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Heftiger Wintersturm: Mehr als eine Million Haushalte in den USA ohne Strom
Ein heftiger Wintersturm hat in weiten Teilen der USA zu mehreren Todesfällen und zu Stromausfällen in mehr als einer Million Haushalten geführt. In mindestens 20 Bundesstaaten riefen die Behörden den Notstand aus, tausende Flüge wurden am Wochenende gestrichen. Der nationale Wetterdienst (NWS) warnte vor erheblichen Einschränkungen durch glatte Wege und Straßen. "Die Auswirkungen von Schnee und Schneeregen werden bis weit in die kommende Woche anhalten", hieß es.
Der Sturm bewegte sich am Sonntag vom Süden in den Nordosten der USA. Bundesstaaten von Texas über North Carolina sowie die Ostküstenstädte Washington und New York waren betroffen. Die Behörden riefen die Menschen dazu auf, zu Hause zu bleiben. In nördlichen Bundesstaaten wurde vor lebensbedrohlicher Kälte von bis zu Minus 45 Grad Celsius auch in den kommenden Tagen gewarnt.
In New York wurden nach Angaben von Bürgermeister Zohran Mamdani mindestens fünf Menschen tot auf der Straße gefunden. Die Todesursachen seien bislang nicht bekannt, die Fälle unterstrichen jedoch "die Gefahr extremer Kälte und die Verletzlichkeit vieler Bewohner, insbesondere obdachloser New Yorker", sagte Mamdani bei einer Pressekonferenz.
Im südlichen US-Bundesstaat Louisiana meldeten die Behörden ebenfalls zwei Todesopfer. Die zwei Männer seien infolge einer Unterkühlung durch den Sturm ums Leben gekommen.
Der Internetseite PowerOutage.com zufolge waren am Sonntagabend (Ortszeit) mehr als eine Million Haushalte vor allem im Süden der USA ohne Strom. Im Bundesstaat Tennessee waren es mehr als 330.000 Haushalte, in Mississippi mehr als 170.000, in Louisiana mehr als 140.000 und in Texas mehr als 90.000.
Der Wetterbehörde NWS zufolge könnten die Stromausfälle länger andauern. Sie warnte zudem vor großen Schäden an Bäumen und "sehr gefährlichen" Verkehrsbedingungen mit erheblichen Einschränkungen.
An mehreren großen Flughäfen wie in Washington, Philadelphia und New York wurden am Sonntag fast alle Flüge gestrichen. Der Internetseite Flightaware.com zufolge fielen landesweit fast 15.000 Flüge aus. Viele staatliche Behörden sollen am Montag geschlossen bleiben.
Der Sturm zieht seit Samstag über weite Teile der USA, Heimatschutzministerin Kristi Noem hatte im Vorfeld vor einem "historischen Wintersturm" gewarnt. Die Meteorologen gehen davon aus, dass mindestens 160 Millionen Menschen im ganzen Land von dem Sturm betroffen sein werden.
US-Präsident Donald Trump mahnte die Bürgerinnen und Bürger zu Vorsicht. "Bleiben Sie sicher und bleiben Sie warm", erklärte er in seinem Onlinedienst Truth Social. Der bekennende Klimaskeptiker nahm den Sturm zudem zum Anlass, erneut seine Zweifel an dem Klimawandel zu äußern: "Könnten die Klima-Aufrührer mit bitte erklären: Was ist mit der Erderwärmung passiert?"
Die extreme Wetterlage wird ausgelöst durch eine Verformung des Polarwirbels, dadurch gelangt kalte Luft von der Arktis nach Süden. Wissenschaftler gehen davon aus, dass das gehäufte Auftreten dieses Phänomens mit dem Klimawandel zusammenhängen könnte.
C.Garcia--AMWN