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Lügenkonstrukt erschaffen und Kinder misshandelt: Fast vier Jahre Haft in Bremen
Das Landgericht Bremen hat einen 45-Jährigen wegen der Misshandlung von Kindern im Zusammenhang mit einem Lügenkonstrukt zu drei Jahren und zehn Monate Haft verurteilt. Schuldig gesprochen wurde er wegen der Misshandlung von Schutzbefohlenen, Freiheitsberaubung und gefährlicher Körperverletzung, wie ein Gerichtssprecher am Donnerstag mitteilte.
Die zuständige Kammer sah es als erwiesen an, dass der Mann zwischen 2013 und 2019 ein massives Lügengeflecht aufgebaut hatte, um seine Partnerin und deren Kinder, mit denen er zusammenlebte, vollständig zu kontrollieren und von der Außenwelt zu isolieren. Den Töchtern fügte er laut Anklage körperliches und seelisches Leid zu.
Er machte sie unter anderem glauben, die Drogenmafia sei hinter ihnen her. Zudem seien sie in einem Zeugenschutzprogramm. Später soll er sich ihnen gegenüber als Arzt ausgegeben haben. Die Töchter seiner Partnerin schloss er wiederholt über längere Zeiträume hinweg in ihren Zimmern ein und verbot ihnen Gespräche. Für die Notdurft stellte er einen Eimer hin.
Ihnen gegenüber gab er als Grund dafür an, dass sie an ansteckenden und tödlichen Krankheiten leiden würden. Um die vermeintlichen Erkrankungen zu therapieren, spritzte er einer Tochter eine Kochsalzlösung und ließ sie Medikamente nehmen. Seiner Partnerin zeigte er gefälschte Dokumente, laut denen sie einen Herzinfarkt erlitten habe und an Lungenkrebs leide. Auch ihr gab er Spritzen.
B.Finley--AMWN