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Vor Abgeordnetenhauswahl in Berlin: Enges Umfragerennen von Linkspartei und CDU
Gut eine Woche vor der Abgeordnetenhauswahl in Berlin zeichnet sich in Umfragen weiter ein enges Rennen zwischen der Linken und der CDU um den Wahlsieg ab. In einer am Freitag in Mainz veröffentlichten Erhebung der Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF kam die oppositionelle Linke um Spitzenkandidatin Elif Eralp auf 23 Prozent. Die regierende CDU von Spitzenkandidat Stefan Evers erreichte 21 Prozent.
Auf Platz drei folgte mit 17 Prozent die AfD vor den Grünen mit 16 Prozent und der mitregierenden SPD mit zehn Prozent. Das BSW würde mit drei Prozent den Einzug in das Landesparlament verpassen - ebenso die FDP, deren Wert nicht gesondert ausgewiesen wurde. Befragt wurden von Montag bis Donnerstag gut tausend Wahlberechtigte in Berlin. 28 Prozent waren noch unsicher.
Am Donnerstag hatte eine Befragung des Instituts Infratest dimap für die ARD ein ähnliches Bild ergeben. Hier lag die Linke bei 21 Prozent vor der CDU mit 20 Prozent. Es folgten die AfD mit 18 Prozent, die Grünen mit 16 Prozent und die SPD mit zwölf Prozent. Unter der Fünfprozenthürde landete mit vier Prozent auch hier das BSW. Die FDP wurde ebenfalls nicht gesondert ausgewiesen.
Die ARD-Befragung lief von Montag bis Mittwoch. Im Vergleich zu einer in der vergangenen Woche veröffentlichten Infratest-dimap-Umfrage legte die Linke um zwei Prozentpunkte zu, während die CDU einen Punkt verlor. Die AfD und das BSW blieben unverändert. Die Grünen verloren zwei Punkte, die SPD büßte im Vergleich zur Vorwoche einen Punkt ein.
In Berlin wird am Sonntag kommender Woche gewählt, zeitgleich findet auch in Mecklenburg-Vorpommern eine Landtagswahl statt. In der Bundeshauptstadt regiert derzeit eine Koalition aus CDU und SPD unter dem Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU). Dieser zog sich nach Kritik an seiner Krisenkommunikation infolge eines Stromausfalls als Spitzenkandidat zurück.
Laut beiden Umfragen hätte die derzeitige Koalition aus CDU und SPD keine Mehrheit mehr. Politisch und rechnerisch wären nur Dreierbündnisse aus Linkspartei, Grünen und SPD sowie CDU, Grünen und SPD möglich.
Laut ZDF wünschen sich 25 Prozent CDU-Kandidat Evers als neuen Regierenden Bürgermeister. Für Linken-Kandidatin Eralp sprechen sich 23 Prozent aus. Die rot-grün-rote Koalitionsvariante fänden 37 Prozent gut, die schwarz-grün-rote Option 22 Prozent.
Der ARD-Befragung zufolge wünschen sich je 42 Prozent einen CDU-geführten Senat beziehungsweise eine von der Linken angeführte Regierung. Mit Eralps Arbeit sind 20 Prozent sehr zufrieden oder zufrieden, mit der von Evers 18 Prozent.
Bei der Abgeordnetenhauswahl 2023 kamen die CDU auf 28,2 Prozent, die SPD auf 18,4 Prozent, die Grünen auf 18,4 Prozent, die Linke auf 12,2 Prozent und die AfD auf 9,1 Prozent. Die FDP schied mit 4,6 Prozent aus dem Parlament aus. Das BSW trat noch nicht an.
D.Sawyer--AMWN