-
Fährunglück vor Nordzypern: Tiefseedrohne soll bei Suche nach Vermissten helfen
-
Bundeskabinett will Einkommensteuerreform auf den Weg bringen
-
EU-Chefdiplomatin Kallas: "Hybride" Angriffe Russlands werden EU nicht abschrecken
-
Iranerinnen und Ungarin für Vaclav-Havel-Menschenrechtspreis nominiert
-
ADAC: Super E10 im August so teuer wie nie
-
Bayerische Juristin Angerer ist neue Präsidentin von Bundesgerichtshof
-
Klingbeil weist Kritik aus Reiches Wirtschaftsressort an Steuerreform zurück
-
Leverkusen macht Diaby-Rückkehr perfekt
-
Dänische Bauern protestieren gegen schärfere Düngeregeln
-
Großbritanniens Ex-Premier Starmer gibt Sitz im Parlament ab
-
Treffen in Kirgistan: Peseschkian dankt Putin für Russlands Haltung zu Iran-Krieg
-
EU-Minister beraten in Irland über Ukraine - Zwölf Tote bei Angriffen auf Kiew und Region
-
Nach Sechsfachmord von Stade: Mutmaßlicher Verkäufer von Waffe in Berlin gefasst
-
Céline Dions Biographin lobt Disziplin der Sängerin
-
Brandenburg: Schäden nach Angriff mit Detonation auf Umspannwerk in Jänschwalde
-
Tausend Jahre nach Tod von Otto dem Großen: Gebeine in Magdeburger Dom beigesetzt
-
Norwegens neuer König Haakon VIII. leistet im Parlament Eid auf die Verfassung
-
"Keine Überreaktionen": Wadephul kündigt maßvolle Reaktion auf Drohnenvorfall in Leipzig an
-
Äußerungen zu queeren Menschen: Gericht lässt Anklage gegen AfD-Abgeordnete teilweise zu
-
"Überraschend stark aufgehellt": Stimmung im Mittelstand deutlich verbessert
-
Norwegens neuer König Haakon VIII. legt vor Parlament Eid auf die Verfassung ab
-
HSV legt nach: Fanliebling Vieira und El Ouahdi kommen
-
Rekordverkauf perfekt: Ansah verlässt Union Berlin
-
Peseschkian: Iran wird Verpflichtungen aus Vereinbarung wieder erfüllen - wenn USA es tun
-
Nach zehn Monaten auf See: Crew der "USS Abraham Lincoln" geht in Thailand von Bord
-
Spannungen mit Hegseth: US-Verteidigungsstaatssekretär Driscoll reicht Rücktritt ein
-
Japans Regierung lockert Regelung für Überstunden - Harte Kritik von Gewerkschaften
-
Letzte Verteidigungswelle: Neue Anklage gegen jugendliche Rechtsextremisten
-
Berichte: Bundesregierung vermutet Russland hinter Drohnenvorfall von Leipzig
-
Umwelthilfe: Politikerinnen und Politiker nutzen wieder stärker Verbrenner-Autos
-
Gedenkort nach CSD-Anschlag: Regenbogenbank in Berliner Tiergarten zerstört
-
EU setzt Fleischimporte aus Brasilien wegen Antibiotika-Regeln aus
-
Frankreich: Politiker würdigen verstorbenen früheren Premierministers Balladur
-
Erneut 22 Männer nach Afghanistan abgeschoben
-
Hoffnung für das DBB-Team: Nyara Sabally im Training
-
Privates Bahn-Unternehmen Velvet erhält Lizenz in Frankreich
-
Preise für Werbung: US-Behörde und 22 Bundesstaaten klagen gegen Amazon
-
Umfrage nach Tod von Harald V.: Rückhalt für Monarchie in Norwegen gewachsen
-
In Frankreich werden Abgaben für Wegwerfmode von Onlinehändlern fällig
-
HSV holt El Ouahdi aus Genk
-
Mann in Mönchengladbach soll Schwägerin getötet haben - Ehefrau in Lebensgefahr
-
Bundesregierung will Einkommensteuerreform am Mittwoch beschließen
-
Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Großes Interesse an Briefwahl
-
Leipzig verpflichtet Stürmer Guiu
-
Fast-Fashion-Händler Shein legt schwaches Börsendebüt in Hongkong hin
-
30 Jahre nach der Tat: Ex-Gang-Boss wegen Mordes an US-Rapper Tupac Shakur schuldig gesprochen
-
Verkauf des Berliner Luxushotels Adlon vorerst geplatzt - Neuer Versuch angestrebt
-
Mieterbund: Steigende Wohnkosten belasten Mehrheit der Mieter
-
Bayern mit Urbig - Musiala vor Comeback
-
Pro Asyl kritisiert Einreisevisa für Taliban - besorgte Äußerungen auch aus SPD
Teheran und Riad sprechen über Wiedereröffnung saudiarabischer Botschaften im Iran
Saudi-Arabien und der Iran haben nach sieben Jahren diplomatischer Eiszeit die Normalisierung ihrer Beziehungen weiter vorangetrieben. Eine saudiarabische Delegation führt seit Samstag Gespräche im Iran über die Wiedereröffnung der dortigen diplomatischen Vertretungen des Königreichs. Teheran kündigte seinerseits Delegationsbesuche in den kommenden Tagen in Saudi-Arabien an. Außerdem traf eine saudiarabische Delegation im Jemen zu Friedensverhandlungen mit der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz ein.
Die Regionalmächte Saudi-Arabien und der Iran rivalisieren seit Jahren um Einfluss im Nahen Osten. Einer der wichtigsten Schauplätze dieses Ringens ist der Bürgerkrieg im Jemen, in dem die schiitischen Huthi-Rebellen mit iranischer Rückendeckung gegen Truppen des ins Exil geflüchteten sunnitischen Präsidenten Abd Rabbo Mansur kämpfen. Riad wiederum führt eine Militärkoalition mit den Vereinigten Arabischen Emiraten an, welche die Regierung im Jemen stützt.
In der jemenitischen Hauptstadt Sanaa traf nun eine saudiarabische Delegation ein, "um über Fortschritte bei der Schaffung von Frieden im Jemen zu sprechen", wie ein jemenitischer Diplomat in der Golfregion sagte. Dies wurde von einem zweiten Diplomaten bestätigt. Huthi-Medien zeigten Aufnahmen davon, wie der politische Anführer der Gruppierung, Mehdi Maschat, saudiarabische Vertreter traf und dem Botschafter des Königsreich im Jemen, Mohammed al-Dschaber, die Hand schüttelte.
Auch eine Delegation aus dem Oman traf am Samstag im Jemen ein, wie eine Quelle am Flughafen der Hauptstadt Sanaa mitteilte. Dabei ging es um einen neuen Waffenstillstand. Der Oman hat sich einen Ruf als diskreter Vermittler bei Konflikten am Golf erworben, in die oft der Iran verwickelt ist.
Im vergangenen Jahr hatten sich die Konfliktparteien im Jemen auf einen sechsmonatigen Waffenstillstand geeinigt. Die Vereinbarung lief aber Anfang Oktober aus und wurde nicht verlängert. Dennoch wird sie weitestgehend eingehalten.
Bewohner Sanaas sprachen gegenüber der Nachrichtenagentur AFP am Sonntag von ihrer Hoffnung auf einen größeren Durchbruch, der über eine Einigung der Huthi-Miliz mit Saudi-Arabien hinausginge und die vielen tief gespaltenen religiösen, regionalen und politischen Gruppierungen im Land befrieden könnte. "Wir wollen, dass der Krieg endet. Wir sind müde", sagte der 23-jährige Ali Hussein.
Der Iran und Saudi-Arabien ringen um Einfluss nicht nur im Jemen, sondern auch in Syrien, im Libanon und im Irak. Vor knapp einem Monat schlossen die beiden Regionalmächte dann aber zusammen mit China ein Abkommen, das auf die Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Teheran und Riad abzielt.
Diese Beziehungen waren sieben Jahre lang ausgesetzt, nachdem Demonstranten im Iran diplomatische Vertretungen Saudi-Arabiens nach der Hinrichtung eines schiitischen Klerikers in Riad angegriffen hatten. Das dann am 10. März durch Vermittlung Chinas zustande gekommene Abkommen sieht neben der Wiederaufnahme der Beziehungen auch vor, dass beide Länder ihre wirtschaftlichen Verbindungen wiederbeleben.
Am vergangenen Donnerstag führten die Außenminister beider Länder Gespräche in Peking. Am Samstag traf dann nach Angaben der saudiarabischen Nachrichtenagentur SPA eine "technische Delegation" des Königreichs zu einem mehrtägigen Besuch im Iran ein. In Teheran sprach die Delegation demnach mit dem Protokollchef des iranischen Außenministeriums. Dabei sei es um die Wiedereröffnung der Botschaft und von Konsulaten gegangen. Der Protokollchef habe der Delegation jegliche Unterstützung zugesagt.
Der iranische Vize-Außenminister Aliresa Enjati kündigte seinerseits am Sonntag im staatlichen Fernsehen seines Landes an, dass bis Freitag zwei iranische Delegationen nach Saudi-Arabien reisen würden, eine davon in die Hauptstadt Riad und die andere nach Dschiddah. Dabei solle die Wiedereröffnung diplomatischer Vertretungen in dem Königreich vorbereitet werden.
Die Annäherung zwischen dem mehrheitlich sunnitisch-muslimischen Saudi-Arabien, dem größten Ölexporteur der Welt, und dem mehrheitlich schiitischen Iran, der wegen seines Atomprogramms vom Westen sanktioniert wird, hat das Potenzial, die Kräfteverhältnisse in einer seit Jahrzehnten von Gewalt und Unruhen geprägten Region umzugestalten.
Das Abkommen war auch ein diplomatischer Erfolg für den chinesischen Präsidenten Xi Jinping, der eine stärkere globale politische Rolle seines Landes anstrebt. Die Vereinbarung stieß international auf weitgehend positive Reaktionen. Chinas Erfolg bei der Vermittlung zwischen dem Iran und Saudi-Arabien stellt allerdings die Rolle der USA als traditioneller Vermittler im Nahen Osten in Frage.
O.Norris--AMWN