-
Sieben Milizionäre bei Luftangriffen im Jemen getötet
-
Tesla-Auslieferungen im vierten Quartal stärker als erwartet gesunken
-
Tödlicher Unfall in Bayern: Mann bei Spaziergang mit Hunden von Güterzug erfasst
-
Höherer CO2-Preis: Tanken zu Jahresbeginn deutlich teurer
-
Tote durch illegale Pyrotechnik in Bielefeld: Weiter kein Hinweis auf Zusammenhang
-
Hollywood-Star Angelina Jolie besucht Grenzübergang Rafah
-
Quälende Ungewissheit: Identifizierung der Opfer nach Brand in Crans-Montana dauert an
-
Erneut unruhige Silvesternacht: Millionen fordern für Zukunft Böllerverbot
-
Proteste im Iran: Trump droht mit Eingreifen der USA - Teheran warnt davor
-
Erneute Bebenserie in Sachsen: Stärkste Erdstöße seit mehreren Jahren gemessen
-
Winiarski-Nachfolger: Botti neuer Volleyball-Bundestrainer
-
CSU-Landesgruppe fordert weitere Verschärfungen in Migrationspolitik
-
Japan: Mann entkleidet sich bei Neujahrsansprache des Kaisers
-
Hessen: Durch Böller verschreckter Hund flüchtet in Regionalbahn und fährt mit
-
Offenbar weiter keine Hinweise auf deutsche Opfer bei Brand in Crans-Montana
-
Rund ein Viertel plant "Digital Detox" - nur wenige laut Umfrage aber konsequent
-
Elektroautos: Norwegen nähert sich 100-Prozent-Ziel bei Neuzulassungen
-
Lüftl wird Manga-Nachfolger auf Schalke
-
Jugendliche wollen auf Zug springen: Zwölfjährige in Bayern überrollt und getötet
-
Börsenhoch in Großbritannien: Index übersteigt erstmals Marke von 10.000 Punkten
-
Absatz in der Fahrradindustrie sinkt das fünfte Jahr in Folge
-
Auf zehn Billionen Euro: Geldvermögen der Privathaushalte wächst 2025 deutlich
-
Füllkrug-Wechsel nach Mailand perfekt
-
Tödlicher Unfall in Klärwerk in Bayern: Arbeiter treibt leblos in Becken
-
Voigt fordert Smartphone-Verbot für unter 14-Jährige
-
Tournee: Wellinger und Geiger weiter dabei
-
Frauenanteil in DAX-Vorständen erstmals seit Jahren wieder gesunken
-
Zehn Menschen in Restaurant verätzt: Womöglich Getränk mit Putzmittel verwechselt
-
Familiäre Gründe: Kuntz nicht mehr Vorstand des HSV
-
USA senken Strafzölle für mehrere italienische Pastamarken
-
Schweitzer hält Totalsanktionen bei Grundsicherung für bedenklich
-
Zahl der Erwerbstätigen trotz schwacher Konjunktur 2025 fast unverändert
-
Zurück ins Gefängnis: Bolsonaro verlässt Krankenhaus nach Operation wieder
-
Venus Williams vor Altersrekord bei Australian Open
-
NBA: Starker Schröder verliert mit Sacramento
-
Tochter von Nordkoreas Machthaber Kim besucht erstmals Mausoleum
-
NHL: Seider verliert mit Detroit nach Verlängerung
-
"Keine Lösungen": Slot bemängelt fehlende Durchschlagskraft
-
"Das ist verrückt": Demütiger van Veen feiert Meilensteine
-
Maduro: Venezuela offen für Gespräche mit den USA
-
2026 das Jahr der Entscheidung, Klarheit und Ausrichtung
-
Entwurf: CSU-Landesgruppe fordert weitere Verschärfungen in Migrationspolitik
-
Starkes ManCity patzt in Sunderland
-
Amtseinführung in New York: Bürgermeister Mamdani will Regierungsfähigkeit der Linken beweisen
-
Darts-WM: Littler nach Fan-Zwist makellos ins Halbfinale
-
Überlegene Liverpooler ohne Tor gegen Leeds
-
Proteste im Iran eskalieren: Mindestens sechs Tote
-
Rund 40 Tote und 115 Verletzte durch Flammeninferno in Bar in Schweizer Skiort
-
Finnland beschlagnahmt Schiff nach Beschädigung von Unterseekabel in der Ostsee
-
Russland wirft Ukraine Angriff in Silvesternacht mit 24 Toten vor
Proteste im Iran eskalieren: Mindestens sechs Tote
Die Proteste im Iran wegen der schlechten Wirtschaftslage sind zu gewalttätigen Konfrontationen eskaliert. Bei Zusammenstößen zwischen Demonstrierenden und Sicherheitskräften im Westen des Landes wurden nach Angaben iranischer Medien bis Donnerstag sechs Menschen getötet. Die Proteste hatten am Sonntag begonnen, waren aber zunächst friedlich verlaufen.
Bei den Zusammenstößen wurden am Donnerstag nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars in der Stadt Lordegan in der südwestlichen Provinz Schahar Mahall-Bachtiari zwei Menschen getötet sowie drei weitere Menschen in der Stadt Asna in der benachbarten Provinz Lorestan. Bereits zuvor hatte das Staatsfernsehen gemeldet, dass während nächtlicher Proteste in der Stadt Kuhdascht in Lorestan ein Mitglied der Sicherheitskräfte getötet worden sei.
In Lordegan hätten Protestierende Steine auf das Büro des Provinzgouverneurs, das Rathaus, eine Moschee und Banken geschleudert, berichtete Fars. Die Gebäude seien schwer beschädigt worden, die Polizei habe mit dem Einsatz von Tränengas geantwortet. Die Polizei habe in der Stadt mehrere als "Rädelsführer" beschriebene Menschen festgenommen.
In Asna wurde laut Fars ein Polizeikommissariat von Randalierern angegriffen. In Kuhdascht war zuvor laut Vize-Gouverneur Said Purali ein 21-jähriges Mitglied der Basidsch-Miliz "bei der Verteidigung der öffentlichen Ordnung von Randalierern getötet" worden, wie das Staatsfernsehen berichtete. Bei den Demonstrationen in Kuhdascht seien dem Vize-Gouverneur zufolge zudem 13 Polizisten und Basidsch-Mitglieder "durch Steinwürfe verletzt" worden. Die paramilitärische Basidsch-Miliz ist eng mit den iranischen Revolutionsgarden verbunden.
Die spontanen Demonstrationen waren am Sonntag vom größten Handy-Markt der Hauptstadt Teheran ausgegangen. Zunächst demonstrierten vor allem Händler wegen der desolaten Wirtschaftslage, der hohen Inflation und Wechselkursschwankungen. Danach schlossen sich auch zahlreiche Studierende an mindestens zehn Universitäten des Landes sowie Menschen in zahlreichen anderen Städten an.
Generalstaatsanwalt Mohammed Mohawedi-Asad richtete am Mittwoch eine Warnung an die Protestierenden. Friedliche Demonstrationen für bessere Lebensbedingungen seien legitim, sagte er in Staatsmedien. Doch "jeder Versuch, die Wirtschaftsproteste zu einem Werkzeug der Unsicherheit zu machen, zur Zerstörung von Allgemeinbesitz oder einer Umsetzung von außerhalb des Landes entworfenen Szenarien wird unvermeidlich eine legale, angemessene und entschiedene Antwort auslösen".
Präsident Massud Peseschkian wies die Regierung am Donnerstag an, Maßnahmen zu ergreifen, um die wirtschaftliche Lage zu verbessern. "Aus islamischer Sicht (...) werden wir in der Hölle landen, wenn wir das Problem der Lebensgrundlagen der Menschen nicht lösen", sagte Peseschkian bei einer im Staatsfernsehen übertragenen Veranstaltung.
Der israelische Geheimdienst Mossad rief die Menschen im Iran indes zu weiteren Protesten auf. "Geht zusammen raus auf die Straße. Die Zeit ist gekommen. Wir sind mit Euch", schrieb der Mossad am Mittwoch in einer Botschaft auf Farsi. "Nicht nur aus der Entfernung oder mit Worten. Wir sind auch mit euch vor Ort," hieß es darin weiter.
Im Iran waren Schulen, Banken und öffentliche Einrichtungen am Mittwoch in weiten Teilen des Landes auf Anweisung der Behörden geschlossen geblieben. Begründet wurde dies damit, dass angesichts der Kälte Heizkosten gespart werden sollten. Die Wochenenden im Iran sind am Donnerstag und Freitag.
Der staatlichen Nachrichtenagentur Irna zufolge kündigten alle Universitäten in der Hauptstadt Teheran unter Hinweis auf Kälte für die kommende Woche Online-Unterricht an. Einen Zusammenhang zu den Protesten stellten die Behörden nicht her. In Teheran herrschen derzeit für die Jahreszeit übliche Temperaturen um den Gefrierpunkt.
Die durch jahrzehntelange westliche Sanktionen geschwächte iranische Wirtschaft steht unter dem Druck einer hohen Inflation, zudem wurden Ende September UN-Sanktionen im Zusammenhang mit dem Atomprogramm der Regierung wieder in Kraft gesetzt.
Das Ausmaß der Proteste erreichte bisher nicht jenes der Massendemonstrationen von 2022, die durch den Tod der jungen Kurdin Mahsa Amini in Polizeigewahrsam ausgelöst worden waren. Während der Proteste waren hunderte Menschen, darunter dutzende Sicherheitskräfte, getötet worden. Tausende Menschen wurden inhaftiert. Mehrere der Festgenommenen wurden hingerichtet.
P.Martin--AMWN