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Merz besucht Marine in Ostsee - und warnt vor Russland
Bei einem Besuch der Deutschen Marine in der Ostsee hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) die entschlossene Abwehr von Gefahren aus Russland angekündigt. "Die Bedrohung durch Russland ist real", sagte Merz am Donnerstag auf der Marine-Fregatte "Bayern" in der Ostsee. Im Ostseeraum seien "tägliche Aktionen der russischen Armee" zu beobachten. "Sie testen unsere Verteidigungsbereitschaft und unsere Verteidigungsfähigkeit."
Weiter sagte der Kanzler: "Wir werden in den nächsten Monaten und den nächsten Jahren alles tun, um den Frieden, die Freiheit und die territoriale Integrität des Bündnisgebiets zu schützen." Deutschland habe dabei eine "außerordentlich wichtige Funktion", sagte Merz. "Unsere geostrategische Lage ist die Drehscheibe in Europa - ob wir das wollen oder nicht."
Bei seinem Antrittsbesuch beim deutschen Marinekommando hatte sich Merz am Morgen in Rostock zunächst mit Marine-Inspekteur Jan Christian Kaack getroffen. Danach besuchten beide die Fregatte "Bayern" und verfolgten eine Einsatzdemonstration des Personals.
In Rostock besuchte Merz zudem das Hauptquartier des Nato-Kommandos CTF Baltic, das seit vergangenem Oktober im Auftrag der Allianz den Ostseeraum überwacht. Zu den Aufgaben der CTF Baltic zählt die Abschreckung in Friedenszeiten sowie die Verteidigung des Bündnisgebiets im Krisen- und Konfliktfall. Im Ostseeraum grenzen Nato-Gebiet und Russland direkt aneinander.
P.Costa--AMWN