-
Medien: Bürger in kanadischer Provinz Alberta stimmen gegen Unabhängigkeitsreferendum
-
Bericht: US-Sondergesandter Witkoff will in Oslo Selenskyj treffen und anschließend Putin
-
Baseball: Rays folgen Brewers in die World Series
-
Simeone für Hoeneß "absolut oberste Kategorie"
-
Kovac hofft auf Steigerung: "Schneller und genauer spielen"
-
Ministerin Bär wirbt für Deutschland als Technologie-Standort
-
Medienberichte: Australische Abgeordnete hat nach mutmaßlichem Angriff nur noch ein Bein
-
Studie: Bessere Vereinbarkeit pflegender Angehöriger mit Erwerbsarbeit nötig
-
Vor US-Kongresswahlen: Wahllokale in Texas für vorzeitige Stimmabgabe geöffnet
-
Bundesregierung erwartet zahlreiche Unternehmenschefs bei Investitionsgipfel
-
Steinmeier empfängt mongolischen Staatspräsidenten Khurelsukh
-
Konstituierende Sitzung von neuem Landtag in Mecklenburg-Vorpommern
-
Festveranstaltung zu 65 Jahre Anwerbeabkommen mit der Türkei
-
Australische Abgeordnete nach mutmaßlichem Angriff weiter in kritischem Zustand
-
Mit deutscher Unterstützung: Japanische Weltraummission zur Erkundung der Marsmonde gestartet
-
Fluchtgefahr: Ex-Ingenieur von OpenAI bleibt nach Abhörvorwürfen in Untersuchungshaft
-
Selenskyj wirft US-Regierung verzögerte Lieferung bezahlter Abfangraketen vor
-
Trump offen für Dreiergipfel mit Putin und Xi
-
Starreporterin Christiane Amanpour hört bei CNN auf
-
SPD und Grüne in Berlin mit klaren Mehrheiten für Koalitionsverhandlungen mit Linken
-
Mission mit deutscher Unterstützung: Japanische Rakete mit Marsmond-Rover gestartet
-
Papst Leo XIV. spricht nach Telefonat mit Putin auch mit Selenskyj
-
Nach Ausschreitungen: US-Regierung rät bei Frankreich-Reisen zur Vorsicht
-
Berlin will mit Nvidia KI für Industrie vorantreiben und vereinbart Zusammenarbeit
-
Wähler in kanadischen Provinz Alberta entscheiden über Referendum zu Unabhängigkeit
-
Vier Tote bei schweren Überschwemmungen im Osten Spaniens
-
Ronaldo-Strafe offiziell: 255 Euro und Sperre von 30 Tagen
-
UEFA erhöht Druck: 42 Fragen an Infantino
-
Ronaldo-Sperre offiziell: 255 Euro und 30 Tage Pause
-
Bundesregierung vereinbart mit Nvidia Zusammenarbeit bei KI-Entwicklung
-
Nächtliche Ausgangssperren in Paris und anderen französischen Städten verfügt
-
Erste französische Städte verhängen nächtliche Ausgangssperren
-
Melania-Initiative: Trump unterzeichnet Dekret für Frauengesundheit
-
Haftbefehl gegen zwei Deutsche nach Brandanschlag auf bulgarische Starlink-Anlage
-
US-Regierung untersagt KI aus China für internen Gebrauch
-
Selenskyj: Starlink funktioniert an der Front nur eingeschränkt
-
Hackerangriff auf CDU-Kreisverband: Phishing-Nachricht auch an Bundeskanzler Merz
-
USA rufen ihre Staatsbürger im Nahen Osten zu erhöhter Vorsicht auf
-
Gewalt in Frankreich: Premierminister kündigt Ausgangssperren an
-
Neue Hurts-Diagnose: Thrombose und Lungenembolie
-
Sachsen-Anhalt: Einziehung von Jagdschein bei AfD-Mitglied laut Gericht rechtens
-
Nächster IPCC-Bericht: Chef des Weltklimarats drängt zu schneller Einigung bei Termin
-
Drei Jahre Haft für Hebamme aus Niedersachsen nach tödlich verlaufener Hausgeburt
-
Israelische Polizei nimmt nach Siedler-Angriffen zehn Verdächtige fest
-
19 Jahre alter Vermisstenfall in Bayern geklärt: 39-Jährige wurde getötet
-
Nach tödlicher Messerattacke in Seniorenheim: Verletzte Frauen außer Lebensgefahr
-
Rama: Proteste in Albanien haben "rote Linie" überschritten
-
"Warum tötet ihn keiner": Geldstrafe wegen Verunglimpfung von Bundespräsident
-
Mindestens 50 Tote bei Huthi-Raketenangriff auf Armeestützpunkt im Jemen
-
Geld pro eingesparter Tonne CO2: Staatliche Förderung für Industrieinvestitionen
Deutschlands Wirtschaft blickt mit Sorge auf neue Amtszeit von Trump
Protektionismus, höhere Zölle, rauer Ton: Ökonomen und Verbände sehen nach dem Sieg von Donald Trump bei der US-Präsidentschaftswahl schwere Zeiten auf die deutsche Wirtschaft zukommen. Der Handel mit den USA drohe deutlich schwieriger zu werden, erklärte am Mittwoch etwa die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK). Auch der Außenhandelsverband BGA blickt "mit Anspannung" auf die ersten Amtshandlungen Trumps. Der Deutsche Aktienindex (Dax) drehte ins Minus.
"Trump verfolgt eine ausgeprägt protektionistische Agenda, die auf höhere Importzölle und stärkere Beschränkungen des internationalen Handels setzt, insbesondere gegenüber China und potenziell auch gegenüber Europa", erklärte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Dafür müssten Vorkehrungen getroffen werden.
Deutsche Exporteure, für die die USA der größte Absatzmarkt außerhalb der EU seien, müssten mit "empfindlichen Einbußen rechnen", sollte Trump seine Drohung wahr machen und Basiszölle von 20 Prozent auf Importe aus der EU und 60 Prozent auf Importe aus China erheben, fuhr Fuest fort. Dann könnten die deutschen Exporte in die USA nach Ifo-Schätzungen um rund 15 Prozent zurückgehen.
Trump, der eine entschiedene "America first"-Strategie verfolgt, hatte schon im Wahlkampf keinen Hehl aus seinen protektionistischen Plänen gemacht, um die heimische Industrie zu stärken. Er will außerdem im eigenen Land die Unternehmensteuern senken und deutete an, ein Mitspracherecht bei den Zinssätzen haben zu wollen, die eigentlich von der unabhängigen US-Zentralbank festgelegt werden. Außerdem droht Millionen von Beschäftigten ohne Papiere die Ausweisung.
BGA-Präsident Dirk Jandura erinnerte den Republikaner daran, dass er ein "hohes Maß an Verantwortung für die außen- und wirtschaftspolitische Lage der Welt" trage. Ein US-Präsident "kann und darf nie nur und ausschließlich 'America first' sein". Die Welt brauche "weniger und nicht mehr Handelsbeschränkungen".
An großen Worten zu Trumps Sieg ließen es die Verbände und Experten nicht vermissen: Von einem "Epochenwechsel" in den transatlantischen Beziehungen sprach der Industrieverband BDI. Das Ergebnis der US-Wahlen sei ein "Weckruf" für Deutschland und Europa und die vorhandenen Strategien zur Stärkung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit, Verteidigungsfähigkeit und für den Umgang mit China müssten "mit deutlich mehr Tempo" weiterentwickelt werden.
Das IfW Kiel sprach sogar vom "wirtschaftlich schwierigsten Moment in der Geschichte der Bundesrepublik". Zu der aktuellen inneren Strukturkrise kämen nun "massive außenwirtschaftliche und sicherheitspolitische Herausforderungen" auf Deutschland zu, "auf die wir nicht vorbereitet sind".
Das Institut der deutschen Wirtschaft sieht in Trumps Wahl ein "Worst-Case-Szenario", damit stehe die deutsche Wirtschaft vor der "nächsten Krise in einer an Rückschlägen reichen Zeit". Ein sich abzeichnender Handelskonflikt kann nach Berechnungen des Instituts über vier Jahre 180 Milliarden Euro kosten.
Besonders im Fokus einer protektionistischen Politik steht die Automobilindustrie: "Die USA nehmen schon seit einigen Jahren zunehmend stärker zuerst ihre eigenen Interessen in den Blick - und diese Entwicklung wird sich vermutlich weiterhin verstärken", kommentierte der Automobilverband VDA den Wahlausgang. Deutschland und Europa müssten daher "mehr Verantwortung übernehmen".
Die europäischen Börsen öffneten angesichts des deutlichen und raschen Ausgangs der US-Wahlen zunächst im Plus. Experten bezeichneten das vor dem Hintergrund möglicher negativer Auswirkungen durch drohende Zölle als "überraschend". Der Dax drehte bis zum Nachmittag ins Minus; in Großbritannien und Frankreich standen die Börsenindizes am Nachmittag noch leicht im Plus.
In den USA legten die Kurse im vorbörslichen Handel zu. Unter anderem die Tesla-Aktie gehörte zu den Gewinnern - Firmenchef Elon Musk ist ein erklärter Trump-Unterstützer. Andere Wertpapiere profitierten angesichts der erwarteten Stärkung der US-Wirtschaft durch niedrigere Unternehmensteuern sowie weniger Regulierungen etwa in der Technologie- und der Finanzbranche.
P.Mathewson--AMWN