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Merz telefoniert mit Trump - Beratungen über Iran-Krieg
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat sich nach eigenen Angaben telefonisch mit US-Präsident Donald Trump über die Lage in verschiedenen Kriegsgebieten ausgetauscht. "Ich habe heute Nachmittag mit US-Präsident Donald Trump die Situation in Iran, Israel und in der Ukraine besprochen", schrieb Merz am Sonntag im Onlinedienst X. "Wir haben verabredet, weiter in engem Kontakt zu bleiben. Unser Austausch wird bald fortgesetzt", fügte er hinzu.
Trump hatte sich zuletzt verärgert darüber gezeigt hatte, dass sich die Nato-Partner nicht an einem militärischen Einsatz zur Sicherung der Schifffahrt in der strategisch wichtigen Straße von Hormus beteiligen wollen. Merz räumte am Freitag bei einer Wahlkampfveranstaltung in Rheinland-Pfalz ein, dass Trump "im Augenblick nicht so ganz gut auf mich zu sprechen" sei.
In seiner Regierungserklärung am Mittwoch hatte sich der Kanzler erneut von der US-israelischen Entscheidung zu einem Angriff auf den Iran distanziert. "Wir hätten abgeraten, diesen Weg so zu gehen, wie er gegenwärtig gegangen ist", sagte Merz. Er bekräftigte auch seine Skepsis, was die Kriegsziele der USA und Israels angeht.
Zugleich betonte Merz sein Interesse an einer engen Beziehung zu den USA. "Wir wollen nicht, dass dieser Krieg zur Belastung für die transatlantische Partnerschaft wird", sagte der Kanzler in seiner Regierungserklärung. "Diese Partnerschaft wollen wir, und wir brauchen sie."
Y.Nakamura--AMWN