-
Bundesverwaltungsgericht entscheidet im Oktober über Klage zu Luftreinhalteprogramm
-
Bayern verlängern auch mit Sportdirektor Freund
-
Milliardenschwerer Maskenstreit: Bundesgerichtshof entscheidet im Dezember
-
Dorf stimmt für Abspaltung vom Vereinigten Königreich - Protest gegen Asylbewerberunterkunft
-
Bundesverwaltungsgericht weist Klage von Binz gegen LNG-Terminal ab
-
Proteste 2022: Amnesty wirft iranischen Behörden Verbrechen gegen Menschlichkeit vor
-
Olympia 2030: IOC bestätigt Austragungsorte
-
Über 60 Millionen Euro Schaden durch Geldwäsche und Steuerhinterziehung - Razzia
-
Gericht: Mannheim muss umstrittenen Swingerclub-Artikel vorerst nicht veröffentlichen
-
Deutsche und internationale Stars bei Filmfestival in San Sebastián
-
Athleten Deutschland: Herber tritt im Sommer 2027 ab
-
Zivilschutz: 20 Tote und dutzende Vermisste bei Einsturz von Gebäude im Gazastreifen
-
CDU-Ministerpräsidenten warnen vor Personaldebatten - gemeinsame Erklärung
-
Korruptionsprozess gegen französische Ex-Ministerin Dati hat begonnen
-
Karetsas wieder im Dortmunder Mannschaftstraining
-
Karetas wieder im Dortmunder Mannschaftstraining
-
CDU-Ministerpräsident Rhein fordert Ende der Ausgrenzung der AfD
-
Nordrhein-Westfalen: 88-Jähriger in Leverkusen von Zug erfasst und getötet
-
Philippinischer Ex-Präsident Duterte erscheint erstmals vor Internationalem Gericht
-
Forderungen nach langsamerer KI-Entwicklung werden lauter
-
Vor Abgeordnetenhauswahl in Berlin: Angriffe auf Wahlstände von CDU und AfD
-
Engere Partnerschaft mit Kanada: Von der Leyen schlägt "assoziierte" EU-Mitgliedschaft vor
-
Gericht: Gefühlte deutsche Identität begründet keinen Anspruch auf Grundsicherung
-
Kommunalwahl in Niedersachsen: CDU auch auf Gemeindeebene stärkste Kraft
-
Streit um Swingerparty-Artikel: Gericht gibt Stadtrat in Baden-Württemberg recht
-
Richterbund: Plan gegen Extremismus "sinnvoll" - Schlagkräftigere Justiz nötig
-
Herztod: Mehr als 200.000 Menschen starben 2024 an Herzkrankheiten
-
Spritpreis-Entlastung: Unions-Fraktionschef Frei schlägt Mehrwertsteuersenkung vor
-
Kosovos Ex-Präsident Thaci wegen Kriegsverbrechen zu 25 Jahren Haft verurteilt
-
Formel-1-Kalender: Türkei und Portugal neu dabei
-
Social Media Verbot: Von der Leyen schlägt Altersgrenze von 13 Jahren vor
-
Ex-Kanzler Scholz dabei: 37 frühere Spitzenpolitiker kritisieren weltweite Ungleichheit
-
Ex-Kanzler Scholz dabei: 37 frühere Spitzenpolitiker kritisieren in Ungleichheit
-
CDU-Ministerpräsidenten stellen sich gemeinsam hinter Bundeskanzler Merz
-
Bedrohte Sumatra-Elefanten wegen Waldbränden in Indonesien noch stärker gefährdet
-
Insolvenzverwalter gewinnt in Streit um vorläufigen Rechtsschutz vor Verfassungsgericht
-
ÖPNV-Vergleich: Deutschland fällt in Europa leicht auf Rang fünf zurück
-
Von der Leyen schlägt "assoziierte" EU-Mitgliedschaft für Kanada vor
-
Serie A: Tedesco nicht mehr Trainer in Bologna
-
Inbetriebnahme von LNG-Terminal in Stade in Vorbereitung
-
Von der Leyen schlägt Social-Media-Verbot für Kinder unter 13 Jahren vor
-
Bahn kündigt Direktverbindung von München nach Mailand und Rom ab Sommer 2027 an
-
Nach vier Jahren Bauzeit: Neuer Kanal in China soll Handel deutlich erleichtern
-
Benzinpreis auf neuem Allzeithoch - Dieselpreis ganz knapp davor
-
Von der Leyen schlägt "assoziierte" EU-Mitgliedsschaft für Kanada vor
-
Nach CSD-Anschlag: Regierung legt Zehn-Punkte-Plan gegen islamistischen Terrorismus vor
-
Französische Filmikone Sophie Marceau findet sich alt genug für Großmutterrolle
-
US-Senator Sanders und ehemaliger Trump-Berater Bannon warnen vor KI
-
Anklage gegen IS-Mitglied in Frankfurt am Main erhoben
-
Regionalliga-Reform: Bayern-Boss Dreesen unterstützt DFB
Scholz dämpft Erwartungen auf raschen EU-Beitritt der Ukraine
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat der Ukraine weitere Unterstützung zugesagt, jedoch Erwartungen auf einen raschen EU-Beitritt des Landes gedämpft. Der Beitrittsprozess sei "keine Sache von ein paar Monaten oder einigen Jahren", sagte Scholz am Donnerstag in einer Regierungserklärung im Bundestag. Unionsfraktionschef Friedrich Merz (CDU) warf dem Kanzler ein "doppeltes Spiel" vor, weil er militärische Unterstützung für die Ukraine zusage, tatsächlich aber Lieferungen schwerer Waffen verhindere.
Aus Fairness gegenüber anderen langjährigen Beitrittskandidaten auf dem Westbalkan dürfe es für die Ukraine "keine Abkürzungen" in die EU geben, sagte Scholz. Deshalb wolle sich die EU darauf konzentrieren, die Ukraine "schnell und pragmatisch zu unterstützen", sagte Scholz. Er verwies dabei auch auf einen von der EU-Kommission vorgeschlagenen Solidaritätsfonds für den milliardenschweren Wiederaufbau des Landes nach dem Ende des Krieges.
Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba kritisierte kurz danach eine "strategische Zweideutigkeit" bestimmter EU-Regierungen mit Blick auf den EU-Beitritt seines Landes. Es dürfe keine "zweitklassige Behandlung" seines Landes in der Frage geben, schrieb er auf Twitter.
In seiner Rede anlässlich des EU-Sondergipfels Ende Mai erteilte Scholz einem Frieden, den Russland in der Ukraine einseitig "herbeibomben" wolle, eine klare Absage. "Einen Diktatfrieden wird es nicht geben", sagte der Bundeskanzler. Dies werde weder die Ukraine noch Deutschland akzeptieren. "Russland darf diesen Krieg nicht gewinnen, die Ukraine muss bestehen", hob er hervor.
Dafür sei es wichtig, die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine zu stärken, sagte Scholz. Er bekannte sich zu weiteren Sanktionen und auch zur weiteren "Lieferung von Waffen einschließlich schwerem Gerät". Details dazu nannte der Kanzler in seiner Rede allerdings nicht. Frieden sei aber nur dann selbstverständlich, wenn man bereit sei, ihn zu verteidigen, betonte er.
Merz sagte in der anschließenden Debatte, Scholz erwecke ständig den Eindruck, dass deutsche Waffenlieferungen an die Ukraine stattfänden. "Die Wahrheit ist doch, dass seit Wochen so gut wie nichts geliefert wird." Auch der angekündigte Ringtausch von Waffen habe bislang nicht stattgefunden.
Merz äußerte sich zudem erneut kritisch dazu, dass Scholz seit Kriegsbeginn im Gegensatz zu anderen deutschen Politikern noch nicht nach Kiew gereist ist. Er wolle jenen, die bereits in Kiew waren, seinen Respekt aussprechen, sagte der CDU-Chef, der auch selbst in die Ukraine gereist war. Zudem drängte Merz auf die Entlassung von Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD), die seit Wochen in der Kritik steht.
In der Debatte ging es auch um das geplante 100-Milliarden-Sondervermögen für die Bundeswehr. Während Scholz sagte, Koalition und CDU/CSU seien hierüber "in guten Gesprächen", äußerte sich Merz deutlich skeptischer. "Wir sind uns bisher nicht einig", stellte er klar und erneuerte die Forderung, das Geld ausschließlich für Verteidigungsausgaben zu verwenden. Auf die Einhaltung des Zwei-Prozent-Ziels der Nato pochte CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt.
Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge plädierte für weitere Waffenlieferungen an die Ukraine, drängte aber zudem auf schärfere Sanktionen gegen Russland als "stärkstes Mittel" des Westens gegen Putin. Sie warb für das von der EU geplante Ölembargo sowie das Abkoppeln weiterer russischer Banken vom internationalen Finanzsystem.
Das Ölembargo müsse jetzt "so schnell wie möglich" umgesetzt werden, verlangte auch FDP-Fraktionschef Christian Dürr. Er prangerte zudem an, dass Russland den "Hunger in der Welt als Waffe" einsetze", indem ukrainische Getreidelieferungen blockiert werden.
Auf Verhandlungen mit Russland drängte Linken-Fraktionschefin Amira Mohamed Ali. Notwendig sei "ein Kompromiss", auch wenn dies angesichts des russischen Überfalls dem Gerechtigkeitsempfinden widerspreche. Gegen Sanktionen gegen Russland insbesondere im Energiebereich wandte sich AfD-Fraktionschefin Alice Weidel. "Sie schaden Deutschland und Europa mehr als Russland."
G.Stevens--AMWN