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Zusammenstöße in Venedig bei Ankunft von Mega-Jacht von US-Botschafter
In Venedig ist es zu Zusammenstößen zwischen der Polizei und Demonstranten gekommen, die gegen die Ankunft einer Mega-Jacht des US-Botschafters in Italien protestierten. Die 117 Meter lange "Boardwalk" von Tilman Fertitta lief am Freitag in Venedig ein, eskortiert wurde das Schiff von Polizisten auf Schnellbooten und Jetskis.
Bei der Ankunft protestierten mehrere hundert Menschen. Sie riefen laut Aufnahmen lokaler Medien unter anderem Parolen gegen die US-Politik in Iran und im Nahen Osten. Dabei versuchten Demonstranten auch, sich der von maskierten Polizeibeamten bewachten Jacht zu nähern. Es kam kurzzeitig zu Auseinandersetzungen.
Venedig war eine der Stationen einer Reise Fertittas entlang der italienischen Küste, die der Botschafter anlässlich des 250. Jahrestags der US-Unabhängigkeitserklärung organisiert hatte. Abgeordnete der Opposition haben die Kosten der Reise für die italienischen Steuerzahler kritisiert. Sie verwiesen unter anderem darauf, dass bei jeder Station der Einsatz von Marine, Küstenwache und Polizei zur Gewährleistung der Sicherheit erforderlich sei.
Die Organisatoren der Proteste in Venedig hatten im Vorfeld die "Arroganz des Botschafters" kritisiert, die "das Ergebnis der Politik" von US-Präsident Donald Trump sei. Nach der Prunk-Hochzeit von US-Milliardär Jeff Bezos in der Lagunenstadt vor einem Jahr stelle der Besuch von Fertitta einen erneuten "Schlag ins Gesicht" für die Einheimischen dar, die oft Schwierigkeiten hätten, über die Runden zu kommen.
L.Mason--AMWN