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Enges Rennen bei Parlamentswahl in Schweden erwartet - Andersson gibt Stimme ab
In Schweden ist heute ein neues Parlament gewählt worden. Kurz nach Öffnung der Wahllokale am Sonntag um 08.00 Uhr gab Oppositionsführerin Magdalena Andersson von den Sozialdemokraten ihre Stimme in Nacka südlich der Hauptstadt Stockholm ab. Bei der Wahl wird ein enges Rennen zwischen dem regierenden Mitte-rechts-Bündnis und der Opposition erwartet. Beide Lager lagen in Umfragen zuletzt nahezu gleichauf.
"Jetzt liegt es am schwedischen Volk zu entscheiden, in welche Richtung unser Land gehen soll", sagte die frühere Ministerpräsidentin Andersson nach ihrer Stimmabgabe. Es gehe um die Wahl zwischen einer Regierung, die erstmals "vollständig von den Schwedendemokraten dominiert" werde oder einer Regierung, "die von mir geführt wird und die Schweden in einem neuen Geist der Zusammenarbeit führen wird", sagte Andersson.
Der konservative Regierungschef Ulf Kristersson führt derzeit eine Minderheitsregierung an, die im Parlament auf die Stimmen der rechtspopulistischen Schwedendemokraten angewiesen ist. Die Schwedendemokraten, die in Umfragen auf rund 20 Prozent der Stimmen kamen, wollen nach der Wahl zum ersten Mal mitregieren und fordern Ministerposten. Kristersson stellte den Rechtspopulisten das Ressort für Einwanderung in Aussicht, sollte er erneut regieren.
Der rechte Block hat angekündigt, das rigorose Vorgehen gegen illegale Zuwanderung und Kriminalität fortzusetzen. Schwedendemokraten-Chef Jimmie Akesson zeigte sich beim Wahlkampfabschluss am Samstag siegesgewiss: "Schweden wird sicherer, besser und schwedischer", sagte er in Stockholm.
Kristersson sagte vor der Wahl in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP, seine Partei wolle "das Leben der normalen Leute verbessern". Es gehe darum "Schweden wieder großartig zu machen", sagte er in Anlehnung an die Parole von US-Präsident Donald Trump.
Die Linke setzt sich für höhere Steuern für Banken und Spitzenverdiener ein, um so in Gesundheit und Bildung investieren zu können und ärmere Haushalte angesichts der steigenden Lebenshaltungskosten zu entlasten.
Erste Prognosen wurden nach dem Schließen der Wahllokale um 20.00 Uhr erwartet, Hochrechnungen in der Nacht zum Montag.
S.Gregor--AMWN