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Sohn von Präsident Berdymuchamedow soll Vater bei Wahl in Turkmenistan beerben
Im autokratisch regierten Turkmenistan ist am Samstag ein neuer Präsident gewählt worden. Am Ausgang der Wahl gab es kaum Zweifel: Das Präsidentenamt in dem zentralasiatischen Land soll von Amtsinhaber Gurbanguly Berdymuchamedow auf dessen Sohn übergehen.
Serdar Berdymuchamedow ist einer von insgesamt neun Kandidaten für die Nachfolge seines seit 2006 mit harter Hand regierenden Vaters - und dürfte mit Sicherheit gewählt werden. Der 40-jährige Präsidentensohn amtiert bisher als Vize-Ministerpräsident.
Die Wahllokale öffneten am Samstag um 07.00 Uhr (03.00 MEZ) und sollten zwölf Stunden später schließen. Präsident Berdymuchamedow hatte vor einem Monat angekündigt, sich vom Präsidentenamt zurückzuziehen. Er habe diese "schwierige Entscheidung" aufgrund seines Alters getroffen. Es sei an der Zeit für "junge Führungsfiguren" an der Spitze des Landes. In der Politik will Berdymuchamedow aber offenbar bleiben. Er strebt den Vorsitz der oberen Parlamentskammer an.
Das turkmenische Staatssystem gilt als eines der repressivsten der Welt. Über die politischen Entscheidungsprozesse ist nur wenig bekannt. Wahlen in der ehemaligen Sowjetrepublik verlaufen nach Einschätzung von Beobachtern weder frei noch fair. Seit der Amtsübernahme von Gurbanguly Berdymuchamedow hat es nie einen ernstzunehmenden Oppositionskandidaten gegeben.
P.M.Smith--AMWN