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Brasilien-Präsident Lula verurteilt Rassismus gegen Vinicius
Der brasilianische Präsident Luiz Inacio Lula da Silva hat die erneuten rassistischen Anfeindungen gegen den Fußball-Nationalspieler Vinicius Junior scharf verurteilt. Am Rande des G7-Gipfels in Japan forderte der 77-Jährige "ernsthafte Maßnahmen", um nicht zuzulassen, dass "Faschismus und Rassismus sich der Fußballstadien bemächtigen".
Vinicius war im Ligaspiel seines Klubs Real Madrid gegen den FC Valencia (0:1) zum wiederholten Male Opfer rassistischer Anfeindungen geworden. "Es ist nicht fair, dass ein Junge aus armen Verhältnissen es im Leben zu etwas bringt, sich zu einem der besten Spieler der Welt entwickelt und jetzt in jedem Stadion, in dem er auftritt, beschimpft wird", sagte Lula.
Auch Real-Trainer Carlo Ancelotti fand auf der Pressekonferenz nach dem Spiel deutliche Worte: "Das ist inakzeptabel. Die spanische Liga hat ein Problem mit Rassismus - ein sehr ernstes Problem", sagte der Italiener. Der brasilianische Ex-Weltfußballer Ronaldo kritisierte indes auf Twitter die "Tatenlosigkeit bei Verband und Verantwortlichen" und schrieb: "So lange es Straffreiheit und Duldung gibt, wird es hier Rassismus geben."
Vinicius selbst hatte sich nach dem Spiel ebenfalls bei Twitter zu Wort gemeldet: "Das war nicht das erste Mal, nicht das zweite und nicht das dritte Mal." Rassismus sei in der spanischen Liga "normal", so der Flügelstürmer. "Die Konkurrenz hält es für normal, der Verband hält es auch für normal und die Gegner fördern es." In Brasilien sei Spanien "als ein Land der Rassisten bekannt", schrieb er weiter.
Vinicius hatte sich in der an den Vorfall anschließenden Spielunterbrechung vor die Fankurve gestellt und auf den Übeltäter gedeutet. Das Spiel wurde erst fortgesetzt, als der Stadionsprecher in einer Durchsage dazu aufforderte, die Beleidigungen einzustellen. In der siebten Minute der langen Nachspielzeit sah Vinicius aufgrund einer Tätlichkeit die Rote Karte.
B.Finley--AMWN