-
Staatliche Kaufprämie sorgt für neuen E-Auto-Boom
-
Bei Streit gestorbener 27-Jähriger in Hessen: Verletzter tatverdächtig
-
Waffen für Hamas-Anschläge: Verdächtiger nach Deutschland überstellt
-
Prozess gegen mutmaßliche NSU-Unterstützerin: Anklage fordert vier Jahre Haft
-
DFB löst Vertrag mit Bundestrainer Nagelsmann auf - Klopp soll kommen
-
Wüst spricht sich für praxisnahe Umsetzung bei Krankschreibung ab erstem Tag aus
-
Paketbombe in Monaco: Interpol fahndet nach Ukrainerin
-
DFB: Nagelsmann weg - Klopp soll kommen
-
Bewohner von Kiew sollen wegen Luftverschmutzung durch russische Angriffe zuhause bleiben
-
Zahl antisemitischer Straftaten in Berlin gestiegen
-
Hohe Kraftstoffpreise: Anteil von günstigerem Super E10 "sprunghaft" gestiegen
-
So viel Jägernachwuchs wie noch nie: Mehr als 18.000 Jungjäger bestehen Prüfung
-
Neuzulassungen von E-Autos im Juni um fast 80 Prozent gestiegen
-
Linke will mit Organklage im Eilverfahren neues Heizungsgesetz stoppen
-
Krankenhausbrand in Mecklenburg-Vorpommern: Technische Ursache ausgeschlossen
-
Klüssendorf räumt Unmut in SPD über geplante Attestpflicht ein
-
Ramelow verurteilt Gewalt gegen AfD-Parteitag als "nicht legitim"
-
Brandenburger Tor wird zum 250. Geburtstag der Vereinigten Staaten angestrahlt
-
Leichnam von Chamenei zur Aufbahrung in die Mosalla von Teheran gebracht
-
CO2-Emissionen von Google und Amazon steigen stark - Klimaziele rücken in die Ferne
-
Spahn verteidigt Attest-Pflicht - Klingbeil verspricht "vernünftige Regelung"
-
Adoptionen in Deutschland sinken auf niedrigsten Stand seit Wiedervereinigung
-
Kanada startet neues Projekt für Öl-Pipeline Richtung Westküste
-
Historischer Sieg gegen den Ex: Schweiz im Achtelfinale
-
Laut Bild: Nagelsmann tritt zurück
-
Sieg gegen den Ex: Schweiz zieht weiter
-
Zahl der Todesopfer durch Erdbeben in Venezuela steigt auf mehr als 2500
-
Trauriger Modric-Abschied und kroatischer VAR-Ärger
-
Jeder Zweite auf dem Dorf hält Landleben für sehr gesund
-
"Bin kein Favorit": Zverev übt sich in Zurückhaltung
-
Kurz vor Nato-Gipfel: Trump teilt erneut gegen Alliierte aus
-
KI-Boom treibt Marktwert: Wertvollste Unternehmen weltweit noch wertvoller
-
Merz empfängt Staats- und Regierungschefs der baltischen Staaten in Berlin
-
250-Jahr-Feiern: Trump besucht am Freitag Nationaldenkmal Mount Rushmore
-
Popsängerin Swift und Football-Profi Kelce heiraten laut US-Medien in New York
-
Hitzewelle in den USA: Temperatur-Rekorde in Washington und New York
-
CR7 trifft: Ronaldo triumphiert im Showdown der Altstars
-
Online-Medien: Chef von AfD-Nachwuchs fordert mehr inhaltliche Tiefe seiner Partei
-
Parlamentswahl in Algerien: Beteiligung offenbar auf historischem Tief
-
Hochzeits-Feierlichkeiten von Taylor Swift und Travis Kelce offenbar begonnen
-
Bericht: Höhere Reichensteuer würde Wirtschaft jährlich zwei Milliarden Euro kosten
-
Spanien eine Nummer zu groß: Aus für Rangnicks Österreicher
-
43-jähriger Mann acht Tage nach Erdbeben in Venezuela lebend aus Trümmern gerettet
-
Vor erwarteter Hochzeit: Taylor Swift und Travis Kelce spenden 26 Millionen Dollar
-
Merz zur AfD im Osten: Wahlentscheidung nicht getroffen
-
Presse: OpenAI prüft fünfprozentige Beteiligung der US-Regierung
-
Merz: Nehmen Reformpläne ernst und setzen sie um
-
Mordfall Caruana Galizia: Mutmaßlicher Auftraggeber soll 150.000 Euro gezahlt haben
-
Polen will Auslieferung des in die USA geflüchteten Ex-Justizministers Ziobro
-
Heftige Kritik an Plänen der Regierung zum Informationsfreiheitsgesetz
Bund will mit milliardenschwerem Tennet-Einstieg Ausbau der Stromnetze absichern
Der deutsche Staat steigt beim Übertragungsnetzbetreiber Tennet ein. Wie die niederländische Tennet Holding am Dienstag mitteilte, wurde mit der staatlichen KfW-Förderbank der Kauf eines 25,1-Prozent-Anteils an Tennet Deutschland für rund 3,3 Milliarden Euro vereinbart. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) erklärte, der Einstieg des Bundes trage dazu bei, "den milliardenschweren Kapitalbedarf in den kommenden Jahren abzusichern".
Für das Erreichen der energiepolitischen Ziele sei "der bedarfsgerechte Ausbau der Stromnetze erforderlich", erläuterte Reiche. "Mit dieser Investition in die Infrastruktur der Zukunft stärken wir den Standort Deutschland", fügte sie hinzu. KfW-Vorstandschef Stefan Wintels bezeichnete die Beteiligung als "Meilenstein für Versorgungssicherheit und Resilienz der deutschen und europäischen Energieinfrastruktur".
Der Chef von Tennet Deutschland, Tim Meyerjürgens, begrüßte den Einstieg des Bundes als "starkes Signal". Dass die Bundesregierung in strategische Infrastruktur investiere, unterstreiche, "dass ein entschlossener Netzausbau höchste Priorität hat", erklärte er. Leistungsfähige Stromnetze seien "die Grundlage für Versorgungssicherheit, industrielle Wettbewerbsfähigkeit und Energiesouveränität in Deutschland und Europa".
Mit dem Bund habe Tennet Deutschland einen weiteren "langfristig orientierten Partner" gewonnen, der die finanzielle Basis des Netzbetreibers nachhaltig stärke. "Mit den Investitionen von heute schaffen wir die Energieinfrastruktur, auf der wirtschaftliche Entwicklung und industrielle Wertschöpfung langfristig aufbauen", erklärte Meyerjürgens.
Gegenüber dem "Handelsblatt" hob er zudem hervor, dass die breite Eigentümerbasis des Unternehmens die Bonität von Tennet Deutschland stärke und damit die Grundlage für eine langfristig günstige Finanzierung am Kapitalmarkt schaffe. "Mit dem Staat als Investor können wir die Netze günstiger ausbauen", erklärte er. Es gehe aber auch darum, ein Zeichen gegenüber internationalen Investoren zu setzen: "Ein Staat, der sich selbst in einem seiner wichtigsten Infrastrukturprojekte engagiert, sendet das Signal, dass hier mit verlässlichen Rahmenbedingungen zu rechnen ist."
Tennet ist der größte der vier Übertragungsnetzbetreiber in Deutschland und betreibt ein rund 14.000 Kilometer langes Hochspannungsstromnetz zwischen Schleswig-Holstein und Bayern. Das Unternehmen ist eine Tochter der niederländischen Tennet, die dem Staat gehört und künftig noch mit 28,9 Prozent an Tennet Deutschland beteiligt bleibt.
Gespräche über eine Beteiligung des deutschen Staates hatte es angesichts des großen Investitionsbedarfs für das Stromnetz in Deutschland bereits in der Vergangenheit gegeben. Mitte 2024 waren Gespräche über eine Beteiligung Berlins zwischen der deutschen und der niederländischen Regierung aber an den deutschen Haushaltsengpässen gescheitert.
Zuletzt hatte der Haushaltsausschuss des Bundestages allerdings grünes Licht für einen Einstieg gegeben und Mitte Januar den Weg für die Unterzeichnung freigemacht. Bereits im September hatte Tennet zudem den milliardenschweren Einstieg weiterer Investoren für seine deutsche Tochter verkündet: Der niederländische Rentenfonds APG, der norwegische Staatsfonds NBIM und der Staatsfonds GIC aus Singapur steuern bis zu 9,5 Milliarden Euro bei.
Mit Blick auf den Einstieg des Bundes müssen nun - wie bei Unternehmensbeteiligungen üblich - noch die regulatorischen Genehmigungen eingeholt werden. Mit dem Vollzug wird nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums im dritten Quartal dieses Jahres gerechnet. Mit den bereits bestehenden Beteiligungen des Bundes an 50Hertz (20 Prozent) und TransnetBW (24,95 Prozent) wäre der Bund demnach dann an drei der vier deutschen Stromübertragungsnetzbetreiber beteiligt.
P.Martin--AMWN