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Rechtsstreit mit Trump: Chefin von CBS News verlässt Sender
Vor dem Hintergrund eines Rechtsstreits mit US-Präsident Donald Trump gibt die Chefin des Nachrichtensenders CBS News auf. Wendy McMahon schrieb in einem am Montag veröffentlichten Abschiedsbrief an die Belegschaft, die vergangenen Monate seien "herausfordernd gewesen". Trump hat CBS-Eigentümer Paramount auf eine Entschädigung in Höhe von 20 Milliarden US-Dollar (knapp 18 Milliarden Euro) verklagt.
Bei dem Rechtsstreit geht es um ein CBS-Interview mit der demokratischen Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris in der bekannten Nachrichtensendung "60 Minutes". Der heutige Präsident wirft dem Sender vor, eine konfuse Antwort von Harris zum Thema Gaza-Krieg nachträglich bearbeitet zu haben, um ihren "Wortsalat" zu kaschieren. Trump spricht von "Wahlbeeinflussungsbetrug". CBS weist die Vorwürfe zurück.
McMahon erklärte, es sei "deutlich geworden, dass das Unternehmen und ich uns nicht über den zukünftigen Weg einig sind". Deshalb sei es für sie an der Zeit zu gehen. Paramount-Chef George Cheeks dankte ihr für ihre Arbeit. Der Sender CNBC berichtete derweil, Cheeks habe am Sonntag mit McMahon telefoniert und sie zum Rückzug aufgefordert.
Der langjährige Produzent von "60 Minutes", Bill Owen, hatte bereits im April seinen Posten geräumt. Er begründete dies mit Trumps Vorgehen gegen die Unabhängigkeit der Medien.
O.Karlsson--AMWN