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Wintereinbruch sorgt in Deutschland für viele Unfälle - drei Tote in Bayern
Der Wintereinbruch hat zu zahlreichen Glätteunfällen auf Deutschlands Straßen geführt. Bei einem Verkehrsunfall auf schneeglatter Fahrbahn kamen in der Nacht zum Montag auf der Autobahn 93 in Bayern drei Menschen ums Leben, wie die Polizei in Regensburg mitteilte. Auch in anderen Bundesländern zählte die Polizei zahlreiche wetterbedingte Verkehrsunfälle, in Baden-Württemberg starb ein Autofahrer. Meist blieb es aber bei Blechschäden.
An dem Unfall im bayerischen Landkreis Schwandorf in der Oberpfalz waren nach Polizeiangaben zwei Lastwagen und ein Kleintransporter beteiligt. Ein Sattelzug geriet demnach ins Schleudern und fuhr in die Mittelschutzplanke. Dies führte zu Folgeunfällen, der genaue Hergang war zunächst unklar. Drei Männer im Alter von 36 und 51 Jahren in dem Kleintransporter starben noch am Unfallort. Einer Polizeisprecherin zufolge gab es zudem zwei Schwerverletzte und mindestens einen Leichtverletzten.
Zur Aufklärung des Unfallgeschehens wurde ein Gutachter eingeschaltet. Die A93 in Fahrtrichtung München wurde gesperrt. Nach Einschätzung der Polizei sollte die Bergung voraussichtlich bis Montagnachmittag andauern.
Insgesamt registrierte die Polizei in der Oberpfalz 44 witterungsbedingte Unfälle, in vier Fällen wurden Menschen leicht verletzt. In mehreren Fällen blieben Lastwagen auf steilen Anstiegen hängen und blockierten den Verkehr.
Auch andernorts in Deutschland führten Schnee und Glätte zu zahlreichen Verkehrsunfällen. Fahrzeuge kamen von der Straße ab, überschlugen sich, stießen gegen Bäume, Zäune oder andere Wagen.
Bei Geisingen in Baden-Württemberg verunglückte ein 68-Jähriger mit seinem Wagen auf der Autobahn 81 tödlich. Der Mann kam nach Polizeiangaben auf winterglatter Fahrbahn ins Schleudern, prallte gegen einen anderen Wagen und eine Leitplanke. Der 68-Jährige starb noch an der Unfallstelle. Der Fahrer des anderen Autos wurde schwer verletzt von einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht.
In Niederbayern registrierte die Polizei aufgrund einsetzenden Schneefalls am Montagmorgen allein zwischen 05.00 Uhr und 08.30 Uhr knapp 30 Unfälle. Zum Großteil entstanden dabei lediglich Blechschschäden, in einem Fall wurde ein Mensch leicht verletzt.
Auch in Schleswig-Holstein kam es in der Nacht zum Montag aufgrund der Glätte auf der A7 zu zahlreichen Unfällen mit Verletzten. Im Großraum Dresden in Sachsen zählte die Polizei bis Montagmorgen 46 Unfälle mit drei Verletzten. Auch aus Niedersachsen, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Thüringen meldete die Polizei zahlreiche Unfälle, meist blieb es jedoch bei Blechschäden.
Zahlreiche Unfallbeteiligte waren demnach noch mit Sommerrädern unterwegs. In Rheinland-Pfalz beispielsweise stieß ein 22-Jähriger mit seinem sommerbereiften Wagen beim Überholen auf schneeglatter Straße mit einem entgegenkommenden Wagen zusammen. Dessen zwei Insassen kamen schwer verletzt in ein Krankenhaus. Der Unfallverursacher erlitt nach Angaben der Polizei Neuwied leichte Verletzungen.
Am Montagmittag hob der Deutsche Wetterdienst (DWD) alle bestehenden Unwetterwarnungen vor Glatteis auf. In den kommenden Tagen soll es südlich der Donau, vor allem an den Alpen, sowie in Teilen des Bayerischen Walds weiter schneien. Im Rest Deutschlands gibt es laut DWD stellenweise örtlich Glätte, es ist aber nicht ganz so winterlich.
A.Malone--AMWN