-
Reservekraftwerk-Ausschreibung stärkt Marktposition von RWE und LEAG
-
Ermittler durchsuchen Vorstandsbüros der National-Bank
-
Merz sagt Selenskyj weitere Ukraine-Hilfe und europäischen Gipfel zu
-
Trump kündigt Ende des milliardenschweren Israel-Hilfsprogramms an
-
Russischer Angriff auf Dorf in Saporischschja fordert mindestens 33 Tote
-
TAP erhält neue Autonomie: Lufthansa-Deal und Regierungsdekret
-
Trump will jährliche US-Militärhilfe für Israel bis Jahresende beenden
-
Polizeigewerkschaft warnt vor Folgen einer AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt
-
Digitalisierung des Bundeswehr-Heeres verzögert sich und verteuert sich
-
Südafrikas Kommunalwahlen stehen im Zeichen kommunaler Versorgungskrisen
-
Trump signalisiert Kooperationsbereitschaft trotz demokratischer Mehrheit
-
Polizeieinsätze gegen linke Proteste lösen Debatte über staatliche Härte aus
-
Fünfzehn Jahre nach dem NSU bleiben Fragen zu Unterstützern offen
-
Spanischer Fußballer Jesús de Miguel stirbt nach Kollision
-
Hakeem Jeffries steht vor dem Aufstieg zum mächtigsten Demokraten im Kongress
-
Demokraten gewinnen in Texas Senatssitz und Gouverneursamt
-
Demokraten erobern bei US-Zwischenwahlen beide Kongresskammern
-
Abdul El-Sayed gewinnt Senatssitz in Michigan und schreibt Geschichte
-
Trump signalisiert nach Midterms Gesprächsbereitschaft mit den Demokraten
-
Die Pitch-Präsentationen und Keynote-Redner für Blue Magic Netherlands am 17. November stehen fest
-
Wer immer funktioniert, muss nicht noch besser werden
Bündnis: 22 Kliniken in diesem Jahr geschlossen - viele weitere akut bedroht
In Deutschland haben in diesem Jahr einer aktuellen Erhebung zufolge 22 Krankenhäuser aus wirtschaftlichen Gründen schließen müssen. Knapp hundert weitere seien derzeit akut von Schließungen bedroht, teilte das Bündnis Klinikrettung am Dienstag mit. Am stärksten von Schließungen betroffen sind demnach Häuser im ländlichen Raum. Die meisten Schließungen gebe es in Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.
Das Bündnis, dem eine Reihe regionaler Initiativen angehört, fürchtet eine medizinische Unterversorgung auf dem Land. Die Schließungen bedrohten Menschenleben und schwächten Kommunen, sagte Jorinde Schulz von der Gruppe "Gemeingut in BürgerInnenhand". "Der Krankenhauskahlschlag grassiert". Dies sei eine Folge der Privatisierung des Systems. Einige Krankenhäuser machten "jährlich Milliardengewinne", die Grundversorgung aber werde "zusammengespart", kritisierte Schulz.
Seit 2020 gab es nach Angaben des Bündnisses 66 Krankenhausschließungen, wovon 5400 Beschäftige betroffen gewesen seien. Gründe seien unter anderem eine "öffentliche Unter- und Fehlfinanzierung", die große und hochspezialisierte Privatkliniken bevorteile.
Durch die umstrittene Fallpauschale, nach der Krankenhäuser medizinische Leistungen pauschal nach einem festgelegten Schlüssel abrechnen, könnten sich diese auf profitable Branchen wie die Orthopädie oder Kardiologie konzentrieren. Kleinere Häuser im ländlichen Raum dagegen müssten die weniger lukrative Grund- und Notfallversorgung gewährleisten und würden so systematisch schlechter gestellt.
Das Bündnis fordert unter anderem ein Ende der Fallpauschale, ebenso ein Renditeverbot für Krankenhäuser. Schließungsbedrohte Häuser müssten von sofortigen finanziellen Hilfen profitieren, um eine "Wiederherstellung einer flächendeckenden stationären Notfallversorgung" zu erreichen. Sonst werde "das Kliniksterben weitergehen", mahnte das Bündnis Klinikrettung.
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte im Sommer bereits angekündigt, die Fallpauschale im Rahmen einer Krankenhausreform einschränken zu wollen.
Insgesamt gibt es in Deutschland nach Zählung des Bündnisses 1893 Krankenhäuser - 21 Prozent weniger als noch vor 30 Jahren. Die Zahl der Betten sank demnach im selben Zeitraum um knapp 30 Prozent. Die Anzahl der Patienten dagegen stieg leicht auf heute jährlich 16,8 Millionen.
O.M.Souza--AMWN