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Frauen-WM: FIFA kritisiert deutsche TV-Sender
Rund drei Monate vor Beginn der Fußball-WM der Frauen in Australien und Neuseeland (20. Juli bis 20. August) befindet sich die FIFA weiter mit deutschen TV-Sendern in Verhandlungen über die Übertragungsrechte. Der Ausschreibungsprozess sei bisher erfolglos verlaufen, "da es keine Angebote gab, die das größte Frauenfußballturnier der Welt in seinem wahren Wert anerkennen", teilte die FIFA am Donnerstag auf SID-Anfrage mit.
Der Weltverband bestätigte, dass Verhandlungen mit "mehreren potenziellen Anbietern" fortgesetzt werden. Genauere Angaben zu den finanziellen Forderungen machte die FIFA dabei nicht. Die TV-Einnahmen seien aber "umso wichtiger", da sie in die "Entwicklung des Frauenfußballs reinvestiert werden sollen", hieß es. Die FIFA verwies auf die Aussagen von Präsident Gianni Infantino, der im März größere Investitionen in den Fußball der Frauen angekündigt hatte.
Die EM-Spiele der deutschen Mannschaft waren im vergangenen Jahr bei den öffentlich-rechtlichen Sendern ARD und ZDF übertragen worden. Das Finale gegen England war mit einer Einschaltquote von durchschnittlich 17,9 Millionen Menschen in der ARD die meistgesehene Sportsendung im Jahr 2022.
F.Bennett--AMWN