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Lula mahnt Macron zur Akzeptanz des Mercosur-Handelsabkommens
Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hat seinen französischen Kollegen Emmanuel Macron zur Aufgabe seiner ablehnenden Haltung zum Handelsabkommen mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten gemahnt. "Mein lieber Macron, öffnen Sie Ihr Herz ein wenig für die Möglichkeit, dieses Abkommen (...) abzuschließen", sagte Lula am Donnerstag in Paris. Das Abkommen sei die beste Antwort der betroffenen Länder "mit Blick auf die Rückkehr des Unilateralismus und des Zoll-Protektionismus", fuhr er fort.
Macron bekräftigte seine Bedenken und verwies auf die möglichen Folgen für die französische Landwirtschaft. "Ich weiß nicht, wie ich meinen Landwirten erklären soll, dass ich sie einerseits auffordere, mehr Standards einzuhalten, gleichzeitig aber den Markt massiv für andere öffne, die überhaupt keine Standards einhalten", sagte Macron. Dies werde dem Klimaschutz nicht dienen, dabei aber der Landwirtschaft schaden, fügte er hinzu und mahnte Nachbesserungen an.
Die Europäische Union hatte im vergangenen Dezember nach jahrzehntelangen Verhandlungen ein Abkommen mit den Mercosur-Staaten Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay geschlossen. Allerdings muss der Text noch von den EU-Staaten und dem EU-Parlament abgesegnet werden.
Deutschland, Spanien, Portugal und andere hatten das Abkommen begrüßt. Frankreich besteht jedoch darauf, dass es in seiner jetzigen Form nicht akzeptabel ist. Brasilien übernimmt im Sommer für ein halbes Jahr die Präsidentschaft der Mercosur-Staaten.
G.Stevens--AMWN