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Schlussplädoyer im Combs-Prozess: US-Rapper nutzte "Macht, Gewalt und Angst"
Im New Yorker Prozess gegen den US-Rapper Sean "Diddy" Combs wegen Sexualverbrechen hat die Anklage noch einmal seine Schuld betont. Staatsanwältin Christy Slavik sagte in ihrem Schlussplädoyer vor den Geschworenen, Combs habe "Macht, Gewalt und Angst genutzt, um zu bekommen, was er wollte". Er habe auf das Schweigen und die Scham seiner Opfer gesetzt, um seine Verbrechen zu vertuschen.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem 55-Jährigen vor, Frauen und Männer sexuell missbraucht und mit Drohungen und Gewalt zur Teilnahme an Drogen- und Sex-Partys genötigt zu haben. Combs weist die Vorwürfe zurück.
Der Rapper habe sich auf ein Netzwerk loyaler Helfer verlassen, sagte Staatsanwältin Slavik weiter. Er habe sich dadurch eine Art "Königreich" geschaffen, in dem seine Opfer nicht mehr frei hätten entscheiden können.
Als Hauptzeugin hatte in dem Prozess Combs' Ex-Freundin ausgesagt, die Sängerin und Tänzerin Casandra "Cassie" Ventura. Sie hatte den bekannten Musiker und Produzenten bereits 2023 wegen jahrelanger Misshandlungen und Vergewaltigung verklagt. Beide einigten sich kurz darauf auf einen außergerichtlichen Vergleich, seither reichten jedoch zahlreiche weitere Frauen und auch Männer Klage gegen den Rapper ein.
Nach den Schlussplädoyers beraten die Geschworenen über das Urteil, voraussichtlich ab Freitag. Im Fall einer Verurteilung droht Combs eine lebenslange Haftstrafe.
P.Silva--AMWN