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Franziska Hoppermann ist neue CDU-Generalsekretärin
Die Hamburger Bundestagsabgeordnete Franziska Hoppermann ist neue CDU-Generalsekretärin. Der CDU-Bundesvorstand wählte die 44-Jährige am Montag einstimmig auf Vorschlag von Parteichef und Kanzler Friedrich Merz, wie dieser in Berlin sagte. Hoppermann löst Carsten Linnemann ab, der im Zuge einer Kabinettsumbildung nun das Amt des Bundesgesundheitsministers übernimmt.
Hoppermann werde das Amt der CDU-Generalsekretärin sofort übernehmen, sagte Merz. Ein Parteitagsbeschluss ist vorerst nach den Parteistatuten nicht nötig, der nächste Parteitag findet erst im November 2027 statt.
Hoppermann soll nun die kommenden Wahlkämpfe vorbereiten. Merz lobte die Hamburger Politikerin als "eine starke Stimme für unsere Partei nach innen und nach außen". Mit ihr gewinne die CDU "eine selbstbewusste, eine wertebewusste, eine moderne Generalsekretärin", die "das ganze Land immer fest im Blick" habe. Als Bundesschatzmeisterin und Mitglied im CDU-Präsidium kenne sie zudem die Partei.
Hoppermann sagte bei ihrer Vorstellung, die CDU wolle in Krisenzeiten "Orientierung und Richtung geben in der Koalition". Gleichzeitig wolle die Partei ihr Profil schärfen. "Die Menschen wollen auch nicht, dass wir uns mit uns selbst beschäftigen."
Die neue Generalsekretärin nannte als Vorbilder ihre Amtsvorgänger Heiner Geißler "für seine programmatische Brillanz" und Volker Rühe, "der in der Zeit der Wende zur Deutschen Einheit herausragende Arbeit geleistet und die CDU zu einer gesamtdeutschen Partei geformt hat". Sie wolle "demütig, aber zugleich auch sehr motiviert" an ihre neue Aufgabe herangehen, sagte Hoppermann.
Die personnellen Veränderungen in der CDU waren nach dem Rücktritt von Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) nötig geworden. Seinen Posten übernimmt der bisherige Kanzleramtsminister Thorsten Frei (CDU). Die bisherige Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) rückt wiederum auf Freis Posten im Kanzleramt und wird in dem Ressort von Linnemann beerbt.
Für Turbulenzen in der CDU sorgte seit der Ankündigung der Veränderungen der Umgang mit Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder. Auch ihn wollte Merz ersetzen, ein möglicher Nachfolger sprang aber kurzfristig ab. Nun soll der bisherige Parlamentsgeschäftsführer Steffen Bilger den Posten im Verkehrsressort übernehmen. Auch mehrere Staatssekretärsposten wurden im Zuge der Personalrochade neue besetzt.
P.Mathewson--AMWN