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Lockdowns in China belasten deutsche Maschinen- und Anlagenbauer schwer
Die strengen Corona-Lockdowns in China belasten die dort ansässigen deutschen Maschinen- und Anlagebauunternehmen schwer. Fast jedes zweite in China aktive Mitgliedsunternehmen musste seinen Betrieb aufgrund der Restriktionen bereits komplett einstellen, erklärte der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) am Dienstag. In 40 Prozent der betroffenen Unternehmen stand der Betrieb für länger als drei Wochen still. Die Erwartungen für 2022 sind gedämpft.
Von den insgesamt 850 in China ansässigen Mitgliedsunternehmen des VDMA stuften 28 Prozent die aktuelle Geschäftslage als schlecht ein, noch im Herbst war die Stimmung laut VDMA deutlich positiver gewesen. So klagten im Herbst 2021 insgesamt 55 Prozent der Unternehmen über Bremsfaktoren für die Produktion, aktuell sind es 87 Prozent. 98 Prozent der Unternehmen, die von Corona-Maßnahmen betroffen sind, berichten von Herausforderungen im Betrieb.
Die Wiederaufnahme der Produktion vor allem in Shanghai laufe "sehr schleppend", erklärte die Geschäftsführerin des VDMA in China, Claudia Barkowsky. Eine Beseitigung der Engpässe sei bislang nicht absehbar.
Dies spiegelte sich auch in der Auslastung der Unternehmen und in den Auftragsbüchern wider: 37 Prozent verzeichneten zuletzt eine Produktionsauslastung unterhalb des langjährigen Durchschnitts, im Herbst waren es noch 14 Prozent. Ein Drittel der Unternehmen berichtete zudem, dass der Auftragseingang geringer sei als in vergangenen Jahren.
Lediglich 24 Prozent der Unternehmen gingen zuletzt davon aus, dass sich die Geschäftslage im laufenden Jahr bessern wird. 29 Prozent rechneten hingegen mit einer Verschlechterung der Situation, 47 Prozent erwarteten zunächst keine Änderung der Lage.
Nachdem im vergangenen Jahr ein Wachstum der in China ansässigen Maschinen- und Anlagenbauer um 21 Prozent erreicht wurde, rechneten die Unternehmen in diesem Jahr mit einem Wachstum von lediglich drei Prozent. Noch im Herbst waren die Unternehmen von einem Plus von zehn Prozent ausgegangen.
"Die Aussichten für 2022 waren bereits im Herbst 2021 verhalten optimistisch, für chinesische Verhältnisse", erklärte Barkowsky. Damals seien Unternehmen noch davon ausgegangen, dass die chinesische Regierung Ausbrüche eindämmen und die Auswirkungen auf die Wirtschaft minimieren könne. "Danach sieht es nun nicht aus", erklärte Barkowsky weiter.
S.F.Warren--AMWN