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Ex-Parlamentschef Laridschani will bei Präsidentenwahl im Iran antreten
Bei der vorgezogenen Präsidentenwahl im Iran will der ehemalige Parlamentspräsident Ali Laridschani antreten. Im Staatsfernsehen war zu sehen, wie der 66-Jährige am Freitagmorgen seine Bewerbung abgab. Die Präsidentenwahl war ursprünglich für 2025 geplant, findet nach dem Tod von Ebrahim Raisi bei einem Hubschrauberabsturz am 19. Mai nun aber am 28. Juni statt.
Sollte er gewählt werden, würde er die Abschaffung der US-Sanktionen gegen den Iran und die Verbesserung der wirtschaftlichen Lage zu seinen Prioritäten machen, sagte Laridschani vor Journalisten.
Der aus einer einflussreichen Familie stammende Laridschani war von 2008 bis 2020 Parlamentspräsident. Er ist für eher moderate Haltungen, insbesondere in der Außenpolitik, bekannt. 2005 wurde er mit den Atomverhandlungen mit dem Westen betraut. Aufgrund "schwerer Differenzen" mit dem populistischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad trat er nach zwei Jahren als Chefunterhändler zurück.
Das 2015 geschlossene Atomabkommen wurde schließlich 2018 von der damaligen US-Regierung unter Donald Trump aufgekündigt. Washington führte daraufhin auch seine Sanktionen gegen Teheran wieder ein. Alle Versuche, die Verhandlungen über das Abkommen wieder aufzunehmen, scheiterten bisher.
Laridschani muss wie alle Kandidaten vom Wächterrat bestätigt werden. Eine Entscheidung soll bis 11. Juni gefällt werden. Bei der Wahl 2021, aus der Raisi als Gewinner hervorging, war Laridschani wie viele weitere Bewerber nicht zugelassen worden.
P.Stevenson--AMWN