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Rechtsgerichtete Kandidatin Fernández gewinnt Präsidentschaftswahl in Costa Rica
In Costa Rica hat die rechtsgerichtete Ex-Ministerin Laura Fernández nach Auszählung fast aller Stimmen die Präsidentschaftswahl gewonnen. Laut den offiziellen Teilergebnissen aus 88 Prozent aller Wahlkreise kam Fernández auf knapp 49 Prozent der Stimmen, neun Prozent über dem für einen Wahlsieg in der ersten Runde benötigten Stimmanteil, wie die Wahlbehörde des zentralamerikanischen Landes am Sonntag (Ortszeit) mitteilte. Ihr stärkster Rivale, der moderat-konservative Ökonom Álvaro Ramos, erhielt 33 Prozent der Stimmen und räumte seine Niederlage ein.
In einem im Fernsehen übertragenen Telefonat mit dem scheidenden Präsidenten Rodrigo Chaves erklärte sich Fernandéz zur "gewählten Präsidentin". Auf einer Wahlparty ihrer Partei PPSO dankte Fernández ihrem Vorgänger und Mentor Chaves für sein Vertrauen. Sie werde nun "unermüdlich kämpfen", um sicherzustellen, dass Costa Rica "den Weg des Wirtschaftswachstums, der Freiheit und vor allem des Fortschritts" weitergehe.
Die 39-jährige Politologin Fernández war mit dem Versprechen zur Wahl angetreten, rigoros gegen die Drogenkriminalität im Land vorzugehen. Sie bezeichnete El Salvadors Präsident Nayib Bukele als ihr Vorbild, der mit eiserner Faust gegen kriminelle Banden vorgeht.
Der Präsident von El Salvador war auch der erste, der Fernández zum Wahlsieg gratulierte: "Ich habe soeben telefonisch der gewählten Präsidentin von Costa Rica, Laura Fernández, gratuliert", erklärte Bukele im Onlinedienst X, noch bevor alle Wahlkreise ausgezählt waren. "Ich wünsche ihr größtmöglichen Erfolg in ihrer Regierung und alles Gute für das geliebte Brudervolk Costa Ricas", fügte er hinzu.
Rund 3,7 Millionen Wahlberechtigte waren zur Stimmabgabe bei den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in Costa Rica aufgerufen gewesen.
Fernández trat für die konservative Partei PPSO des scheidenden Präsidenten Rodrigo Chaves an, der gemäß der Verfassung des zentralamerikanischen Landes nicht für eine zweite Amtszeit kandidieren durfte. Zu Fernández' Rivalen gehörten neben Ramos auch der linksgerichtete Politiker Ariel Robles.
Das 5,2-Millionen-Einwohner-Land in Zentralamerika genießt wegen seiner stabilen demokratischen Verhältnisse und seiner Naturschönheiten international einen guten Ruf und ist bei Touristen beliebt. Allerdings hat in Costa Rica die Gewaltkriminalität deutlich zugenommen, weshalb Fragen der Sicherheit bei den Wahlen eine zentrale Rolle spielten.
O.Karlsson--AMWN