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Kopf von Darknetplattform Dreammarket gefasst - Millionenwerte beschlagnahmt
Nach jahrelangen Ermittlungen haben Fahnder in Deutschland einen mutmaßlichen führenden Kopf der bis 2019 aktiven illegalen Darknethandelsplattform Dreammarket gefasst. Der 49-Jährige sei am Donnerstag vergangener Woche von Beamten der Polizeidirektion Oldenburg in Niedersachsen festgenommen worden, teilten diese sowie die Staatsanwaltschaft im schleswig-holsteinischen Itzehoe am Mittwoch mit.
Vorausgegangen waren demnach Hinweise von US-Behörden. Diesen fiel auf, dass der Beschuldigte begann, Krytowährungsbestände zu verschieben und in Gold zu investieren. Nach Angaben der deutschen Ermittler soll er in den vergangenen Jahren versucht haben, Teile der illegalen Gewinne aus dem früheren Plattformbetrieb in dreistelliger Millionenhöhe "in den legalen Wirtschaftskreislauf zu überführen". Er sei als mutmaßlicher Administrator und Geldwäscher von Dreammarket identifiziert worden.
Laut Polizei und Staatsanwaltschaft war der illegale Darknetmarktplatz bis 2019 aktiv und diente illegalen Geschäften mit Drogen, Falschgeld sowie gestohlenen Daten. Verkäufer tätigten dort demnach hunderttausende Transaktionen. An den mehrjährigen Ermittlungen in dem Fall waren auch das Bundeskriminalamt und verschiedene US-Sicherheitsbehörden beteiligt.
Einsatzkräfte durchsuchten parallel zur Vollstreckung des Haftbefehls gegen den 49-Jährigen drei Objekte in Schleswig-Holstein und Hamburg. Nähere Angaben gab es nicht. Dabei seien unter anderem elfeinhalb Kilogramm Gold, 20.000 Euro in bar und "umfangreiche digitale Beweismittel" gefunden worden, hieß es. Zudem seien "Kryptowerte im Millionenbereich auf diversen Plattformen" beschlagnahmt worden.
P.Santos--AMWN