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"Eine meiner engsten Vertrauten": Trumps Sprecherin Karoline Leavitt tritt zurück
Die für ihre scharfen und bissigen Antworten auf Journalistenfragen bekannte US-Präsidentensprecherin Karoline Leavitt hat ihren Rücktritt angekündigt. Die 28-Jährige begründete dies am Mittwoch damit, dass sie sich nach der Geburt ihres zweiten Kindes mehr auf die Familie konzentrieren wolle. Präsident Donald Trump würdigte Leavitt als "eine meiner engsten Vertrauten" und kündigte an, dass diese künftig als externe Beraterin für ihn arbeiten werde.
"Unsere wunderbare Pressesprecherin des Weißen Hauses und eine meiner engsten Vertrauten, Karoline Leavitt, wird ihr Amt zum Monatsende niederlegen, um mehr Zeit mit ihrer wunderbaren jungen Familie zu verbringen", schrieb Trump in seinem Online-Netzwerk Truth Social. "Karoline wird künftig zu meinen wichtigsten externen Beratern zählen und eine einflussreiche Stimme innerhalb der Republikanischen Partei sein." Er verstehe und respektiere ihre Entscheidung zutiefst.
Leavitt hatte zuvor erklärt, sie könne nicht ihrer Funktion als Sprecherin des Weißen Hauses die nötige Zeit und Energie widmen und zugleich die Mutter sein, "die meine beiden kleinen Kinder verdienen". Zugleich zeigte sich die 28-Jährige gegenüber Trump "dankbar, dass er mir das besondere Privileg eingeräumt hat, an der Rednerpult des Weißen Hauses in seinem Namen zu sprechen". Es habe ihr "große Freude bereitet, die liberalen Medien in die Pflicht zu nehmen und sicherzustellen, dass das amerikanische Volk die Wahrheit über die Erfolge von Präsident Trump erfährt".
Leavitt ist die jüngste Präsidentensprecherin in der Geschichte der USA. Sie hatte im Mai ihre Tochter Viviana zur Welt gebracht, es ist ihr zweites Kind. Unmittelbar vor der Geburt hatte sie noch den ihr eigentlich zustehenden Mutterschutz verschoben, um in einer Krisensituation präsent zu sein: Ein bewaffneter Mann hatte in Washington versucht, zum traditionellen Korrespondenten-Dinner vorzudringen, an dem Trump teilnahm. Dies wurde von den Ermittlern als mutmaßliches Attentat auf den Präsidenten gewertet.
Nach der Geburt ihrer Tochter war Leavitt vor wenigen Wochen ins Weiße Haus zurückgekehrt. Ihr nun angekündigter Rücktritt als Sprecherin fällt in eine Zeit, in der Trump mit stetig sinkenden Umfragewerten zu kämpfen hat. Seiner Republikanischen Partei droht bei den Kongresszwischenwahlen im November eine Niederlage.
Der Präsident reagierte auf die Entwicklung zuletzt mit immer heftigeren Vorwürfen gegen die Demokraten, die nun einmal mehr von Leavitt wiederholt wurden: "Unser Land steht vor einer existenziellen Bedrohung durch eine zunehmend extremistische Demokratische Partei, die alles zerstören will, was Amerika ausmacht", erklärte sie bei ihrer Rücktrittsankündigung. "Mein Kampf tritt in eine neue Phase ein, aber er ist noch lange nicht vorbei."
C.Garcia--AMWN