-
Gründer der "Kakerlaken"-Bewegung in Indien nach Festnahme wieder frei
-
Linke, Grüne und SPD erzielen Einigung bei Sondierungen in Berlin
-
Heftige Zusammenstöße bei Protesttag in Frankreich - 166 Festnahmen
-
Neuer Minister Schweitzer setzt auf Kompromiss im Streit über Rente mit 63
-
Tischtennis-EM: Kaufmann und Qiu sichern deutsche Medaillen
-
Heimsieg gegen Bochum: Kaiserslautern bleibt oben dran
-
Wolfsburg jubelt im wilden Duell der Absteiger
-
Parteikreise: Einigung von Linke, Grünen und SPD bei Sondierungen in Berlin
-
Bahnrad-WM: Klein holt Bronze in der Einerverfolgung
-
Trump setzt geplante Sanktionen gegen Russland aus - Kritik aus Kiew, Lob aus Moskau
-
Protesttag in Frankreich: Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Polizei
-
Merz wirbt bei Junger Union für Reformkurs und erteilt Minderheitsregierung Absage
-
Protesttag in Frankreich: Erste Kundgebungen begonnen - bereits dutzende Festnahmen
-
Überraschung in Shanghai: Müder Zverev verpasst Finale
-
Merz verteidigt Reformkurs und erteilt Minderheitsregierung Absage
-
Tischtennis-EM: Qiu entthront Titelverteidiger Lebrun
-
Nach Lungenkrebs-OP: Papst Leo XIV. wird am Samstag aus Klinik entlassen
-
"Hört auf": Merz fordert von SPD und Grünen Ende der Gespräche mit Linken in Berlin
-
Selenskyj: Aussetzung von US-Sanktionen "ermutigt" Putin zu neuen Angriffen
-
Bahnrad-WM: Grabosch gewinnt Zeitfahr-Gold
-
Entsetzen nach tödlichen Schüssen an US-Schule - Trump rühmt eingreifenden Anwohner
-
Noosha Aubel: vezetői kudarc új kezdet helyett – alkalmas-e Potsdam polgármestere a tisztsége betöltésére?
-
نوشا آوبل: ناکامی در مدیریت بهجای آغازی نو؛ آیا شهردار پوتسدام از عهدهٔ مسئولیتهایش برمیآید؟
-
Нуша Аубел: управленски провал вместо ново начало — на висотата на поста си ли е кметицата на Потсдам?
-
Noosha Aubel: eșec la conducere în locul unui nou început – este primărița Potsdamului la înălțimea funcției sale?
-
GKV-Chef kritisiert Benachteiligung gesetzlich Versicherter bei Arztterminen
-
Noosha Aubel: falend leiderschap in plaats van een nieuwe start – is de burgemeester van Potsdam berekend op haar taak?
-
SPD-Ministerpräsident Lies verteidigt Abschwächung von Verbrenner-Aus
-
Noosha Aubel: Ledelsessvikt i stedet for en ny start – er Potsdams overborgermester oppgaven voksen?
-
Noosha Aubel: Misslyckat ledarskap i stället för en nystart – är Potsdams överborgmästare vuxen uppgiften?
-
Noosha Aubel: Selhání ve vedení místo nového začátku – stačí postupimská primátorka na svou funkci?
-
Rund 1500 Aktionen bei landesweitem Protesttag in Frankreich geplant
-
Bahnrad-WM: Grabosch auf Goldkurs - Klein fährt um Bronze
-
Unionsfraktionschef Frei warnt SPD vor Aufschnüren des Rentenpakets
-
Brände in Indonesien: Höchste Alarmstufe in Südostasien wegen giftiger Rauchwolken
-
Trump setzt geplante Sanktionen gegen Russland per Dekret aus
-
NBA: Sorgen um Franz Wagner - Steinbach glänzt
-
Flávio Bolsonaro hat im Falle eines Wahlsiegs keinen Posten für seinen Vater vorgesehen
-
Koch nach Eintracht-Sieg: "War keine einfache Woche"
-
Matthäus sicher: Bayern "werden sich fangen"
-
Drei Männer wegen Mordes an Surf-Touristen in Mexiko zu je 158 Jahren Haft verurteilt
-
Stromausfälle und zerstörte Häuser: Waldbrände in Kalifornien breiten sich aus
-
Trump setzt vom US-Kongress beschlossenes Sanktionspaket gegen Russland aus
-
Landesweite Proteste in Frankreich für bessere Bildung und gegen hohe Lebenshaltungskosten
-
Vor US-Kongresswahlen: "No Kings"-Bewegung ruft zu Protesten auf
-
Fliegender Tesla-Roadster ruft US-Verkehrsbehörde auf den Plan
-
72-Jähriger tötet Mitbewohnerin in Seniorenheim in NRW und verletzt zwei weitere schwer
-
Diplomat: Alle Bewerber um Amt des UN-Generalsekretärs fallen bei Vetomächten durch
-
Schweitzer würde erneute Kandidatur von Klingbeil für SPD-Vorsitz begrüßen
-
Abholzung in Brasiliens Amazonasgebiet auf niedrigstem Stand seit fast 40 Jahren
Europäische Staaten gehen auf Tuchfühlung mit neuer syrischer Führung
Nach dem Sturz des syrischen Machthabers Baschar al-Assad sind mehrere europäische Staaten auf Tuchfühlung zur neuen Führung in Damaskus gegangen. Am Dienstag traf eine Delegation aus Berlin unter Leitung des Nahostbeauftragten des Auswärtigen Amts, Tobias Tunkel, nach offiziellen Angaben in der syrischen Hauptstadt Vertreter der islamistischen HTS-Miliz, darunter deren Anführer Mohammed al-Dscholani. An der seit 2012 geschlossenen französischen Botschaft in Damaskus wurde die Trikolore gehisst. Unterdessen berichtete die UN-Migrationsorganisation über die Flucht "zehntausender" Angehöriger religiöser Minderheiten.
Eine Sprecherin des Auswärtigen Amts erklärte, im Zentrum der Gespräche der deutschen Delegation mit HTS-Vertretern hätten unter anderem die Erwartungen Deutschlands "mit Blick auf den Schutz von Minderheiten und Frauenrechten" gestanden, um "eine friedliche Entwicklung in Syrien begleiten zu können".
Neben al-Dscholani, der inzwischen unter seinem bürgerlichen Namen Ahmed al-Scharaa auftritt, habe die Delegation der Bundesregierung unter anderem den für internationale Kontakte zuständigen HTS-Vertreter Said al-Attar und den Bildungsminister der von der HTS ernannten Übergangsregierung, Nadir al-Kadari, getroffen. Demnach nahm die Delegation des Nahostbeauftragten Tunkel erstmals auch die seit 2012 geschlossene deutsche Botschaft in Augenschein.
Auch der französische Sondergesandte Jean-François Guillaume reiste nach Damaskus und versprach, sein Land werde "an der Seite der Syrer" sein. Französische Sicherheitskräfte betraten die seit 2012 geschlossene Botschaft des Landes ein und hissten dort die Trikolore. Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni, deren Land derzeit den Vorsitz der G7-Gruppe innehat, äußerte sich in Rom ebenfalls offen für eine Zusammenarbeit mit der syrischen Übergangsregierung, forderte aber unter anderem die Achtung der Rechte syrischer Christen und anderer ethnischer und religiöser Minderheiten im Land.
Nach "konstruktiven" Gesprächen in Damaskus kündigte die Europäische Union an, ihre diplomatische Vertretung in dem Bürgerkriegsland wieder eröffnen zu wollen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen warb bei einem Besuch in Ankara beim türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan für eine "direkte Zusammenarbeit" mit der HTS und anderen Gruppierungen. Zudem kündigte sie eine zusätzliche Milliarde Euro für die Unterstützung syrischer Flüchtlinge in der Türkei an. Das Geld werde auch zur freiwilligen Rückkehr syrischer Flüchtlinge beitragen.
Ihre Botschaften in Syrien bereits wiedereröffnet hatten in den vergangenen Tagen die Türkei und Katar, beide Länder waren bereits vor Assads Sturz Unterstützer der Kämpfer, die ihn letztlich zu Fall brachten. Die Regierung des Iran - einer der zentralen Verbündeten Assads - erklärte hingegen, die Botschaft in Syrien erst wieder öffnen zu wollen, wenn die Sicherheitsbedingungen erfüllt seien. Am Tag von Assads Sturz waren Plünderer und Schaulustige in die iranische Vertretung in Damaskus eingedrungen.
Kämpfer der islamistischen Miliz Hajat Tahrir al-Scham (HTS) hatten am 8. Dezember Damaskus erobert und damit die langjährige Herrschaft Assads in Syrien beendet. Der Machthaber, dem Entführung, Folter und Ermordung von Andersdenkenden vorgeworfen werden, floh nach Russland.
Die HTS ist ursprünglich aus der Al-Nusra-Front hervorgegangen, dem syrischen Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida, und wird von den USA und anderen westlichen Staaten als "terroristisch" eingestuft. HTS-Anführer al-Dscholani gibt sich inzwischen indes moderat.
Die Leiterin der Internationalen Organisation für Migration (IOM), Amy Pope, erklärte jedoch, nach Assads Sturz seien "zehntausende" Mitglieder religiöser Minderheiten aus dem Land geflohen, darunter Schiiten. Christliche Geistliche hätten erklärt, sie seien "weiterhin sehr besorgt" angesichts der Lage.
Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu unterstrich unterdessen bei seinem ersten Besuch auf dem Gipfel des Bergs Hermon in der jüngst von seinem Land besetzten Pufferzone zwischen Syrien und Israel die strategische Bedeutung des Landstrichs. Der Gipfel des Hermon diene Israel dazu, "sowohl nahe als auch ferne Bedrohungen zu identifizieren", erklärte das Verteidigungsministerium.
Israel hatte das Einrücken in die Pufferzone als "vorübergehende" und "defensive" Maßnahme angesichts eines möglichen Machtvakuums in Syrien bezeichnet. Die Pufferzone zwischen Israel und Syrien war 1974, nach dem von Syrien und Ägypten gegen Israel geführten Jom-Kippur-Krieg, eingerichtet worden.
Der militärische Anführer der HTS-Miliz, Abu Hassan al-Hamwi, forderte unterdessen die internationale Gemeinschaft auf, eine "Lösung" für die israelischen Angriffe im Süden Syriens und das "Einrücken" der israelischen Armee zu finden. Dieses Vorgehen sei "ungerecht", sagte al-Hamwi der Nachrichtenagentur AFP. Wie bereits HTS-Chef al-Dscholani kündigte auch al-Hamwi die Auflösung des bewaffneten Arms der HTS und dessen Einbindung in die syrische Armee an.
Zur Zukunft der Kurdengebiete im Norden Syriens sagte er, diese würden unter den Machtbereich der neuen Regierung fallen. Zu einer möglichen kurdischen Autonomie sagte er, seine Gruppe lehne Föderalismus ab. "Syrien wird nicht geteilt werden", sagte al-Hamawi.
Das US-Außenministerium teilte unterdessen mit, unter seiner Vermittlung sei die Feuerpause in der Gegend nahe der zwischen Kurden und pro-türkischen Milizen umkämpften Stadt Manbidsch im Norden des Landes ausgeweitet worden. Die sei zunächst über diese Woche hinaus geschehen, Washington strebe eine "möglichst lange" Ausdehnung der Waffenruhe an.
B.Finley--AMWN