-
Meghan gibt Teilnahme an beliebter australischer Koch-Show bekannt
-
Barmer: Notfallbehandlungen in jeder zehnten Klinik binnen zehn Jahren verdoppelt
-
NHL: Drasaitl verliert deutsches Duell mit Seider
-
Richtungsentscheidung in Israel: Wahllokale öffnen für Parlamentswahl
-
Nächster Sieg für Schröder und Charlotte - Hartenstein stark
-
US-Verteidigungsministerium benennt erstes Atom-U-Boot für australischen Marinestützpunkt
-
Kane wird emotional: Rührende Worte an seine Familie
-
"Halb so wild": Prass nimmt Gelb-Rot mit Humor
-
Kane gewinnt Ballon d'Or: "Bayern eine Bühne für Weltklasse"
-
Ziel Olympia: Eiskunstläuferin Gerke wechselt die Disziplin
-
Hamburger Prozess um Sprengung von Nord-Stream-Pipelines wird fortgesetzt
-
EU stellt Pläne für "Abschiebeagentur" Frontex vor
-
Merz zum Auftakt seiner Asienreise in Singapur
-
Steinmeier beginnt mehrtägige China-Reise mit Besuch von VW-Entwicklungszentrum
-
Israelis wählen neues Parlament - Netanjahu unter Druck
-
Erklärung: Partei von Flávio Bolsonaro erkennt Lulas Wiederwahl in Brasilien an
-
Begrenzte Waffenruhe in russisch besetzter ukrainischer Stadt Oleschky in Kraft getreten
-
Oxfam: Superreiche verursachen mit Privatjets und Investitionen enorme Klimaschäden
-
Pressestimmen zur Verleihung des Ballon d'Or
-
Kane: Ohne den FC Bayern "nicht möglich"
-
Ballon d'Or: Bayern-Superstar Kane triumphiert
-
Barca dominiert Gala - auch de la Fuente und Putellas geehrt
-
Barca dominiert Ballon-d'Or-Gala - auch de la Fuente geehrt
-
Nach Bolsonaros Niederlage: Trump nennt Brasilien-Wahl "manipuliert"
-
Tödlicher Schusswaffenangriff bei Paris: Verdächtiger bestreitet rassistisches Motiv
-
Flavio Bolsonaro darf nach eigenen Angaben Brasilien nicht verlassen
-
Nach Machados Rückkehr: Venezuelas Übergangspräsidentin wirft ihr "Show" vor
-
US-Demokraten fordern Sonderermittler zu Trumps Verbindungen zu Epstein
-
Verteidigungsministertreffen: Pistorius spricht Putin ernsthaften Friedenswillen ab
-
Er spielte Navigator Chekov: "Star Trek"-Schauspieler Walter Koenig ist tot
-
Microsoft bietet jedem vierten Mitarbeiter eine Abfindung an
-
Iran und Länder des Mekka-Abkommens vereinbaren weitere Gespräche über Zusammenarbeit
-
Trotz Fangverboten: Deutsche Ostseefischer dürfen 2027 weiter Hering fischen
-
"Peinlich" und "Skandal": Kritik an Auftritt von Audi-Chef in den USA reißt nicht ab
-
Vatikan: Papst Leo XIV. reist trotz Krebsoperation nach Südamerika
-
UN-Ermittler werfen Israel Verbrechen der "Auslöschung" im Westjordanland vor
-
Venezuela: Oppositionsführerin Machado zu Treffen mit Übergangspräsidentin bereit
-
"Letzte Warnung": DFB greift nach FCK-Randalen im Derby durch
-
Macron sieht weiteren "riskanten" Protest-Samstag voraus
-
KI-Unternehmen Anthropic warnt in Börsenprospekt vor Risiken
-
Geplante Jugendproteste: Warnungen vor Gewalt - und Verständnis für Anliegen
-
Ukraine nennt WM-Vergabe an Russland "skandalös"
-
Dobrindts Anti-Vergesellschaftungsgesetz: Linke hält Pläne für verfassungswidrig
-
Kein Nobelpreis: Trump beschimpft Norwegen unflätig
-
Parlamentswahl in Serbien: Studentenliste siegt - Vucic räumt Niederlage ein
-
Club-Schlägerei in London: Chris Brown kommt mit Bewährungsstrafe davon
-
Nach Kollision in Bremerhaven: Ermittlungen gegen Kapitän von Kreuzfahrtschiff
-
DTB-Team startet Davis-Cup-Mission mit Zverev und Struff
-
Wahlplakat mit Hitlergruß: Urteil gegen Brandenburger AfD-Abgeordneten rechtskräftig
-
Segelpartner auf offener See getötet: Lebenslange Haft für Berliner rechtskräftig
Hamas signalisiert Bereitschaft zu Geisel-Verhandlungen ohne "dauerhafte" Waffenruhe
Die islamistische Palästinenserorganisation Hamas hat am Sonntag ihre Bereitschaft zu Geisel-Verhandlungen mit Israel auch ohne dauerhafte Waffenruhe im Gazastreifen erkennen lassen. Die bisherige Forderung nach einer vollständigen und dauerhaften Waffenruhe sei "überholt", sagte ein hochrangiger Hamas-Vertreter der Nachrichtenagentur AFP. Palästinensische Behörden, deren Angaben nicht überprüft werden können, meldeten am Wochenende den Tod von mehreren Dutzend Menschen bei israelischen Luftangriffen.
Die Verhandlungen sollen in der kommenden Woche fortgesetzt werden. Israel erklärte am Freitag, es werde erneut eine Delegation nach Doha schicken. Zuvor hatte ein hochrangiger US-Beamter verlauten lassen, ein neuer Vorschlag der Hamas bringe den Prozess voran und könne die Grundlage für den Abschluss des Abkommens bilden, auch wenn noch "erhebliche Arbeit" zu leisten sei. Ein Sprecher von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu betonte, es gebe noch "Gräben" zwischen den Parteien.
Ein ranghoher Vertreter der Hamas, der anonym bleiben wollte, sagte AFP, seine Organisation sei auch ohne eine "vollständige und dauerhafte Waffenruhe" bereit, über die Freilassung von Geiseln und ein Ende des Kriegs im Gazastreifen zu verhandeln. Die entsprechende Bedingung der Hamas sei "überholt". Er fügte an, die Vermittler aus dem Golfemirat Katar hätten zugesagt, "dass die Waffenruhe für die Dauer der Verhandlungen in Kraft bleibt".
Dem Hamas-Vertreter zufolge hat die Organisation die Vermittler über drei "Etappen" informiert, die aus ihrer Sicht erreicht werden müssen: Erstens die tägliche Ankunft von 400 Lastwagen mit Hilfslieferungen im Gazasteifen, zweitens der Rückzug der israelischen Armee aus dem sogenannten Philadelphia-Korridor und vom Übergang Rafah an der Grenze zwischen Gazastreifen und Ägypten - und schließlich der vollständige Rückzug der Armee aus dem Gazastreifen.
Dem Hamas-Vertreter zufolge könnten die Verhandlungen in "zwei bis drei Wochen" abgeschlossen werden.
Zuvor hatte ein Hamas-Funktionär, Osama Hamdan, jedoch auch erklärt, dass der militärische Flügel der Hamas weiterhin "in einer guten Verfassung" sei, um den Krieg fortzusetzen.
In Israel gingen die Proteste für ein Abkommen zur Freilassung der im Gazastreifen verbliebenen Geiseln am Wochenende weiter. In Tel Aviv blockierten Demonstranten am Sonntag am zweiten Tag in Folge Straßen, um die israelische Regierung zu einem Abkommen mit der Hamas zu bewegen. Die landesweite Protestaktion begann um 06.29 Uhr (Ortszeit; 05.29 Uhr MESZ) - der Uhrzeit des Beginns der Angriffe der Hamas auf Israel am 7. Oktober.
Fahnenschwenkende Demonstranten hielten an einer Kreuzung in Tel Aviv den Verkehr auf. Sie forderten Neuwahlen und mehr Anstrengungen hinsichtlich einer Befreiung der von der Hamas in den Gazastreifen verschleppten Geiseln. In der Nacht zum Sonntag war es zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen, die Sicherheitskräfte setzten Wasserwerfer ein.
"Wir bringen das Land zum Stillstand, um unserer Regierung zu sagen, dass es inakzeptabel ist, kein Abkommen zur Befreiung der Geiseln zu akzeptieren", sagte die 57-jährige Demonstrantin Orly Nativ aus Tel Aviv am Sonntag AFP. In Israel wird bereits seit Wochen gegen die Regierung demonstriert.
Einige Angehörige von Geiseln zeigten sich indes nach den jüngsten Verhandlungen um eine Waffenruhe und die Befreiung der Geiseln zwischen Israel und der Hamas hoffnungsvoll. "Zum ersten Mal haben wir das Gefühl, dass die Rückkehr unserer Angehörigen näher gerückt ist als je zuvor", sagte Sachar Mor, ein Verwandter einer Geisel, bei einer Demonstration am Samstag. "Das ist eine Chance, die wir nicht verpassen dürfen."
Unterdessen gingen die Kämpfe im Gazastreifen weiter: Der Palästinensische Rote Halbmond gab am Sonntag den Tod von sechs Menschen bekannt, darunter zwei kleine Kinder, die bei einem israelischen Angriff auf ein Haus in der Ortschaft Sawaida im Zentrum des Palästinensergebiets ums Leben gekommen seien. Neun weitere Menschen wurden nach Angaben von Rettungskräften bei Angriffen in der Stadt Gaza getötet.
Auch das Flüchtlingslager Nuseirat wurde wieder bombardiert. Am Samstag waren dort nach von unabhängiger Seite nicht überprüfbaren Hamas-Angaben 16 Menschen bei einem Angriff auf eine Schule getötet worden, in der tausende Geflüchtete untergebracht waren. AFP-Journalisten sahen, wie mehrere Kinder in ein Krankenhaus gebracht wurden.
Das von der Hamas kontrollierte Gesundheitsministerium im Gazastreifen erklärte am Samstag, in den vergangenen 48 Stunden seien mindestens 87 Menschen getötet worden.
Am 7. Oktober hatten islamistische Kämpfer der Hamas und weiterer militanter Palästinensergruppen einen beispiellosen Angriff auf Israel verübt, der den Krieg im Gazastreifen auslöste. Bei dem Überfall waren nach israelischen Angaben 1195 Menschen brutal getötet und 251 weitere als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt worden.
Als Reaktion auf den Überfall geht Israel seither massiv militärisch im Gazastreifen vor. Nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums vom Sonntag, die sich nicht unabhängig überprüfen lassen, wurden dabei bislang 38.150 Menschen getötet.
Ch.Kahalev--AMWN