-
Sturm und Orkan über Deutschland - Weitere Feuerwehreinsätze im Westen
-
Brand in Kehlsteinhaus an Obersalzberg seit Samstagabend abgelöscht
-
Trump kündigt in Beisein von Audi-Chef Milliarden-Investition des Autobauers in den USA an
-
Vergesellschaftungen: Dobrindt kündigt Investitionsschutzgesetz an
-
Deutscher Umweltpreis für Ingenieur und Juristin
-
Präsidentschaftswahl in Bulgarien begonnen
-
NBA: Starker Schröder gewinnt mit Charlotte
-
Fast 1000 Festnahmen bei neuen landesweiten Protesten in Frankreich
-
Israels Armee: Übergänge zum Westjordanland werden am Wahltag geschlossen
-
Musk wirft ukrainischem Militär Verstoß gegen Starlink-Nutzungsbedingungen vor
-
Richtungsentscheidung in Brasilien: Stichwahl zwischen Lula und Flávio Bolsonaro
-
Urnengang im Schatten von Drohnenangriffen: Bulgaren wählen Präsidenten
-
Parlamentswahl in Serbien: Präsident Vucic will Ministerpräsident werden
-
Trump gibt vorzeitig Stimme für US-Kongresswahl ab - Obama attackiert Regierung
-
Formel 1: Antonelli holt Austin-Pole
-
Erneut Gewalt bei regierungskritischen Protesten in Albanien
-
Trump gibt vorzeitig Stimme für US-Kongresswahl ab
-
Erste Pleite: Kaiserslautern bremst Kloses FCN aus
-
2000 Palästinenser aus ihren Häusern in Hebron vertrieben
-
Tödliche Attacke in Pariser Vorstadt: Hitlers "Mein Kampf" bei Angreifer gefunden
-
Zweiter Titel vor Augen: Struff nach Krimi im Brüssel-Finale
-
Fast 1000 Festnahmen bei landesweiten Protesten in Frankreich - Zwei Schwerverletzte
-
Tausende bei Abschlusskundgebungen von Lula und Bolsonaro vor Stichwahl in Brasilien
-
Demonstration gegen Netanjahu in Tel Aviv drei Tage vor Parlamentswahl
-
BVB springt an die Spitze: Sieg gegen den Lieblingsgegner
-
Neue Massenproteste in Frankreich - Zusammenstöße in Paris und anderen Städten
-
Tausende in der Türkei demonstrieren gegen Einschränkung der Pressefreiheit
-
Christine Wunnicke mit Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet
-
Neue Proteste in Frankreich: Tränengas-Einsatz in mehreren Städten - ruhige Lage in Paris
-
Sieg in Dänemark: Handballerinnen schon in EM-Form
-
Kehlsteinhaus am Obersalzberg abgebrannt: Psychisch kranker Verdächtiger festgenommen
-
Füllkrug trifft und trifft: Bremen schlägt Mainz
-
Harmlose Schalker holen Punkt in Köln
-
Frankreichs Rechtspopulisten bestätigen Jordan Bardella an Parteispitze
-
Turn-WM: Kevric gewinnt Silber am Stufenbarren
-
Kiew: "Stabile Verbindung" mit Satelliten-Internetdienst Starlink
-
FC Bayern: Auch Neuer fällt in Freiburg aus
-
Londoner Polizei leitete Vorwürfe gegen Meghans Vater nicht an andere Behörden weiter
-
Kehlsteinhaus am Obersalzberg abgebrannt: Verdächtiger festgenommen
-
Wolfsburg bleibt an Bayern dran, Frankfurt siegt in Stuttgart
-
Massendemonstration für Erhalt des staatlichen Rentensystems in Spanien
-
Neue Proteste in Frankreich: Mehr als 130 Festnahmen und Einsatz von Tränengas
-
Vor Pokal-Kracher gegen Bayern: Magdeburg deklassiert KSC
-
Hertha BSC festigt die Tabellenführung
-
Riesenslalom in Sölden: Aicher glänzt als Dritte
-
Tschechiens Parlament stimmt in erster Lesung für Abschaffung von Rundfunkgebühren
-
Nach tödlichem Angriff: Israelische Armee startet Großoffensive in Hebron
-
CSU-Parteitag: Merz äußert sich nicht zu Steinmeier-Nachfolge
-
Siebter Saisonsieg: Wolfsburg bleibt an Bayern dran
-
Merz äußert sich nicht zu Aigners Ambitionen als Bundespräsidentin
Viel Lob und etwas Kritik nach Olympia-Eröffnung in Paris - Zugverkehr weiterhin gestört
Die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele mit spektakulären Show-Einlagen bei strömendem Regen in Paris hat vor allem begeisterte Reaktionen, teilweise aber auch Kritik hervorgerufen. "Es war nass, einige Teile waren seltsam, die meisten waren schön und das Ganze war wirklich denkwürdig", kommentierte etwa der US-Sender CNN am Samstag die Veranstaltung vom Vorabend. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) besuchte nach seiner Teilnahme an der Eröffnungsfeier ein deutsch-französisches olympisches Jugendlager sowie deutsche Olympioniken.
Am Tag nach der Zeremonie überschlug sich die internationale Presse regelrecht vor Begeisterung: Die spanische Zeitung "El País" bezeichnete die Eröffnungsfeier als "kühnste Zeremonie seit Menschengedenken", der britische Sender BBC bewertete die Veranstaltung als "brillant (...) und bewegend" und die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" sprach von einer "Show für die Ewigkeit".
Die vierstündige Show im strömenden Regen brach in vielerlei Hinsicht mit der Tradition. So fand sie erstmals nicht in einem Stadion statt, sondern mitten im Zentrum von Paris auf und entlang der Seine. Mehr als 320.000 Menschen versammelten sich dort an den Flussufern und auf den Brücken, mehr als eine Milliarde Menschen verfolgen die Eröffnungszeremonie weltweit auf den Bildschirmen. Zu sehen waren Akrobaten und Tänzer, Filmeinlagen und Auftritte der Megastars Lady Gaga und Celine Dion.
Schließlich entzündeten zwei französische Sportlegenden, die Leichtathletin Marie-José Pérec und der Judoka Teddy Riner, gemeinsam die olympische Flamme in einer Feuerschale, die von einem Heißluftballen getragen in den Pariser Nachthimmel aufstieg.
Die Inszenierung des Regisseurs Thomas Jolly griff zahlreiche französische Wahrzeichen und Klischees auf und stellte das Thema Diversität ins Zentrum. Eine Filmeinlage inszenierte ein homosexuelles Paar, das sich in der frisch renovierten Nationalbibliothek näher kommt.
Ein Auftritt der malisch-französischen Sängerin Aya Nakamura mit einem Orchester der republikanischen Garde vor der Kulisse der Académie Française hatte im Vorfeld für rassistische Kommentare rechtspopulistischer Politiker gesorgt.
Die Eröffnungsfeier wandte sich auch der LGBTIQ+-Gemeinde zu. Dragqueens stellten das letzte Abendmahl nach. Dies sorgte national sowie international für Kritik. In Frankreich empörten sich vor allem Vertreter der extremen Rechten über den "Wokismus" einiger Show-Einlagen. Bischöfe beklagten eine "Verhöhnung und Verspottung des Christentums". Nach Ansicht von Ungarns Regierungschef Viktor Orban veranschaulichte die Eröffnungsfeier einen moralischen Verfall des Westens.
Das von den Olympischen Spielen ausgeschlossene Russland stufte den Eröffnungstag in Paris insgesamt als "massive Niederlage" ein. Die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa verwies bei Telegram auf einen "Zusammenbruch des Verkehrs" und spielte damit darauf an, dass am Freitag Sabotage-Akte an Glasfaserkabeln weite Teile des französischen Bahnverkehrs lahmgelegt hatten.
Die Auswirkungen der Sabotage-Akte, deren Verursacher vorerst nicht identifiziert werden konnten, beeinträchtigten auch am Samstag noch zahlreiche Passagiere. In Nord-, West- und Ostfrankreich fiel fast ein Drittel der Züge aus. Etwa ein Viertel der Eurostar-Verbindungen zwischen London und Paris wurde abgesagt. Im Osten des Landes hatte sich die Lage hingegen normalisiert, auch der Bahnverkehr zwischen Frankreich und Deutschland lief wieder weitgehend wie gewohnt.
Der Chef der nationalen Eisenbahngesellschaft SNCF Jean-Pierre Farandou erklärte, dass am Montag alle Züge wieder wie gewohnt fahren würden. Nach Angaben aus dem Verkehrsministerium waren 160.000 der 800.000 Menschen, die an diesem Wochenende mit der Bahn fahren wollten, von Zugausfällen betroffen.
Während der Eröffnungsfeier waren etwa 45.000 Sicherheitskräfte und 15.000 Soldaten waren im Einsatz. Auf einer Ehrentribüne gegenüber des Eiffelturms befanden sich etwa 85 Staats- und Regierungschefs und zahlreiche weitere Ehrengäste. Auch Scholz verfolgte die Eröffnungsfeier - im Regenmantel - auf einem nicht überdachten Sitz, bis Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ihn zu sich unter das Regendach bat.
Der Kanzler lobte die Eröffnungsfeier am Samstag bei seinem Besuch bei deutschen Sportlerinnen und Sportlern im olympischen Dorf als "sehr bewegend". Es sei "sehr beeindruckend, wie das vorbereitet ist".
Zuvor hatte Schoz deutsche und französische Jugendliche im Deutschen Haus, der Begegnungsstätte für deutsche Olympiateilnehmer und -besucher, getroffen. "Sport verbindet. Das habe ich heute gespürt", schrieb Scholz anschließend im Onlinedienst X und bedankte sich bei Frankreich für die Gastfreundschaft.
Die deutsche Innen- und Sportministerin Nancy Faeser (SPD) sagte in Paris über die Eröffnungsfeier, es sei "phänomenal, was Frankreich dort auf die Beine gestellt hat". Dies habe auch Standards gesetzt für Deutschlands Bewerbung zur Austragung der Olympischen Sommerspiele 2040.
F.Pedersen--AMWN