-
99 Badetote im Juni: So viele wie seit 2003 nicht
-
Tod von britischer Ex-Ministerin: 28-Jähriger wegen Mordverdachts festgenommen
-
Republikanischer US-Senator Lindsey Graham im Alter von 71 Jahren gestorben
-
Neue US-Angriffe auf den Iran - Teheran greift Golfstaaten an und schließt Straße von Hormus
-
Tausende protestieren gegen Bauprojekt von Trump-Familie in Albanien
-
Wimbledons neue Königin Noskova: "Werde paar Tage brauchen"
-
Nachfolger Zverev? Stich "ziemlich emotionslos"
-
Sieg in Überzahl: Messi und Co. mit Mühe ins Halbfinale
-
Iran verkündet Sperrung von Straße von Hormus - USA starten neue Angriffe
-
US-Militär: Neue Angriffe gegen den Iran gestartet
-
"Hey Jude": Starker Bellingham schießt England ins WM-Halbfinale
-
Zweimal Bellingham: England ringt Norwegen nieder
-
Irans Revolutionsgarden: Straße von Hormus "bis auf Weiteres" geschlossen
-
Sturm tritt ab: Niederlage gegen Stein im letzten Kampf
-
Gluthitze in Frankreich: Touristenattraktionen wie der Eiffelturm schließen früher
-
Deutsche U19 verliert EM-Finale gegen Spanien
-
Acht Tote bei russischen Angriffen auf Ukraine - Selenskyj fordert rasche Patriot-Lizenz
-
Fortschritte im Kampf gegen tödlichen Waldbrand in Andalusien
-
Infantino über WM mit 64 Teams: "Wird diskutiert"
-
Wimbledon: Noskova gewinnt tschechisches Finale
-
Umstrittenes Weltkriegsgedenken: Polen baut Denkmal für Opfer ukrainischer Kampfgruppe
-
Staatsschutz ermittelt zu Anschlag auf Kabelschacht der Deutschen Bahn in NRW
-
LPGA: Haeran schreibt mit 60er-Runde Major-Geschichte
-
Sechs Tote und Dutzende Verletzte bei russischen Angriffen auf die Ukraine
-
Merlier auch in Bergerac der Sprinterkönig - Ackermann Siebter
-
Südafrikas WM-Teilnehmer Adams mit 25 Jahren verstorben
-
Gut 21.000 künstliche Glatzen: Skurriler Rekord bei Konzert von US-Rapper Pitbull
-
Widerstand gegen Forderungen nach Aufschub bei Klimazielen aus Grünen und SPD
-
DFB mit Klopp über "Eckpunkte eines Vertrages" einig
-
Chamenei kündigt Rache für Tötung seines Vaters an - Trump droht Iran mit Vernichtung
-
WDR: Linksextreme Gruppe bekennt sich zu Anschlag auf NRW-Bahnstrecke
-
Fortschritte bei Kampf gegen tödlichen Waldbrand in Andalusien
-
Verletzte bei russischen Angriffen auf Kiew - Selenskyj fordert rasche Patriot-Lizenz
-
Irans oberster Führer droht mit Rache für Tötung seines Vaters
-
Pilot bei Absturz von Ultraleichtflugzeug in Niedersachsen verletzt
-
Grüne pochen auf Festhalten an Treibhausgasneutralität bis 2045
-
252 Millionen: Wembanyama verlängert bei den Spurs
-
Nach dem Tod von britischer Ex-Ministerin festgenommener Mann wieder frei
-
Geiselnahme in Berliner Supermarkt: Polizei überwältigt Täter mit Taser
-
Selenskyj: Elf Verletzte bei russischen Angriffen auf ukrainische Hauptstadt Kiew
-
Vor Wahl in Sachsen-Anhalt: AfD bekräftigt Ziel Regierungsübernahme
-
6600 Hektar Land durch Waldbrand in Spanien zerstört - Wetterbedienungen bessern sich
-
Grüne schlagen für Sommerferien 49-Euro-Ticket für Familien vor
-
Kane plaudert über "surreales" Treffen mit Trump beim Golf
-
Geiselnahme in Berlin beendet - Täter mit Taser überwältigt
-
Branchenverbände schlagen System zur Kennzeichnung von KI-erzeugter Musik vor
-
Berichte: USA fordern Ende der Angriffe in Straße von Hormus und stellen Iran Ultimatum
-
Mehr als 14.000 Menschen bringen sich in Taiwan vor Taifun "Bavi" in Sicherheit
-
Schnieder räumt Defizite bei Generalsanierungen von Bahnstrecken ein
-
Bericht: Regierung sieht hohe Dunkelziffer bei Sozialleistungsbetrug
"Neue Herbstkraft" nach Koalitionstreffen: Union und SPD betonen Konsens
Nach den internen Streitereien der vergangenen Wochen wollen Union und SPD in der Koalition künftig wieder an einem Strang ziehen. Nach Beratungen im Koalitionsausschuss am Mittwoch in Berlin zeigten sich die vier Parteivorsitzenden einig in den Prioritäten: Stärkung der Wirtschaft, Reform des Sozialstaats und Konsolidierung des Haushalts. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und SPD-Ko-Chefin Bärbel Bas erklärten ihren Streit um Einsparungen im Sozialbereich für beendet.
"Wir wissen, dass wir noch einige Aufgaben vor uns haben, die wir lösen müssen", sagte Kanzler Merz. Dabei sei die Koalition "entschlossen, dieses Land wieder gemeinsam voranzubringen". Vizekanzler und SPD-Chef Lars Klingbeil ergänzte, er sei "zuversichtlich, dass wir besser aus dem Sommer rauskommen, als wir reingegangen sind". CSU-Chef Markus Söder sagte, die Sitzung des Koalitionsausschusses sei wichtig gewesen, um "nach der Sommerdepression eine neue Herbstkraft zu finden".
Kanzler Merz und Bundesarbeitsministerin Bas traten bei der gemeinsamen Pressekonferenz dem Eindruck entgegen, dass sie sich bei der geplanten Sozialstaatsreform überworfen hätten. Beide berichteten von einem klärenden Gespräch miteinander. "Es war notwendig, dass wir beide uns mal persönlich austauschen", sagte Bas.
"Wir sind da auf dem gleichen Kurs", sagte die SPD-Ko-Chefin weiter. "Der Sozialstaat ist reformbedürftig", fügte sie hinzu. "Man muss mich da nicht zum Jagen tragen."
Merz berichtete mit Blick auf die geplanten Änderungen beim Bürgergeld davon, "dass Bärbel Bas mit mir der Meinung war, dass dieses System nicht so fortbestehen darf, wie es ist". Die vier Parteivorsitzenden wollten untereinander demnächst weiter über Details der Bürgergeldreform sprechen, noch in diesem Jahr sollten die wichtigsten Eckpunkte vorliegen, sagte der Kanzler.
Die Koalition sei sich "einig, dass wir den Sozialstaat Bundesrepublik Deutschland erhalten wollen", sagte Merz weiter. "Wir wollen ihn nicht schleifen, wir wollen ihn nicht nicht abschaffen, wir wollen ihn nicht kürzen." Der Sozialstaat müsse "in seinen wichtigsten Funktionen" erhalten bleiben - "das heißt, wir müssen ihn reformieren".
Besonderen Wert legten die vier Parteivorsitzenden auf Maßnahmen, um die Wirtschaft in Deutschland wieder anzukurbeln - eine höhere Beschäftigung und höhere Steuereinnahmen kämen auch dem Sozialstaat zugute.
Die Wirtschaft sei die "absolute Priorität" dieser Koalition, sagte CSU-Chef Markus Söder. Kanzler Merz kündigte an, dass für die allermeisten Infrastrukturprojekte künftig ein "überragendes öffentliches Interesse" erklärt werden solle, um Planung und Umsetzung zu beschleunigen. Zudem kündigte er an, für die schwächelnden Branchen Auto und Stahl zu Gipfeln ins Kanzleramt einzuladen.
Die Koalitionsspitzen berieten bei ihrem Treffen im Kanzleramt auch schon über den Bundeshaushalt 2027, in dem eine Lücke von 30 Milliarden Euro klafft. Finanzminister Klingbeil kündigte an, dass die Planung des Etats Chefsache der vier Parteivorsitzenden sein werde. Sie wollten den Prozess vertraulich "kanalisieren", sich dann "in einem Raum" zusammensetzen und dann ein Ergebnis präsentieren, sagte der SPD-Ko-Chef.
Kanzler Merz rechnet bei der Haushaltsaufstellung 2027 nach eigenen Worten mit einem schwierigen politischen Unterfangen. "Wir werden der Bevölkerung vermitteln müssen, warum wir trotz der hohen Investitionen in Verteidigung und Infrastruktur einen erheblichen Konsolidierungsbedarf in den öffentlichen Haushalten haben", sagte er. "Das wird eine schwierige Aufgabe sein, das darzulegen."
Die vier Parteivorsitzenden berichteten übereinstimmend von einem guten Klima bei den Gesprächen im Koalitionsausschuss. "Wir vier sind nicht das Problem", resümierte Söder. "Wir müssen aber unsere Parteien mitnehmen, wir müssen unsere Abgeordneten mitnehmen." Die politischen Differenzen zwischen den Parteien blieben bestehen, sagte der CSU-Chef. "Wir werden keine Sozis werden, und die Sozis werden keine vernünftigen Schwarzen werden."
F.Dubois--AMWN