien: Zidanes Frankreich lässt Punkte liegen
-
EuroLeague: FC Bayern verliert erstes Heimspiel
-
735 Schulen in Frankreich von Protesten betroffen - Regierung nimmt Eltern in die Pflicht
-
Medien: Trump will Geheimdienstchef Clayton zum KI-Berater ernennen
-
G7 geben bis zu 100 Millionen Barrel Rohöl und Diesel frei - Ölpreise fallen
-
Bundespräsident Steinmeier reist am Donnerstag zu Staatsbesuch nach Frankreich
-
DFB-Team ohne Gnabry nach Griechenland
-
Studie offenbart Gewinne des niederländischen Königshauses durch Kolonialismus
-
Kiews Bürgermeister Klitschko beschreibt Lage nach Angriffen auf Brücke als "sehr dramatisch"
-
Djokovic verlängert Peking-Siegesserie - nun gegen Zverev?
-
Treibstoffpreise: G7 geben bis zu 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl frei
-
Mutmaßliche Gruppenvergewaltigung an US-Eliteuni wird neu untersucht
-
Macron: G7 geben bis zu 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl frei
-
Feierlichkeiten zu Tag der Deutschen Einheit in Bremen begonnen
-
Spanisches Parlament lehnt Regierungspläne gegen Wohnungsnot ab
-
Flydubai-Pilot schildert Angriff: "Konnte all diese Menschen nicht sterben lassen"
-
Gedenkort nach CSD-Anschlag: Regenbogenbank in Berliner Tiergarten beschmiert
-
Nach Angriff auf SPD-Politiker Ecke in Dresden: Drei Angeklagte kommen vor Gericht
-
Sonderermittlerin soll mutmaßliche Gruppenvergewaltigung an US-Eliteuni untersuchen
-
G7 beraten über hohe Treibstoffpreise - EU "bereit" für gemeinsames Handeln
-
US-Arbeitsmarkt schwächelt im September
-
Schweizer Präsident Parmelin gibt Regierungsposten zum Jahresende auf
-
Übertragungsfehler bei Wahl in Berlin: Weniger Parlamentssitze als angenommen
-
"Spiegel": Steinmeier greift in Koalitionsstreit ein - Regierung sieht sich "handlungsfähig"
Prozess gegen Journalist Arne Semsrott wegen Veröffentlichung von Dokumenten begonnen
Vor dem Berliner Landgericht hat ein Prozess gegen den Journalisten und Aktivisten Arne Semsrott begonnen. Ihm wird vorgeworfen, im vergangenen Jahr Originaldokumente des Amtsgerichts München auf der Webseite FragDenStaat veröffentlicht zu haben, wie es in der am Mittwoch verlesenen Anklage hieß. Damit habe er die Unbefangenheit möglicher Zeugen eingeschränkt und die Unschuldsvermutung gefährdet.
Bei den Dokumenten, die bis heute auf der Webseite einsehbar sind, ging es um Beschlüsse zu Razzien gegen die Klimaschutzgruppe Letzte Generation. Mit der Veröffentlichung verstieß Semsrott nach eigenen Angaben wissentlich gegen den Paragrafen 353d. Dieser verbietet es, wörtlich aus amtlichen Dokumenten von laufenden Strafverfahren zu zitieren. Der Paragraf sei aus der Zeit gefallen und gehe auf Zensurregelungen aus der Kaiserzeit zurück, sagte Semsrott vor Gericht.
Inhalt der Beschlüsse waren eine Razzia bei Mitgliedern der Letzten Generation, die Beschlagnahme der Webseite und die Überwachung des Pressetelefons der Gruppe wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung. Insbesondere die Durchsuchungen und das Abhören des Pressetelefons seien "besonders schwere Grundrechtseingriffe", sagte Semsrott, der seit 2014 Chefredakteur von FragDenStaat ist. Das Vorgehen der Oberstaatsanwaltschaft München sorgte für heftige Diskussionen.
Generell führe der Paragraf teils zu absurden Verrenkungen, weil Journalistinnen und Journalisten nicht wörtlich zitieren dürften, sagte Semsrott. Gerade etwa freie Journalisten, die nicht auf eine Rechtsabteilung des Verlags zurückgreifen könnten, berichteten seiner Erfahrung nach teilweise lieber gar nicht, um nicht Gefahr zu laufen, sich strafbar zu machen.
Zu Beginn des Prozesses, der von zahlreichen Zuschauern verfolgt wurde, stellte Semsrotts Anwalt Lukas Theune den Antrag, das Verfahren auszusetzen und eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts einzuholen. Der Paragraf 353d sei verfassungs- und völkerrechtswidrig und greife in die Pressefreiheit ein. Er verbiete, authentisch zu berichten.
Auch die Verfahrensbeteiligten schütze der Paragraf nicht wirksam, sagte Theune. Im Gegenteil könnten diese durch das Verbot nicht etwa gegen die falsche Darstellung in Medien vorgehen. Auch die Wissenschaftsfreiheit schränke der Paragraf ein. Für eine Debatte sei es nötig, den genauen Wortlaut verwenden zu können. Für den Prozess ist ein weiterer Termin am Freitag angesetzt.
F.Bennett--AMWN