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Veruntreutes Vermögen von Filmstar Ursula Andress: Beschlagnahmung in Italien
In Italien haben Ermittler Immobilien, Grundstücke und andere Vermögenswerte im Gesamtwert von 20 Millionen Euro beschlagnahmt, die mit veruntreuten Geldern von Filmstar Ursula Andress gekauft worden sein sollen. Wie die italienische Finanzpolizei am Donnerstag mitteilte, hatte die 90-jährige Schweizerin in ihrer Heimat Anzeige erstattet, nachdem sie eine "fortschreitende und erhebliche Verringerung" ihres Vermögens bemerkt hatte. Andress verdächtigt ihren eigenen Vermögensverwalter.
Ermittler im Schweizer Kanton Waadt deckten den Angaben zufolge eine "systematische Veruntreuung finanzieller Mittel" der Schauspielerin auf. Durch mehrere undurchsichtige Transaktionen wurden demnach rund 18 Millionen Schweizer Franken (rund 20 Millionen Euro) aus ihrem Vermögen abgezweigt und nach Italien transferiert. Daher schalteten sich auch Staatsanwaltschaft und Polizei in Florenz in den Fall ein.
Die Ermittler stießen den Angaben zufolge auf elf Immobilien sowie 14 Grundstücke in San Casciano Val di Pesa bei Florenz, darunter auch Weinberge und Olivenhaine. Mit den veruntreuten Geldern wurden den Angaben zufolge auch Kunstwerke und andere Vermögenswerte gekauft. Der zustänige Ermittlungsrichter ordnete eine Beschlagnahmung der gesamten Vermögenswerte an. Einen Verdächtigen benannte er nicht.
Andress, die in der Schweiz geboren wurde, aber schon seit langem in der Nähe von Rom lebt, wurde 1962 als erstes Bond-Girl in "James Bond - 007 jagt Dr. No" an der Seite von Sean Connery weltberühmt. Am 19. März feierte sie ihren 90. Geburtstag. Über den Betrug durch ihren Vermögensverwalter sagte sie der Schweizer Zeitung "Blick": "Ich stehe noch immer unter Schock, man hat mich gezielt als Opfer ausgewählt."
H.E.Young--AMWN