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Nach zweieinhalb Jahren: Endgültiges Ergebnis der Bundestagswahl 2021 liegt vor
Knapp zweieinhalb Jahre nach der Bundestagswahl 2021 liegt ein endgültiges Ergebnis vor. Der Bundeswahlausschuss stellte das Ergebnis am Freitag abschließend fest, wie Bundeswahlleiterin Ruth Brand mitteilte. In dem Endergebnis sind auch die Stimmen der Wiederholungswahl in Teilen Berlins im Februar 2024 berücksichtigt. Die Prozentwerte im endgültigen Ergebnis entsprechen genau dem vorläufigen amtlichen Endergebnis, das Brand direkt nach der Teilwiederholung bekanntgab. Lediglich die Zahl der gültigen Zweitstimmen liegt nun um 49 höher.
Die SPD blieb nach Zweitstimmenanteil mit unverändert 25,7 Prozent bundesweit stärkste Kraft. Die CDU konnte sich im Vergleich zum Ergebnis nach der Bundestagswahl im September 2021 um 0,1 Punkte auf 19 Prozent verbessern und kommt mit der CSU zusammen auf 24,2 Prozent der gültigen Zweitstimmen. Das Ergebnis von Grünen und FDP verringerte sich um 0,1 Punkte auf 14,7 beziehungsweise 11,4 Prozent. Die AfD gewann 0,1 Punkte auf 10,4 Prozent.
Die Linke blieb bei 4,9 Prozent und scheitert damit weiter an der Fünf-Prozent-Hürde. Wegen der sogenannten Grundmandatsklausel bleiben ihre Abgeordneten dank drei Direktmandaten aber im Bundestag vertreten - ebenso wie die inzwischen abgespaltenen Mitglieder aus dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW).
Wegen des leicht schwächeren Ergebnisses durch die Teilwiederholung in Berlin verlor die FDP ein Mandat im Bundestag. Sie hat nach dem endgültigen Ergebnis nur noch 91 statt 92 Sitze. Betroffen ist der Berliner Abgeordnete Lars Lindemann. Der Bundestag hat damit nur noch 735 Abgeordnete - einen weniger als bisher. Die Mehrheitsverhältnisse im Bundestag haben sich dadurch aber nicht geändert.
SPD, Grüne und Linke verlieren je einen Sitz aus Berlin, gewinnen aber jeweils einen aus anderen Bundesländern hinzu - die SPD aus Niedersachsen, die Grünen aus Nordrhein-Westfalen und die Linkspartei aus Hessen.
An der Bundestagswahl 2021 nahmen dem endgültigen Ergebnis zufolge 46,71 Millionen Bürgerinnen und Bürger teil. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 76,4 Prozent. Durch die Berliner Teilwiederholung mit einer geringeren Beteiligung sank der Wert um 0,2 Prozentpunkte gegenüber dem ursprünglichen Wert aus dem September 2021. Im Vergleich zur Bundestagswahl 2017 ist das aber immer noch ein Anstieg von 0,2 Prozentpunkten.
Wegen erheblicher Pannen bei der Bundestagswahl 2021 musste in rund einem Fünftel der Berliner Wahlbezirke neu gewählt worden. In diesem Bezirken legte die CDU um 6,9 Prozentpunkte zu, die AfD um 5,6 Prozent. Die Linke verbesserte sich um 0,7 Prozentpunkte, die Grünen um 0,5 Punkte. Umgekehrt stürzte die SPD um 7,8 Prozentpunkte ab, die FDP um 5,7 Punkte.
L.Davis--AMWN