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US-Antiterror-Chef Kent tritt aus Protest gegen Iran-Krieg zurück
In den USA hat ein führender Geheimdienstler und Gefolgsmann von Präsident Donald Trump aus Protest gegen den Iran-Krieg seinen Rücktritt erklärt. Der Leiter des Nationalen Terrorabwehr-Zentrums (NCTC), Joe Kent, schrieb am Dienstag im Onlinedienst X, der Iran sei "keine unmittelbare Bedrohung" für die USA gewesen. Kent ist der erste hochrangige Mitarbeiter der Trump-Regierung, der wegen des Iran-Kriegs sein Amt niederlegt.
"Es ist klar, dass wir diesen Krieg wegen Drucks aus Israel und seiner mächtigen amerikanischen Lobby begonnen haben", schrieb Kent in seinem auf X veröffentlichten Rücktrittsbrief an Trump. Darin argumentiert der 45-Jährige, "hochrangige israelische Verantwortliche und einflussreiche Vertreter amerikanischer Medien" hätten Trump mithilfe einer "Falschinformations-Kampagne" überzeugt, den Iran anzugreifen und dass es einen "klaren Weg zu einem schnellen Sieg" gebe. "Das war eine Lüge", schrieb Kent weiter.
Er rief Trump auf, einen Kurswechsel einzuleiten. Ansonsten würden die USA "weiter Richtung Niedergang und Chaos abrutschen". Trump hatte Kent im Februar als Leiter des Terrorabwehr-Zentrums nominiert. Der Republikaner und frühere CIA-Agent galt als Vertreter von Trumps Maga-Lager (Make America Great Again, Macht Amerika wieder großartig).
O.M.Souza--AMWN