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Härtetest in Madrid: Zverev fordert Alcaraz
Für Alexander Zverev ist es ein "sehr wichtiges Match", ein echter Härtetest auf dem Rückweg zu seiner Topform: Wenn der Olympiasieger am Dienstag in Madrid auf Titelverteidiger Carlos Alcaraz trifft, geht es um mehr als nur den Einzug ins Viertelfinale beim hochdotierten Tennis-Masters in der spanischen Hauptstadt.
"Es wird ein Riesen-Test, darauf freue ich mich", sagte Zverev nach seinem ungefährdeten Sieg in der dritten Runde über den französischen Qualifikanten Hugo Grenier (6:1, 6:0). Bis zum Beginn der French Open in Paris am 28. Mai drängt die Zeit, bislang präsentierte sich Zverev nach seinem Comeback noch nicht in der Verfassung des Vorjahres.
Damals hatte er im Finale von Madrid gegen Alcaraz klar verloren, sich aber im Viertelfinale von Roland Garros revanchiert und durfte sich berechtigte Hoffnungen auf seinen ersten Grand-Slam-Titel und Platz eins im Welttennis machen. Doch eine schwere Knöchelverletzung im Halbfinale gegen Rafael Nadal stoppte Zverev.
Einen Top-Spieler wie Alcaraz hat er seitdem nicht wieder geschlagen, zuletzt in München verlor er sogar zum Auftakt gegen Außenseiter Christopher O'Connell aus Australien. In Madrid, wo er 2018 und 2021 triumphiert hatte, ist er trotz Oberschenkelproblemen in der ersten Runde noch im Rennen. Gegen Grenier fühlte er sich "wunderbar".
Mit mehr Selbstvertrauen und Rückenwind geht jedoch Alcaraz in die fünfte Begegnung mit Zverev (Bilanz 1:3). "Ich will mein großartiges Niveau vor meinen Heim-Zuschauern zeigen", kündigte der 19 Jahre alte Spanier an: "Ich habe tolle Erinnerungen an das Finale aus dem letzten Jahr, aber ich muss sehr fokussiert sein. Ich weiß, dass Sascha ein wirklich guter Spieler ist. Ich muss alles zeigen."
Nach Verletzungssorgen war Alcaraz zuletzt in Barcelona auf die Tour zurückgekehrt und hatte das Sandplatzturnier prompt gewonnen. Wie 2022 peilt er das Double in Spanien an. Dafür muss er zunächst aber Zverev (26) aus dem Weg räumen.
Th.Berger--AMWN