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US-Präsident Biden in London eingetroffen
US-Präsident Joe Biden ist am Sonntagabend in der britischen Hauptstadt London eingetroffen. Die Maschine des Präsidenten landete am Flughafen Stansted. Zuvor hatte er mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan telefoniert, mit dem er nach Angaben des türkischen Präsidialamts am Rande des Nato-Gipfels in Vilnius sprechen will.
Die Gespräche würden sich auf die "Position der Ukraine in der Nato, die Nato-Mitgliedschaft Schwedens und die Lieferung von F-16"-Kampfjets konzentrieren, teilte Erdogans Büro mit. Laut Weißem Haus betonte Biden bei dem Telefonat seinen Wunsch, dass Schweden "so bald wie möglich" in die Nato aufgenommen wird.
In einem am Sonntag ausgestrahlten Interview mit CNN hatte Biden bekräftigt, dass Schweden Teil der Nato werden solle. Um die Türkei zu überzeugen, die den Antrag aus Stockholm derzeit blockiert, schlug er vor, Ankara und Athen mit neuen oder verbesserten Kampfflugzeugen aus US-Produktion zu beliefern.
Erdogan erklärte, es sei "nicht korrekt", den Wunsch der Türkei, US-Kampfflugzeuge zu erwerben, mit Schwedens Beitrittsbemühungen in Verbindung zu bringen. Biden hatte die beiden Themen auch in dem Telefonat mit Erdogan am Sonntag verknüpft, wie das Büro des türkischen Präsidenten mitteilte.
Den Antrag aus Stockholm blockiert die Türkei, weil sie Schweden vorwirft, ein Zufluchtsort für "Terroristen" zu sein, womit vor allem Mitglieder der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) gemeint sind.
Am Montag trifft Biden auf Schloss Windsor König Charles III. und in London den britischen Premier Rishi Sunak. Von Großbritannien aus wird Biden zu dem zweitägigen Nato-Gipfel in der litauischen Hauptstadt Vilnius weiterreisen. Zentrales Thema des Gipfeltreffens am Dienstag und Mittwoch ist der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine.
Letzte Station von Bidens Reise ist die finnische Hauptstadt Helsinki, wo am Donnerstag ein Gipfeltreffen mit den Staats- und Regierungschefs der nordischen Länder geplant ist. Finnland ist seit April Mitglied der Nato.
J.Oliveira--AMWN