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Über Darknet gefälschte Ausweise verkauft: Festnahme und bundesweite Razzia
Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main hat einen mutmaßlichen Ausweisfälscher festnehmen lassen, der im Darknet totalgefälschte Ausweisdokumente mit frei wählbaren Personalien und Fotos verkauft haben soll. Der aus dem Landkreis Jerichower Land in Sachsen-Anhalt stammende 36-Jährige kam wegen des Verdachts der gewerbsmäßigen Urkundenfälschung in Untersuchungshaft, teilte die Ermittlungsbehörde mit. Demnach gingen zudem bei einer Razzia etwa 300 Bundespolizisten in sieben Bundesländern gegen neun mutmaßliche Kunden des Mannes vor.
Der mutmaßliche Dokumentenfälscher soll über mehrere Jahre auf der vergangenes Jahr abgeschalteten Plattform crimemarket im Darknet seine Geschäfte angeboten haben. Kunden konnten demnach für bis zu 550 Euro falsche Ausweise beziehen. Nach der Bezahlung versandte der Mann die Dokumente per Post.
Die falschen Dokumente werden den Ermittlern zufolge dafür genutzt, um mit Falschidentitäten Betrug zu begehen oder um Konten bei Banken zum Zweck der Geldwäsche zu eröffnen. Dem Festgenommenen werden mindestens fünfzig Fälschungen vorgeworfen.
D.Moore--AMWN