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Merz: Trumps Kursänderung im Grönland-Streit ist "der richtige Weg"
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Kursänderung von US-Präsident Donald Trump im Streit um Grönland begrüßt. Damit habe Trump den "richtigen Weg" eingeschlagen, sagte Merz am Donnerstag in einer auf Englisch gehaltenen Rede beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Jede Drohung, europäisches Territorium mit Gewalt in Besitz zu nehmen, wäre "inakzeptabel", erklärte Merz. Neue Zölle würden "zudem die Grundlagen der transatlantischen Beziehungen untergraben".
Trump hatte am Mittwoch nach einem Gespräch mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte in Davos eine vorläufige Einigung im Streit um Grönland bekannt gegeben. Rutte erklärte, Trump und er hätten Wege besprochen, wie die Nato die gesamte Arktis absichern könne. Trump kündigte an, deshalb auf angekündigte Strafzölle gegen Deutschland und sieben weitere europäische Länder zu verzichten.
Merz sagte in Davos, die Nato sei "für die Sicherung des hohen Nordens verantwortlich". Dies sei "ein gemeinsames transatlantisches Interesse". Deutschland setze sich "genau dafür ein". "Wir tun dies im Rahmen der Nato und werden unser Engagement noch ausweiten", kündigte der Kanzler an. "Unsere Nachbarn und Partner in Europa, einschließlich Dänemark und der Bevölkerung Grönlands, können auf unsere Solidarität zählen."
Merz sprach zugleich von einer Bedrohung durch Russland in der Arktis. "Wir werden Dänemark, Grönland und den Norden vor der Bedrohung durch Russland schützen", sagte der Kanzler. Dabei müssten aber die Prinzipien gewahrt werden, "auf denen die transatlantische Partnerschaft beruht: Souveränität und territoriale Integrität". Die Bundesregierung unterstütze Gespräche zwischen Dänemark, Grönland und den USA auf der Grundlage dieser Prinzipien".
Er habe dies in den vergangenen Tagen unter anderem mit Trump, der dänischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen und Nato-Generalsekretär Rutte besprochen, berichtete Merz. Ziel dieser Gespräche sei "eine Einigung über eine engere Zusammenarbeit der Verbündeten im hohen Norden und darüber hinaus".
J.Williams--AMWN