-
Digitalisierung des Bundeswehr-Heeres verzögert sich und verteuert sich
-
Südafrikas Kommunalwahlen stehen im Zeichen kommunaler Versorgungskrisen
-
Trump signalisiert Kooperationsbereitschaft trotz demokratischer Mehrheit
-
Polizeieinsätze gegen linke Proteste lösen Debatte über staatliche Härte aus
-
Fünfzehn Jahre nach dem NSU bleiben Fragen zu Unterstützern offen
-
Spanischer Fußballer Jesús de Miguel stirbt nach Kollision
-
Hakeem Jeffries steht vor dem Aufstieg zum mächtigsten Demokraten im Kongress
-
Demokraten gewinnen in Texas Senatssitz und Gouverneursamt
-
Demokraten erobern bei US-Zwischenwahlen beide Kongresskammern
-
Abdul El-Sayed gewinnt Senatssitz in Michigan und schreibt Geschichte
-
Trump signalisiert nach Midterms Gesprächsbereitschaft mit den Demokraten
-
Die Pitch-Präsentationen und Keynote-Redner für Blue Magic Netherlands am 17. November stehen fest
-
Wer immer funktioniert, muss nicht noch besser werden
-
Letzte Funksprüche zeigen Kontrollverlust vor Learjet-Absturz in Florida
-
Der Begriff „migrantisches Milieu“ belebt die Stadtbild-Debatte neu
-
Europas digitale Finanzinfrastruktur soll unabhängiger und robuster werden
-
Raiffeisen Bank International muss den geplanten Addiko-Deal neu strukturieren
-
Dobrindts Äußerung über „Chaoten“ löst Kritik von Grünen und Linken aus
-
Mehr als 1000 Berliner SPD-Mitglieder wenden sich gegen Rot-Grün-Rot um jeden Preis
Baerbock bricht Auslandsreise nach positivem Corona-Test ab
Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) ist während eines Besuchs in Pakistan positiv auf das Coronavirus getestet worden und hat ihre Reise deshalb abgebrochen. Baerbock habe nach dem Mittagessen am Dienstag einen Schnelltest vorgenommen, nachdem sie einen Geschmacksverlust festgestellt habe, teilte ihr Ministerium auf Twitter mit. Alle weiteren Termine der Reise würden abgesagt. Die Grünen-Politikerin wollte ursprünglich am Mittwoch weiter nach Griechenland und in die Türkei reisen.
Es sei geplant, dass Baerbock mitsamt ihrer Delegation am Mittwoch zurück nach Deutschland reise, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes. Die Rückreise erfolge in demselben Flugzeug, mit dem die Delegation angereist sei. Durch die Beschaffenheit des Flugzeuges bestehe die Möglichkeit, dass Baerbock den "Flug vollständig in Isolation" verbringe.
Die Außenministerin habe sich konsequent getestet, betonte das Auswärtige Amt. Noch am Morgen sei ein Corona-Schnelltest bei ihr negativ ausgefallen. Nach dem Schnelltest am Mittag sei bei der Ministerin ein PCR-Test gemacht worden, dessen Ergebnis im Laufe des Abends erwartet wurden.
Baerbock war am Vormittag in Islamabad mit ihrem pakistanischen Kollegen Bilawal Bhutto Zardari zusammengekommen. Im Zentrum des Treffens stand die Lage in Afghanistan nach der Machtübernahme der radikalislamischen Taliban im vergangenen Jahr sowie die Versorgung afghanischer Flüchtlinge in Pakistan.
Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Zardari lobte Baerbock die Rolle Pakistans bei der Aufnahme von aus Afghanistan geflüchteten Menschen. Die Menschen in Pakistan hätten ein "großes Herz" bewiesen und schulterten "eine enorme Aufgabe", sagte die Außenministerin.
Pakistan sei überdies bisher der "engste Partner" Deutschlands, wenn es um die Ausreise von afghanischen Ortskräften der Bundeswehr und anderer deutscher Institutionen gehe, sagte Baerbock weiter. In den vergangenen Monaten seien mehr als 14.000 Menschen aus Afghanistan über Pakistan nach Deutschland ausgereist, um dort "ein neues Leben zu beginnen".
Scharfe Kritik übte Baerbock an der Taliban-Regierung in Kabul. Die Islamisten führten das Land "in den Niedergang", sagte sie. Leidtragende seien vor allem Frauen und Mädchen. "Wir werden die Menschen in Afghanistan nicht vergessen und sie nicht im Stich lassen", versicherte Baerbock.
Im Rahmen ihres zweitägigen Pakistan-Besuchs hatte Baerbock auch mit Premierminister Shehbaz Sharif zusammenkommen wollen. Auch in Griechenland und in der Türkei hatte sie Gespräche mit Regierungsmitgliedern sowie mit Vertretern der Zivilgesellschaften beider Länder führen wollen.
Die Corona-Pandemie hat bereits in der Vergangenheit Auslandsreisen führender deutscher Regierungsvertreter überschattet. Nach der Afrika-Reise von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) im Mai war es Umfeld des Kanzlers zu mehreren Corona-Fällen gekommen. Trotz der Fälle in seinem Umfeld und der "dringenden Empfehlung" des Robert-Koch-Instituts (RKI) für Kontaktpersonen von Corona-Infizierten, fünf Tage freiwillig Kontakte zu reduzieren, reiste Scholz nach der Afrika-Reise zum Weltwirtschaftsforum nach Davos sowie zum Katholikentag nach Stuttgart.
F.Dubois--AMWN