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Tödlicher Unfall durch betrunkenen Autofahrer: Geldstrafe für Polizisten in Lübeck
Fast sechs Jahre nach einem von einen betrunkenen Autofahrer verursachten tödlichen Unfall sind zwei Polizisten in Schleswig-Holstein zu Geldstrafen verurteilt worden. Das Amtsgericht in Lübeck ging nach Angaben eines Sprechers vom Montag von einer Sorgfaltspflichtverletzung aus, weil sie den späteren Unfallverursacher nach einer Kontrolle nicht an der Weiterfahrt gehindert hatten. Unter anderem wegen fahrlässiger Tötung sollen sie deshalb 10.800 Euro beziehungsweise 14.400 Euro bezahlen.
Das Geschehen spielte sich laut Anklageschrift Anfang August 2020 auf der Autobahn 20 ab. Demnach kontrollierten die Autobahnpolizisten den Mann wegen einer unsicheren Fahrweise, leiteten aber keine Entnahme einer Blutprobe in die Wege und unterbanden auch nicht dessen Weiterfahrt. Sie ordneten stattdessen lediglich eine Ruhepause an.
Laut Anklage ignorierte der Autofahrer die Anweisung jedoch und fuhr nach dem Ende der Kontrolle weiter über die A20, wobei er bei Wismar in Mecklenburg-Vorpommern einen Unfall verursachte. Dabei starben zwei Menschen in einem anderen Auto, ein weiterer Mensch wurde verletzt.
Das Urteil des Amtsgerichts fiel am Freitag. Zum Prozessauftakt im April waren die beiden angeklagten Beamten 38 sowie 48 Jahre alt.
F.Dubois--AMWN