-
Neue Proteste in Frankreich - Furcht vor Ausschreitungen
-
Bundesweite Jugendproteste geplant - Forderung nach bezahlbarem Leben
-
Parteitag der Linken in Berlin entscheidet über Koalitionsverhandlungen
-
Trump wettert bei Wahlkampfauftritt in Florida gegen "Kommunisten" bei Demokraten
-
Eskalation um Polens Verfassungsgericht: Regierungsgegner versuchen auf Gelände vorzudringen
-
Russischer Außenminister Lawrow: Hatte "angenehmes" Gespräch mit Rubio in Atlanta
-
EU-Außenbeauftragte Kallas wirft Lawrow bei G20-Treffen "Lügen" über Ukraine vor
-
Antonelli voll im Soll - Leclerc in Mexiko ganz vorne
-
US-Regierung gibt grünes Licht für Verkauf von 500 Patriot-Raketen an die Ukraine
-
UN-Biodiversitätskonferenz einigt sich bei mehreren zentralen Themen
-
Südwest-Duell: Elversberg stoppt Mainzer Auswärtslauf
-
Antonelli wieder fit - nur Leclerc ist schneller
-
47,9 Millionen Wähler: Neuer Rekord bei vorzeitiger Stimmabgabe für Midterms
-
Kryptowährungsbörse Binance will nach Hackerangriff "alle Verluste" ersetzen
-
Berliner Politik erinnert an deutsch-türkisches Anwerbeabkommen vor 65 Jahren
-
Social-Media-Sucht: Meta wendet in USA Prozess durch Vergleich ab
-
EU und Kanada starten neue Allianz mit Abkommen über Ukraine, Rohstoffe und KI
-
Wie eine Nummer eins: Zverev spaziert ins Halbfinale
-
Großdemos in Italien gegen hohe Preise - mehr Geld für Bildung gefordert
-
Feuerpause in Oleschky: Einwohner fliehen aus besetzter ukrainischer Stadt
-
Frankreichs Behörden befürchten bei Protesten erneut massive Randale
-
Nach fehlgeschlagener Hinrichtung: Christa Pike leidet unter ständigen Schmerzen
-
EU und Kanada wollen mit neuer Allianz "gemeinsam Krisen standhalten"
-
G20-Außenministertreffen in Atlanta: Wadephul gegen Familienfoto mit Lawrow
-
Merz und Wadephul fordern Diplomatie statt neuer Angriffe auf Iran nach Midterms
-
Feuerpause in Oleschky: Einwohner aus besetzter ukrainischer Stadt evakuiert
-
Wetterbilanz: Oktober war golden - aber auch überdurchschnittlich nass
-
Prozess um Mord an Fabian aus Güstrow: Verteidigung fordert Freispruch
-
Schwieriger Endspurt bei UN-Biodiversitätskonferenz in Eriwan
-
Papst Leo XIV. hat seine Stimme bei den Kongresswahlen in den USA abgegeben
-
"GenZ"-Proteste: Anklagen gegen Regierung und Appelle für friedliche Demos
-
Streit um Pestizid Glyphosat: Bayer siegt erneut vor US-Gericht
-
Druck von Behörden: Unabhängige russische Zeitung "Nowaja Gaseta" muss Arbeit einstellen
-
"Ausschlaggebend war der Tankrabatt": Inflation geht auf 2,8 Prozent zurück
-
Cyberangriff auf Berliner Charité: Kontaktdaten abgegriffen
-
Bis zu vier Mal so viel wie im Vorjahr: Ölkonzerne machen Milliardengewinne
-
Kassen-Zusatzbeiträge sollen 2027 stabil bleiben - bei 2,9 Prozent
-
"GenZ"-Proteste: Initiatoren klagen Regierung an - Appelle für friedliche Demos
-
Landesweite Proteste in Italien gegen hohe Preise
-
Kanzler Merz betont nach Asien-Reise Bedeutung der Handelsbeziehungen
-
Kryptobörse Binance meldet massiven Hackerangriff - Höhe des Schadens unklar
-
Chemie-Industie: Evonik lehnt Übernahmeangebot von BASF ab
-
Iran-Krieg: Merz ruft zu diplomatischer Lösung auf
-
Strafbefehl erlassen: Berliner Polizist soll Interna weitergegeben haben
-
Evakuierung von Einwohnern aus russisch besetzter ukrainischer Stadt Oleschky begonnen
-
Regionalliga: DFB-Präsidium einigt sich auf Kompassmodell
-
Friedenspflicht in Metall- und Elektroindustrie endet - Warnstreiks ab Sonntag
-
Nach "Angst"-Eingeständnis von Eralp: Druck auf SPD zu Verzicht auf Koalition
-
Leichtes Wachstum: Deutsche Wirtschaft trotzt hohen Energiepreisen und Niedrigwasser
-
Berliner SPD lässt Mitglieder über mögliche rot-grün-rote Koalition abstimmen
Deutschland und fünf weitere EU-Länder: EU-Budgetentwurf muss deutlich schrumpfen
Deutschland und fünf weitere EU-Staaten aus der Gruppe der "Sparsamen" drängen auf Kürzungen um mehrere hundert Milliarden Euro am Entwurf für den nächsten EU-Haushalt. Der derzeit von der EU-Kommission anvisierte Ausgabenanstieg um bis zu 60 Prozent sei "schlicht unbezahlbar", sagte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Donnerstag in Berlin nach einem Treffen mit den Regierungschefs aus Dänemark, Finnland, den Niederlanden, Österreich und Schweden.
Der Vorschlag der EU-Kommission für den mehrjährigen Finanzrahmen von 2028 bis 2034 mit einem Volumen von knapp zwei Billionen Euro müsse "in ausgewogener Weise um mehrere hundert Milliarden Euro reduziert werden", erklärten die Regierungschefs. Alle Haushaltsbereiche müssten zu den Einsparungen beitragen. Der EU-Haushalt solle dennoch moderat wachsen und stärker auf Sicherheit und Verteidigung, Wettbewerbsfähigkeit, Migration und Souveränität ausgerichtet werden.
"Mit einem Haushalt des 20. Jahrhunderts werden wir den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts nicht begegnen können", sagte Merz nach den Beratungen im Kanzleramt. "Wichtiger denn je" sei insbesondere die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit der EU-Staaten.
"Europa wird sich in dieser Welt nur aus eigener wirtschaftlicher Stärke heraus behaupten können", sagte der Bundeskanzler. Der neue Finanzrahmen müsse deshalb die Wettbewerbsfähigkeit der EU und ihrer Industrie stärker berücksichtigen. Der EU-Haushalt werde zwar insgesamt wachsen - allerdings nur "mit Augenmaß".
Die sechs zu den Gesprächen in Berlin zusammengekommenen Staaten finanzierten zusammen knapp 40 Prozent des EU-Haushalts, sagte der Kanzler weiter. Zugleich brächten sie rund 70 Prozent der bilateralen Ukraine-Hilfe auf, die von EU-Staaten geleistet werde. "Wir sind nicht geizig", sagte Merz. Der Haushalt müsse aber finanzierbar bleiben und die europäischen Prioritäten besser abbilden.
In ihrer Abschlusserklärung verwiesen die sechs Staaten auf die Sparzwänge in den nationalen Haushalten. In einer Zeit, in der praktisch alle Mitgliedstaaten "schmerzhafte Haushaltskonsolidierungen" vornehmen müssten, könne "der EU-Haushalt keine Ausnahme bilden". Die Union müsse deshalb innerhalb des Budgets klare Entscheidungen treffen und Prioritäten neu setzen - "so, wie wir dies auch auf nationaler Ebene tun".
Zudem müsse die Achtung gemeinsamer Werte und der Rechtsstaatlichkeit Voraussetzung für den Zugang zu EU-Fördermitteln sein, erklärten die sechs Staaten. Neue gemeinsame EU-Schulden lehnten sie ab. Finnlands Ministerpräsident Petteri Orpo sagte dazu, Finnland sei bereit, über einige neue Eigenmittel der EU zu verhandeln. Zusätzliche Einnahmen allein lösten das Grundproblem indes nicht.
Auch bei den EU-Institutionen verlangen die sechs Regierungen Zurückhaltung. Diese sollten ihre Aufgaben mit dem bestehenden Personalbestand bewältigen, heißt es in der Erklärung. Zudem müssten die Zahlungsströme innerhalb der EU insgesamt auf den Prüfstand. "Übermäßige Ungleichgewichte bei den Nettosalden" der Mitgliedstaaten seien zu korrigieren.
Innerhalb der EU stehen den "sparsamen" Mitgliedstaaten mehr als 15 sogenannte "Freunde der Kohäsion" gegenüber, darunter Italien, Spanien und Polen, die für ein größeres Budget und den Erhalt bisheriger Förderschwerpunkte eintreten. Beim EU-Gipfel im Oktober soll die nächste wichtige Verhandlungsrunde über den Finanzrahmen beginnen. Eine Einigung über den Haushaltsentwurf wird möglichst noch in diesem Jahr angestrebt.
Dänemarks Regierungschefin Mette Frederiksen drängte insbesondere auf höhere Sicherheitsausgaben. "Russland testet uns, bedroht uns", sagte sie. Europa müsse sich wieder stärker bewaffnen und die Ukraine mit "mehr Waffen, mehr Munition" unterstützen. Zudem müssten die EU-Außengrenzen besser geschützt werden.
Österreichs Bundeskanzler Christian Stocker unterstützte die Forderung nach deutlichen Einsparungen, setzte zugleich aber eigene Akzente. Landwirtschaft und Regionalförderung dürften "nicht vergessen werden", sagte er. Ein starkes EU-Budget sei "nicht automatisch das größte Budget". Entscheidend seien klare Prioritäten und mehr Effizienz.
D.Moore--AMWN