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Von Arnim wünscht sich mehr Einheitlichkeit im Tennis
DTB-Präsident Dietloff von Arnim erhofft sich ein einheitlicheres Vorgehen beim Treffen sportpolitischer Entscheidungen im internationalen Tennis. "Ich habe vor allem den Wunsch, dass der Sport bei derartigen Entscheidungen mehr mit einer Stimme spricht", sagte von Arnim dem SID am Rande des Billie Jean King Cups in Stuttgart angesprochen auf die Rückkehr der WTA-Tour nach China.
Die Frauentennis-Organisation hatte zuletzt entschieden, ab September wieder Turniere in dem Land auszurichten. China war seit Ende 2021 aufgrund des Falls der zwischenzeitlich verschwundenen Spielerin Peng Shuai von der WTA boykottiert worden.
"Ich hätte mir damals von Anfang an eine engere Abstimmung zwischen ATP und WTA gewünscht", sagte von Arnim. Die Männertennis-Organisation hatte den China-Boykott der WTA damals nicht unterstützt. Bei der Bewertung der nun gefällten Entscheidung sei es wichtig, nicht alles aus der europäischen Perspektive zu betrachten.
Insgesamt, so der DTB-Präsident, sei es nicht förderlich, wenn sportpolitische Entscheidungen wie unter anderem auch der Umgang mit russischen und belarussischen Athleten im Welttennis immer wieder individuell getroffen würden. "So etwas sollte nicht die Aufgabe beispielsweise eines Grand Slams sein", sagte er und forderte: "Das Tennis braucht eine Instanz, die klare Vorgaben macht."
Eine größere Rolle könnte dabei zukünftig auch dem Weltverband ITF zukommen, für dessen Präsidentenamt von Arnim im September kandidiert. Er wolle sich im Falle einer Wahl insbesondere für eine verbesserte Kommunikation zwischen der ITF und den Mitgliedsverbänden einsetzen, hatte von Arnim im Januar gesagt.
M.Fischer--AMWN