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Frei will als Unions-Fraktionschef Vertrauen der Menschen zurückgewinnen
Der neue Unions-Fraktionschef Thorsten Frei (CDU) sieht es als seine Hauptaufgabe an, mit einer erfolgreichen Reformpolitik das Vertrauen der Menschen in die Koalition zurückzugewinnen. "Wir werden nur dann das Vertrauen und die Zustimmung in der Bevölkerung bekommen, wenn wir es schaffen, die ganz persönlichen Lebensverhältnisse zu verbessern", sagte Frei am Mittwoch nach seiner Wahl in Berlin. "Das ist unser Auftrag, das ist unsere Aufgabe."
Frei war zuvor in einer Sondersitzung der Unionsfraktion zum Nachfolger von Jens Spahn (CDU) gewählt worden, der wegen Vorwürfen zur Inanspruchnahme einer Leihmutter in den USA für die Geburt seines Sohnes zurückgetreten war. Das Ergebnis von knapp 92 Prozent der Stimmen werte er "als einen Vertrauensbeweis und auch als Rückenstärkung für die Herausforderungen, die jetzt kommen", sagte Frei.
Jetzt werde es darum gehen, "die zwei Kernaufgaben einer Fraktion zu bewältigen", sagte Frei - "erstens, als regierungstragende Fraktion die Bundesregierung dabei zu unterstützen, das, was wir in Wahlprogramm und Koalitionsvertrag niedergelegt uns vorgenommen haben, auch tatsächlich umzusetzen. Und zum Zweiten natürlich der Fraktion auch eine eigene, selbstbewusste Stimme zu geben", betonte der neue Fraktionschef.
Es sei der Ehrgeiz seiner Fraktion, "die guten Gesetze der Bundesregierung hier im Parlament noch besser zu machen". Mit Reformen bei Pflege, Rente, Arbeitsmarkt, Steuern oder Bürokratierückbau gebe es "so viel, was wir vor uns haben, und nur in der Summe dieser Maßnahmen haben wir eine Chance, die Dinge zum Besseren zu wenden". Frei äußerte sich überzeugt, "dass wir auch das Vertrauen der Menschen wieder zurückgewinnen".
Y.Nakamura--AMWN