-
"Verlässliche und bezahlbare Energie im Fokus": Reiche bei G20-Treffen in Texas
-
Frau in Ratzeburger Supermarkt erstochen: Verdächtiger vorläufig in Psychiatrie
-
Wadephul-Besuch in Budapest: "Ungarn und Deutschland schlagen neues Kapitel auf"
-
36-Jähriger will in Hamburg offenbar Bekannten retten und stirbt vor U-Bahn
-
"Bedrohung" durch Russland: Arktis-Gipfel fordert stärkere EU-Präsenz in der Region
-
Drei Tote bei Absturz von Kleinflugzeug in Nordrhein-Westfalen
-
Frauenleiche auf Trierer Dachboden versteckt: Besondere Schuldschwere festgestellt
-
USA blockieren Teilnahme von Irans Atombehördenchef an IAEA-Sitzung in Wien
-
Merz ruft Kritiker zu Disziplin auf - SPD besorgt über unionsinterne Debatte
-
Söder: Bund muss etwas gegen zu hohe Spritpreise unternehmen
-
Erstochener 74-Jähriger in Freiburg: Ermittlungen zu Tatmotiv dauern an
-
Ukraine-Krieg: Merz sieht entscheidende "Wochen oder Monate"
-
Mieten und Müll: Linke Eralp präsentiert Pläne als Berlins Bürgermeisterin
-
Pistorius reist in dieser Woche in die USA - Treffen mit Kollegen Hegseth geplant
-
Knapper Vorsprung für die Linke in Schweden - Wahlausgang noch offen
-
Wegen Tötungsdelikt gesucht: Paar an deutsch-niederländischer Grenze festgenommen
-
Kommunen sollen beim Bevölkerungsschutz gestärkt werden
-
Israels Kulturminister droht Machern von Gaza-Doku mit Entzug der Staatsangehörigkeit
-
Benzinpreis steigt auf weiteres Allzeithoch - Keine Entspannung am Ölmarkt in Sicht
-
Commerzbank-Übernahme: Klingbeil will Interessen Deutschlands klarstellen
-
Parteichefs aus Schottland, Wales und Nordirland betonen Recht auf Selbstbestimmung
-
Kontakte in russische Botschaft: Bundesanwaltschaft klagt mutmaßliche Spionin an
-
Trotz Risiken: Experten fordern Tempo bei europäischer KI-Entwicklung
-
Immer weniger Menschen in Deutschland wohnen im Eigentum
-
Niedersachsen: 38-Jährige stirbt nach Sturz von Balkon in fünftem Stock
-
Finnland beteiligt sich an Frankreichs "erweiterter" nuklearer Abschreckung
-
IG Metall ruft zum "Auto-Aktionstag" auf - Mindestens 100.000 Beschäftigte erwartet
-
Immer mehr weniger Menschen in Deutschland wohnen im Eigentum
-
Kallas: Russische Angriffe auf ukrainische Bahnstrecken sollten dem Westen "Angst machen"
-
Kulturstaatsminister Weimer: AfD-Erfolg in Sachsen-Anhalt "singuläres Ereignis"
-
Bundesanwaltschaft klagt mutmaßliche Russland-Spionin an
-
Carney strebt "einzigartige Allianz" zwischen Kanada und der EU an
-
DGB ruft zu bundesweiten Aktionen gegen sozialen Kahlschlag auf
-
Hersteller von Abnehmmitteln: Novo Nordisk heißt künftig nur noch Novo
-
Ausflugsverkehr und Oktoberfest: ADAC erwartet Staus an Wochenende
-
Social-Media-Verbot: Frankreich legt Brüssel überarbeitetes Gesetz vor
-
Explosion von Wohnhaus in Weimar: Gasflaschen gefunden - Mann weiter vermisst
-
Weltrangliste: Zverev setzt Spitzenreiter Sinner unter Druck
-
CSU-Landesgruppenchef gegen Rauswurf von Bas und Kanzlertausch-Szenarien
-
Nach Fund von Frauenleiche in Auto: Mordanklage in Baden-Württemberg
-
Erschöpft und übermüdet: Fast die Hälfte der Schulkinder schläft schlecht
-
SPD-Linke: Partei muss "unverhandelbaren Kern" in Koalition durchsetzen
-
"Washington Post": Kennedy Center drohen Bankrott und baldige Schließung
-
Kommunalwahl in Niedersachsen: CDU wird stärkste Kraft - AfD legt massiv zu
-
AfD-Chefin Weidel fordert Neuwahlen im Bund
-
Schwesig fordert Mitsprache der Länder bei Sozialreformen
-
Klimakapitel aus US-Richterleitfaden unter politischem Druck gestrichen
-
Wadephul: "Ungarn und Deutschland schlagen neues Kapitel auf"
-
CDU bei Kommunalwahl in Niedersachsen stärkste Kraft - AfD legt massiv zu
-
누샤 아우벨, 책임 외치지만 포츠담의 망가진 도로는 리더십 부실 드러내
Johnson mit größter Krise seiner Amtszeit konfrontiert
Der britische Premierminister Boris Johnson ist mit der größten Krise seiner dreijährigen Amtszeit konfrontiert: Ein Massenrücktritt in den eigenen Reihen und von allen Seiten erhobene Rücktrittsforderungen brachten den skandalumwitterten Regierungschef am Mittwoch in beispiellose Bedrängnis. In einer hitzigen Debatte im Parlament wies Johnson trotz zahlreicher von ihm zu verantwortender Skandale einmal mehr alle Forderungen nach einem Amtsverzicht zurück.
Aus Protest gegen Johnsons Amtsführung waren am Dienstagabend zunächst Finanzminister Rishi Sunak und Gesundheitsminister Sajid Javid zurückgetreten. Am Mittwoch folgten weitere Rücktritte, mehr als ein dutzend Regierungsmitglieder legten ihre Posten nieder. Insgesamt kehrten fast 30 Abgeordnete von Johnsons Tory-Partei der Regierung den Rücken.
Am Mittwochabend berichteten dann britische Medien, führende Minister aus dem Kabinett wollten Johnson gemeinsam zum Rücktritt drängen. Fünf Staatssekretäre, die am Mittwochnachmittag ihre Posten niederlegten, erklärten in ihrem Schreiben an den Premier: "Ohne Hintergedanken müssen wir Sie bitten, zum Wohle der Partei und des Landes Platz zu machen."
Während der wöchentlichen Fragerunde im Unterhaus wurde der Regierungschef von allen Seiten scharf kritisiert. Oppositionsführer Keir Starmer warf dem Premierminister vor, er liefere ein "erbärmliches Schauspiel" ab. Der Fraktionschef der Schottischen Nationalpartei (SNP), Ian Blackford, forderte eine Neuwahl.
Johnson wies alle Rücktrittsforderungen zurück: "Die Aufgabe eines Premierministers unter schwierigen Umständen, wenn ihm ein kolossales Mandat anvertraut wurde, ist es, weiterzumachen, und das werde ich tun", sagte Johnson. Auch die von der Opposition geforderte Neuwahl lehnte er ab. Niemand im Land wolle derzeit, dass sich die Politiker mit Wahlkampf beschäftigten, sagte Johnson. "Ich denke, wir müssen weiter daran arbeiten, unseren Wählern zu dienen."
Finanzminister Sunak hatte am Dienstagabend in seinem Rücktrittsschreiben an Johnson geschrieben, die Öffentlichkeit erwarte "zu Recht, dass die Regierung ordentlich, kompetent und seriös geführt wird". "Ich glaube, dass diese Standards es wert sind für sie zu kämpfen, und deshalb trete ich zurück", fügte der 42-jährige Minister hinzu.
Johnson ersetzte Sunak und Gesundheitsminister Javid rasch. Bildungsminister Nadhim Zahawi wurde neuer Finanzminister, Johnsons bisheriger Stabschef Steve Barclay übernahm das Gesundheitsressort.
Die Minister-Rücktritte waren wenige Minuten nach einer Stellungnahme Johnsons erfolgt, in der dieser sich dafür entschuldigte, einen unter dem Verdacht der sexuellen Belästigung stehenden Tory-Politiker zum stellvertretenden Parlamentarischen Geschäftsführer gemacht zu haben. Chris Pincher war Ende vergangener Woche von diesem Posten zurückgetreten, nachdem er zwei Männer sexuell belästigt hatte.
Dabei wurde bekannt, dass Johnson bereits 2019 über Vorwürfe gegen Pincher informiert worden war. Der Premier hatte dies zunächst dementieren lassen, es dann aber doch einräumen müssen und versichert, er habe diese Tatsache "vergessen".
Johnsons Regierung und seine konservative Regierungspartei wurden in der Vergangenheit von einer ganzen Reihe von Affären erschüttert. Neben einer Spendenaffäre und Skandalen um übergriffige Parteikollegen wog besonders schwer der Skandal um Partys am Regierungssitz während des Corona-Lockdowns.
Anfang Juni musste sich Johnson einem parteiinternen Misstrauensvotum stellen, das er nur knapp überstand. Laut einer Umfrage vom Mittwoch sind 72 Prozent der Tory-Wähler inzwischen der Ansicht, Johnson müsse zurücktreten.
A.Malone--AMWN