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Emir von Katar: Westliche Unterstützer geben Israel "freie Lizenz zum Töten"
Der Emir von Katar hat Unterstützern von Israel vorgeworfen, dem Land im Krieg mit der Hamas eine "freie Lizenz zum Töten" zu geben. "Es ist unhaltbar, dass Israel bedingungsloses grünes Licht und eine freie Lizenz zum Töten erhält", sagte Scheich Tamim bin Hamad Al-Thani am Dienstag bei einer Sitzung des die Regierung beratenden Schura-Rats. "Wir sagen genug ist genug", fügte er hinzu.
Führende westliche Staaten, darunter die USA, Deutschland, Frankreich und Großbritannien, hatten Israel nach dem Großangriff der Hamas ihre Unterstützung zugesichert und wiederholt dessen Recht auf Selbstverteidigung bekräftigt.
Katar ist sowohl Verbündeter der USA und wichtiger Handelspartner zahlreicher westlicher Staaten, bietet jedoch auch hochrangigen Vertretern der radikalislamischen Hamas einen Wohnsitz. Das Emirat gilt als Vermittler im Nahostkonflikt und nahm zuletzt bei der Verhandlung um die Freilassung von Hamas-Geiseln eine Schlüsselrolle ein.
"Es sollte in unserer Zeit nicht erlaubt sein, das Abschalten von Wasser und die Verhinderung der Lieferung von Medikamenten und Nahrungsmitteln als Waffen gegen eine ganze Bevölkerung einzusetzen", sagte der Emir mit Blick auf die israelische Blockade des Gazastreifens. Katar fordere eine "ernsthafte regionale und internationale Haltung" gegenüber der gefährlichen Eskalation, welche "die Sicherheit der Region und der Welt bedroht".
Die Hamas hatte am 7. Oktober einen Großangriff auf Israel gestartet, bei dem nach israelischen Angaben etwa 1400 Menschen getötet und mehr als 220 Menschen als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt wurden. Vier Geiseln wurden mittlerweile unter anderem nach einer Vermittlung durch Katar und Ägypten freigelassen.
Als Reaktion auf den Großangriff riegelte Israel den Gazastreifen ab und startete massive Luftangriffe. Seit Beginn der israelischen Angriffe wurden nach Hamas-Angaben, die von AFP nicht unabhängig überprüft werden konnten, im Gazastreifen mehr als 5700 Menschen getötet.
P.Silva--AMWN