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Ryanair bietet wegen Flugsteuer weniger Flüge aus Belgien an
Die Billigfluggesellschaft Ryanair hat angekündigt, wegen einer Steuererhöhung in Belgien weniger Flüge aus dem deutschen Nachbarland anzubieten. Ryanair werde "fünf Flugzeuge von unserer Basis in Charleroi abziehen", erklärte das Unternehmen am Mittwoch. Insgesamt würden für den Winter 2026 und den Sommer 2017 zwei Millionen Flugsitze aus den Plänen der beiden Brüsseler Flughäfen Charleroi und Zaventem gestrichen, fügte Ryanair hinzu.
Ryanair begründet die Maßnahmen mit der geplanten Steuererhöhung auf Flugtickets. Diese soll ab dem 1. Januar für einen Flug mit einer Distanz von 500 bis 3500 Kilometern von fünf auf sieben Euro erhöht werden. Für Kurzstrecken von weniger als 500 Kilometer - zum Beispiel nach London, Paris oder Frankfurt - werden in Belgien zehn Euro fällig.
"Wir hatten Premierminister (Bart) De Wever gewarnt, dass die Erhöhung der Luftverkehrssteuer in Belgien zu einem Rückgang des Verkehrs führen würde, aber er hat nicht zugehört", klagte die Fluggesellschaft. Derzeit hat Ryanair rund 20 Flugzeuge in Charleroi stationiert.
Die irische Fluggesellschaft hatte nach Ankündigung der Steuererhöhung bereits im Januar dieses Jahres mit Konsequenzen gedroht. Zu dem Zeitpunkt stand allerdings noch eine Erhöhung der Steuer auf Langstreckenflüge auf zehn Euro im Raum. Der Kompromiss von sieben Euro war am Samstag bekannt gegeben worden.
Der Flughafen Charleroi, eine der wichtigsten Drehscheiben Ryanairs auf dem europäischen Festland, dankte der belgischen Regierung dafür, die von der Branche "geäußerten Bedenken berücksichtigt" zu haben, und bedauerte die Entscheidung Ryanairs. Die Gespräche mit der Fluggesellschaft würden fortgesetzt.
C.Garcia--AMWN