-
Steigende Opferzahl und verzweifelte Suche nach Überlebenden nach Beben in Kolumbien
-
Grüne fordern Hitzegipfel der Regierung und klarere Zuständigkeiten
-
"Inakzeptabel": Japan protestiert gegen Putins Besuch auf den Kurilen
-
Niedrigwasser: Binnenschiffer fordern Geld für neue Schiffe und tiefere Fahrrinnen
-
AfD in Mecklenburg laut Umfrage weiter vorne - SPD auf Platz zwei
-
Mangel an Pflegeplätzen: Verband fordert "pflegepolitische Wende"
-
Schwimm-EM: Gose auch über 1500 m auf Medaillenkurs
-
Eurovision Song Contest 2027 findet in bulgarischer Küstenstadt Burgas statt
-
Israelische Siedler belagern Palästinenser - US-Botschafter spricht von "Terrortat"
-
Britisches Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal etwas verlangsamt
-
"Spiegel": Haftbefehl gegen AfD-Politiker Krah wegen Rechtsstreits mit Böhmermann
-
Merz ruft 65 Jahre nach Mauerbau zu Einsatz für Demokratie auf
-
Japan protestiert gegen Putins Besuch auf den Kurilen
-
Ausgetrocknete Wasserstellen: Hitze wird auch für Wildtiere zur Gefahr
-
Weiterhin Wald- und Flächenbrände: Zug nahe Düsseldorf mit 150 Reisenden evakuiert
-
Schlüsselfertige Immobilie gesucht: Bundesbank beginnt Vergabeverfahren für Zentrale
-
Mann muss nach Brandanschlag auf Berliner Kältebus in Psychiatrie
-
Vor Landtagswahlen im Osten: Streit in BSW um Umgang mit AfD verschärft sich
-
Märtens kritisiert TV-Übertragung: "Absolute Schande"
-
US-Botschafter in Israel wirft israelischen Siedlern "Terrortat" gegen Palästinenser vor
-
Bulgarien: 71. Eurovision Song Contest findet in Küstenstadt Burgas statt
-
Autobahn bei Mannheim wird wegen ausgebrochener Schafherde gesperrt
-
Niedrigwasser: Rumänien beginnt Abschaltung von Atomkraftwerk
-
Deutsche Bahn bietet Service-Mitarbeitenden an Bahnhöfen Ausrüstung mit Bodycams an
-
Klöckner weist zu Jahrestag des Mauerbaus auf Spaltungen zwischen Ost und West hin
-
Sonnenfinsternis legt Verkehr in Bremen lahm: Polizei erfasst rund hundert Verstöße
-
Jahrestag der Machtübernahme der Taliban: Amnesty fordert Ende von Abschiebungen
-
Weltmeisterkollege für Zidane: Barthez neuer Torwarttrainer
-
Sambier wählen neuen Präsidenten - Amtsinhaber Hichilema gilt als Favorit
-
Barcala plant baldige Rückkehr von Oberdorf
-
Studie: Lohnstückkosten steigen in Deutschland vor allem wegen schwacher Produktivität
-
Neuer Höchststand 2025: Jugendämter melden zehn Prozent mehr Kindeswohlgefährdungen
-
RKI: Zahl der Hitzetoten in Deutschland nochmals gestiegen
-
"Spiegel": Haftbefehl gegen AfD-Politiker Krah wegen Satiriker Böhmermann
-
Putin besucht umstrittene Kurilen-Inseln - Heftige Kritik von Japan
-
WTA: Swiatek fordert Rybakina im Finale von Toronto
-
Wenig Essen und verschimmelte Duschen: Aufklärung zu US-Flugzeugträger gefordert
-
US-Duell: Shelton und Nakashima im Finale von Montreal
-
Nach Tod des Vaters: Messi mit emotionalem Comeback für Miami
-
Selenskyj: Ukraine braucht mindestens fünf Prozent der US-Patriot-Raketen
-
"Abgehakt": Varfolomeev startet "erleichtert" in zweiten WM-Tag
-
Liebmann gewinnt Gold - und sieht "noch Potenzial"
-
Kobel über El Mala: "Qualitäten, die ich gerne im Team habe"
-
"Sind immer hungrig": PSG bleibt auf der Erfolgswelle
-
Erster Prozess vor US-Bundesgericht gegen Meta wegen Social-Media-Sucht
-
Studie: Mehrheit in Deutschland ist weiter für konsequenten Klimaschutz
-
Erste Dialogrunde: Regierung und Opposition in Venezuela vereinbaren Justizreform
-
65 Jahre Mauerbau: Opferbeauftragte warnt vor Verklärung der DDR
-
Rechtspopulist Farage bei Nachwahl in Großbritannien Favorit gegen Spaßkandidaten
-
Sambier wählen neuen Präsidenten
Innenminister wollen nach Angriff auf SPD-Politiker Ecke schärfe Gesetze prüfen
Die Innenminister von Bund und Ländern haben sich nach dem Angriff auf den sächsischen SPD-Europapolitiker Matthias Ecke für eine schnelle Reaktion der Justiz und die Prüfung von Strafrechtsverschärfungen ausgesprochen. Angriffe auf Amtsträger oder Wahlkämpfer gefährdeten die Demokratie, sagte der Vorsitzende der Innenministerkonferenz (IMK), der brandenburgische Ressortchef Michael Stübgen (CDU), am Dienstag. Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) forderte "ein ganz deutliches Stopp-Signal".
Die Innenministerkonferenz sehe mit Blick auf die besondere Qualität von Angriffen auf politisch aktive Menschen den Bedarf, das Strafgesetzbuch zu überprüfen, sagte Stübgen in Potsdam nach einer Videoschaltkonferenz der Innenminister. Die Bestimmungen im Bereich von Nötigung und Körperverletzung deckten "die Besonderheiten" von Übergriffen auf Amtsträger und Politiker nicht hinreichend ab.
Die Innenminister forderten in ihrem Beschluss die Justizministerkonferenz auf, "zeitnah" hier mögliche Verschärfungen zu prüfen. Dies gilt für die Frage, ob die bewusste Verbreitung von Desinformation mit dem Ziel der Wahlbeeinflussung oder Gewalteskalation strafwürdiges Unrecht darstelle.
An Faeser richteten sie die Bitte, sich in der Bundesregierung dafür einzusetzen, eine bereits vorliegende Bundesratsinitiative für den besseren strafrechtlichen Schutz gemeinnütziger Tätigkeit aufzugreifen. Dadurch sollen Übergriffe auf politisch engagierte Menschen stärker bestraft werden.
Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) betonte, es handele sich um ein gesamtgesellschaftliches Problem. Es gebe eine höhere Aggressivität und eine niedrigere Hemmschwelle bei Gewalt. Dies sei "keine Entwicklung, die vom Himmel gefallen ist", sagte er. Denn die Verächtlichmachung und Diffamierung von Politikern in sozialen Medien nehme seit Jahren zu. Nötig sei hier "ein Wendepunkt".
Mit Blick auf Strafverschärfungen betonte der Hamburger Innensenator, diese Debatte habe bei der Konferenz nicht so breiten Raum eingenommen. Es solle aber bis zur Innenministerkonferenz im Juni geprüft werden, ob das Schutzniveau nochmals erhöht werden sollte, sagte Grote.
Bundesinnenministerin Faeser sieht gleichfalls die Justiz gefordert. Täter müssten durch schnelle Verfahren "die volle Härte des Rechtsstaates" spüren, sagte sie. Wenn Strafverschärfungen nötig seien, werde sie schnell mit Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) darüber sprechen. Bereits geplant sei eine Änderung des Melderechts, damit Adressen von Kommunalpolitikern nicht mehr öffentlich zugänglich seien.
Faeser plädierte zugleich für "noch mehr sichtbare Polizeipräsenz". Sie betonte aber auch, die Polizei könne "nicht überall gleichzeitig sein", um mögliche Übergriffe zu verhindern. Zur Unterstützung der Länder sagte sie zu, deren Polizeien durch die Bundespolizei an anderer Stelle zu entlasten - etwa bei Einsätzen bei Demonstrationen oder Fußballspielen.
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sagte nach der Konferenz, die Innenminister wollten bei ihrem nächsten Treffen in fünf Wochen nach der Europawahl am 9. Juni nochmals ihre Erfahrungen aus dem Wahlkampf austauschen. Dann solle mit Blick auf die drei Landtagswahlen im Herbst in Ostdeutschland überlegt werden, ob weitere Maßnahmen nötig seien.
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) begrüßte den zeitnah verabschiedeten Maßnahmenkatalog der IMK. Es sei "gut, dass die Politikerinnen und Politiker dabei erkennen, dass die Polizei nicht alles allein richten kann und es sich ganz klar um eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe handelt", erklärte der GdP-Bundesvorsitzende Jochen Kopelke.
Ecke, der sächsischer SPD-Spitzenkandidat für die Europawahl ist, war am Freitagabend in Dresden niedergeschlagen und schwer verletzt worden. Zuvor soll die verantwortliche Gruppe einen 28-Jährigen angegriffen haben, der für die Grünen Wahlplakate anbrachte. Der Angriff auf Ecke sorgte für Empörung, löste aber zugleich eine Welle der Solidarität aus. Seither läuft auch eine Debatte über mögliche Schutz- und Gegenmaßnahmen.
P.Santos--AMWN